Lancom wird zu Rohde & Schwarz Networks and Cybersecurity
Constantin von Reden (links) und Robert Mallinson werden als Geschäftsführer die Geschicke der Rohde & Schwarz Networks and Cybersecurity GmbH leiten.
Lancom Systems
Mit der zum 1. Juli angekündigten Fusion von Lancom Systems und Rohde & Schwarz Cybersecurity zur Rohde & Schwarz Networks and Cybersecurity GmbH verschwindet der letzte namhafte deutsche Netzwerkhersteller – zumindest auf dem Papier. Denn das neue Unternehmen will zumindest Produkte wie Router etc. weiterhin unter dem Lancom-Label vermarkten.
Die jetzt angekündigte Umfirmierung beendet auch ein jahrelanges Rätselraten. Seit der Übernahme von Lancom Systems 2018 durch Rohde & Schwarz war darüber spekuliert worden, wie es mit dem Firmennamen weitergeht. Ziel des Zusammenschlusses ist, die Kräfte der beiden Unternehmen zu bündeln. Auf diese Weise will man ein umfassendes, integriertes Angebot an souveränen Netzwerk- und Cybersicherheitslösungen „engineered in Germany“ anbieten.
Netze und Cybersecurity
Dabei könnte den Wachstumsbestrebungen des Unternehmens in die Hände spielen, dass Netzwerke und Cybersecurity immer stärker miteinander verwoben sind. Eine Entwicklung, die sich auch in den Strategien großer internationaler Player wie Cisco widerspiegelt. Im Gegensatz zu den internationalen Wettbewerbern dürfte das neue Unternehmen als deutsche Firma vor allem beim Thema Digitale Souveränität punkten können.
Dazu soll das Profil geschärft werden. Neben dem traditionellen Netzwerkgeschäft für Unternehmenskunden (Corporate Network Solutions) stehen definierte Lösungen für den öffentlichen Bereich, KRITIS sowie den Sicherheits- und Verteidigungssektor auf der Agenda. Rohde & Schwarz Networks and Cybersecurity soll ferner im europäischen Markt mit einem erweiterten und zugleich fokussierten Lösungsportfolio weiterwachsen.
Das Lancom Management bleibt
Die bisherigen Lancom Geschäftsführer, Constantin von Reden und Robert Mallinson, setzen ihre Tätigkeit zum 1. Juli 2026 als Geschäftsführer der Rohde & Schwarz Networks and Cybersecurity fort. Ralf Koenzen, Lancom-Gründer sowie aktueller Geschäftsführer der Rohde & Schwarz Cybersecurity, wird die Gesellschaft als Ratgeber unterstützen.
Das fusionierte Unternehmen hat künftig rund 500 Beschäftigte. Die sechs Firmenstandorte in Würselen, Hamburg, Karlsruhe, Köln, Berlin und München sollen bestehen bleiben. Hauptsitz der Rohde & Schwarz Networks and Cybersecurity GmbH ist dabei Würselen. Ferner werden, wie es heißt, gezielt neue Ressourcen zur Umsetzung der Wachstumsstrategie aufgebaut.
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