Arxiv sperrt Forscher, die AI Slop einreichen
(Auch) Forscher sollten der KI nicht völlig vertrauen.thanmano – Shutterstock.com
Arxiv, ein offenes Archiv, in dem Forschende wissenschaftliche Artikel vor der formellen Begutachtung veröffentlichen, verschärft seine Regeln in Hinblick auf KI-generierte Beiträge, die offensichtliche Fehler und Halluzinationen enthalten. Wissenschaftler, die Texte mit klaren Spuren sogenannter „AI Slop“ einreichen, können nun für ein Jahr von der Plattform ausgeschlossen werden. Das gab Tom Dietterich, Leiter des Informatik-Bereichs von Arvix, auf X bekannt.
If generative AI tools generate inappropriate language, plagiarized content, biased content, errors, mistakes, incorrect references, or misleading content, and that output is included in scientific works, it is the responsibility of the author(s). 2/— Thomas G. Dietterich (@tdietterich) May 14, 2026
Sorgfaltspflicht verletzt
Laut Arxiv fallen unter „AI Slop“ unter anderem:
halluzinierte Quellen,
fehlerhafte Literaturverweise oder
versehentlich stehengelassene KI-Kommentare.
Solche Fehler zeigten nach Ansicht der Plattform, dass die Autoren die Outputs der KI nicht ausreichend überprüft haben.
Ziel der neuen Maßnahmen ist es, die wachsende Zahl KI-generierter Texte einzudämmen, die den Anschein seriöser Forschung erwecken. Bereits ein einziger Verstoß könne dabei zu einer Sperre von einem Jahr führen, erklärte Dietterich gegenüber 404 Media. Gegen diese Entscheidung soll jedoch Einspruch eingelegt werden können. Zudem müssen gesperrte Nutzer künftig nachweisen, dass neue Einreichungen zunächst von einer anerkannten wissenschaftlichen Fachpublikation mit Peer-Review akzeptiert wurden. Erst dann dürfen sie auf der Arxiv-Plattform veröffentlicht werden. (mb)
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