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Neue Rekordzahlen für den Sport - jeder vierte Dresdner ist in einem Verein

Obwohl die Einwohnerzahl Dresdens nach jahrelangem Anstieg zuletzt gesunken ist, wächst die Zahl der in Sportvereinen organisierten Dresdner und Dres…

Fakten

  • Die Einwohnerzahl Dresdens nach jahrelangem Anstieg zuletzt gesunken ist.
  • Der Stadtsportbund (SSB) als Dachorganisation der Sportvereine in Dresden veröffentlichte die aktuellen Zahlen – und die stellen erneut einen neuen Rekord dar.
  • Zum Stichtag am 1. Januar 2026 sind 137.085 Sportlerinnen und Sportler in 398 Sportvereinen organisiert – und damit fast jeder vierte Einwohner.
  • Das entspricht einem Plus gegenüber dem Vorjahr um fast 10.000 Menschen und einer Steigerungsrate um 7,2 Prozent.
  • Auch das ist ein Rekord.
  • Der SSB Dresden ist im Freistaat der am stärksten wachsende Stadt- oder Kreisverband.
  • „Das ist jährlich die Pressekonferenz, bei der wir aus dem Lächeln eigentlich gar nicht herauskommen“, erklärt Dresdens SSB-Chef Lars-Detlef Kluger mit Blick auf die neuerlichen Rekordzahlen.
  • Ein Zuwachs von 10.000 Mitgliedern ist etwas sehr Besonderes, macht uns sehr stolz und motiviert uns sehr“, betont Kluger.
  • Der Schulleiter des Beruflichen Schulzentrums für Wirtschaft verknüpft die wachsenden Zahlen stets mit dem Verweis auf seine Ansicht nach alarmierende Zeichen.
  • Wenn man wächst, braucht man mehr Platz. Wenn ich in der Familie immer mehr Kinder habe, fange ich irgendwann an, darüber nachzudenken, ob ich mit der Familie umziehen muss“, erklärt Kluger bildhaft.
  • Für ihn führt das zu Konsequenzen, die er auch diesmal einfordert.
  • Wenn die Entwicklung so deutlich wie in Dresden ist, dann braucht die Sportfamilie mehr Platz. Das bedeutet, Sportstätten zu erweitern oder neue zu erschaffen“, sagt der SSB-Chef und verdeutlicht:
  • So sehr wir uns auch über das Steyer-Stadion freuen, müssen wir doch konstatieren, dass diese Entwicklung jetzt so nicht weitergeht.
  • Hintergrund der Kritik: Der SSB pocht auf einen jährlichen Mindestbedarf von sechs Millionen Euro an konsumtiven Mitteln.
  • Im aktuellen Doppelhaushalt der Stadt Dresden sind jedoch nur 4,5 Millionen Euro eingestellt.
  • In der Vergangenheit wurde der Fehlbetrag von 1,5 Millionen Euro aus investiven Mitteln aufgestockt.
  • „Die werden jetzt nicht mehr da sein, deshalb werden überall Kürzungen folgen“, meint der SSB-Präsident.
  • Das neuerliche Wachstum ist da noch gar nicht einberechnet.
  • Die investiven Mittel für den Sport bezifferte die Landeshauptstadt selbst in ihrer Entwicklungs-Strategie mit zehn Millionen Euro jährlich.
  • „Wir können sehr wohl verlangen, dass die Entwicklungs-Strategie Dresdens, die der Stadtrat beschlossen hat, auch umgesetzt wird.“
  • Allerdings weiß auch Kluger, dass neue Schulturnhallen in Dresden „bereits größer gebaut werden, als der Bedarf der Schule ausweist. Das nutzt uns als Vereinssport sehr, das muss man auch mal sagen.
  • In diesem Programm ist ein Bedarf von 300 Millionen Euro hinterlegt, der in 30 Jahren in jährlichen Zehn-Millionen-Euro-Chargen in den Dresdner Sport investiert werden soll.
  • „Die dürfen wir einfordern“, sagt Kluger.
  • Die Realität sieht anders aus.
  • „Getan wird aber im aktuellen Doppelhaushalt nahezu nichts – und wir befürchten auch im nächsten“, sagt Kluger und kommt zu dem Schluss:
  • Das muss sich ändern. Wir fordern die zehn Millionen Euro investiv und sechs Millionen Euro konsumtiv, jährlich ein - jährlich“, betont er.