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SV Stadtwerke wieder eine Heimat geben

SV Stadtwerke wieder eine Heimat geben Antrag Stadtrats-Mitglieder Kathrin Abele, Barbara Likus, Cumali Naz und Julia Schönfeld-Knor (SPD-Fraktion) vom 14.5.2025
Antwort Stadtschulrat Florian Kraus:
Die Nichteinhaltung der geschäftsordnungsgemäßen Frist zur Beantwortung des Stadtratsantrags bittet das Referat für Bildung und Sport zu entschuldigen, da zunächst auch bauliche Entwicklungen abgewartet werden mussten und erst anschließend entsprechende Gespräche mit dem Verein geführt werden konnten.
Der Antrag lautet wie folgt: „Dem SV Stadtwerke München soll nach Abschluss der Sanierungsarbeiten eine dauerhafte Nutzung der Bezirkssportanlage in der Johanneskirchner Straße ermöglicht werden.“  Begründung: „Der SV Stadtwerke München e.V. ist ein traditionsreicher Mehrspartenverein mit einer Vielzahl sportlich aktiver Mitglieder und einem breiten gesellschaftlichen Engagement im Stadtgebiet. Für den Trainings- und Wettkampfbetrieb vieler Abteilungen ist eine zentrale, verlässliche und dauerhaft nutzbare Sportstätte von essenzieller Bedeutung. Derzeit sind die Abteilungen des Vereins aber auf verschiedene Schulsportanlagen über das Stadtgebiet verteilt. Somit ist ein aktives Vereinsleben kaum möglich.  Die derzeit in Sanierung befindliche Bezirkssportanlage in der Johanneskirchner Straße bietet ideale Voraussetzungen, um künftig als zentraler Trainings- und Begegnungsort für den Verein zu dienen. Durch ihre Ausstattung und Lage wäre sie geeignet, einen Großteil der Abteilungen aufzunehmen und so eine lang gesuchte feste Basis für das sportliche und gemeinschaftliche Vereinsleben zu schaffen.  Mit Fertigstellung der BSA in Oberföhring nächstes Jahr bietet sich eine ideale Gelegenheit, dem Verein zu seinem 100. Jubiläum wieder eine Heimat zu geben.“
Ihr Einverständnis vorausgesetzt, teile ich Ihnen hierzu Folgendes mit:
Der SV Stadtwerke München e.V. (SV SWM) hat im Jahr 2021 sein früheres Sportgelände, bestehend aus mehreren Freiflächen und einer Dreifachsporthalle an der Lauensteinstraße aufgeben müssen, da der Mutterkonzern, die Stadtwerke München GmbH, aufgrund des unabweisbaren Bedarfs für eigene Betriebsbereiche (u.a. Trambahnbetriebshof und  Wendeschleife) diese Flächen selbst benötigte.
Das Referat für Bildung und Sport, Geschäftsbereich Sport, hat den Verein gemeinsam mit dem Zentralen Immobilienmanagement stets dabei unterstützt, Ersatzflächen und Hallenangebote für seine Mitglieder zu erhalten. Dies erfolgte bereits im Jahr 2018 mit der Tennisabteilung des SV SWM am Dantebad, als dort Betriebswohnungen entstehen sollten. Die Tennisabteilung fusionierte damals mit dem Tennisverein Grün-Weiß Luitpoldpark e.V. im Münchner Norden.
Danach folgte die Aufgabe des Standortes Lauensteinstraße durch die SWM. Leider erfolgte eine angedachte Fusion auf dem Gelände des DJK Fasangarten nicht, da dort insgesamt nur zwei Hauptspielfelder für Fußball zur Verfügung standen und ein weiterer Flächenerwerb nicht möglich war, den die SWM bereit gewesen wären, zu finanzieren.
Viele Kinder und Jugendliche mit Schwerpunkt Fußball konnten jedoch auch ohne die angestrebte Fusion in den benachbarten Verein wechseln. Für die Hallensportarten konnten Belegzeiten in nahegelegenen Sporthallen gefunden werden, u.a. der Sporthalle in der Balanstraße. Insofern sieht das Referat für Bildung und Sport es in diesem Kontext als Hauptaufgabe an, in enger Zusammenarbeit zwischen dem Geschäftsbereichs Sport und dem Zentralen Immobilienmanagement, vor allem die betroffenen Sportler*innen anderweitig unterzubringen, was bisher gut gelungen ist.
Vereine haben keinen Anspruch darauf, eine eigene „Heimat“, also ein eigenes Grundstück als „besitzender Verein“ zu erhalten. Dem Wunsch des SV SWM stünde auch ein bestehendes Moratorium des Stadtrats entgegen, wonach keine Grundstücke mehr im Rahmen von Erbbaurechts- oder langfristigen Mietverträgen an Vereine übergeben werden dürfen.
Bei einem Verein mit unverändert ca. 1.000 Mitgliedern wäre es jedoch unterstützenswert, zumindest einen Schwerpunktstandort mit Zugang zu Sportflächen, einem Geschäftszimmer, einem Vereinsheim etc. zu haben. Dies ist aufgrund der gegebenen Flächenknappheit und Flächenkonkurrenz in München schwierig, da entsprechende Vakanzen nicht gegeben sind und es zahlreiche Vereine gibt, denen es ähnlich wie dem SV Stadtwerke München ergangen ist, wie z.B. dem HVB-Club mit der Aufgabe des Tucherparks oder dem Verein StuStadt München e.V., da hier das Studentenwerk die Flächen für eigene Bedarfe benötigt hat.
Aufgrund der besonderen Umstände des Vereins (u.a. Historie, unveränderte Größe ) sowie der besonderen Nähe zu einer städtischen Tochtergesellschaft ist das Anliegen des Vereins jedoch nachvollziehbar und könnte zumindest perspektivisch in Aussicht gestellt werden, wenn sich z.B. Vereine auflösen, die auf einer Bezirkssportanlage beheimatet sind, wenn über den Sport- und Schulbau Flächen neu hinzukommen, z.B. auf  Campusanlagen oder sog. Kombiprojekten, bei denen zusätzliche Sport-flächen im Rahmen des Schulbaus entstehen. Mit entsprechenden Möglichkeiten ist jedoch nicht vor Ende 2026/Anfang 2027 zu rechnen.
Perspektivisch kann in die Überlegungen dann auch die Bezirkssportanlage in der Johanneskirchner Straße mit einbezogen werden, dies jedoch frühestens ab Herbst 2027, da sich die dortigen Schulbaumaßnahmen entsprechend verzögern.
Der Geschäftsbereich Sport wird daher das weitere Vorgehen mit dem Verein besprechen und entsprechende Perspektiven in Aussicht stellen.
Um Kenntnisnahme der vorstehenden Ausführungen wird gebeten. Wir gehen davon aus, dass die Angelegenheit damit abgeschlossen ist.

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