Walk & Talk: Neues Veranstaltungsformat zu aktuellen erinnerungskulturellen Themen
Wer wird in der Stadtgeschichte sichtbar – und wer bleibt unsichtbar? Welche Geschichten lassen sich in Archiven finden, welche fehlen? Und was erzählen diese Leerstellen über unsere Erinnerungskultur?
Diesen Fragen widmet sich am Dienstag, 22. September und Sonntag, 27. September, der Walk & Talk „Ich weiß nicht, warum ich gekommen bin, aber ich bin da“, ein neues Format der Koordinierungsstelle Erinnerungskultur der Landeshauptstadt Stuttgart. Der etwa zweistündige Stadtspaziergang mit anschließendem Get-Together führt über rund drei Kilometer vom Bohnenviertel in Richtung Innenstadt und verbindet historische Spurensuche mit der gemeinsamen Imagination einer genderqueeren Stadtgeschichte.
Im Mittelpunkt stehen drei Gestalten aus drei Jahrhunderten, die in Stuttgart die Grenzen des binären Geschlechts überschritten haben. Ihre Spuren führen durch verschiedene Zeiten und Orte der Stadtgeschichte und machen zugleich sichtbar, wie lückenhaft historische Überlieferung sein kann. Denn Archive sind nicht neutral: Menschen, deren Leben und Identitäten sich nicht in gesellschaftlich vorgegebene Kategorien einordnen lassen, hinterlassen dort oftmals nur wenige oder fragmentarische Spuren. Der Walk & Talk setzt genau an diesen Leerstellen an. Wo Quellen fehlen, geht es darum, gemeinsam Fragen zu stellen, historische Fragmente miteinander zu verbinden und sich jene Geschichten vorzustellen, die sich heute nicht mehr eindeutig rekonstruieren lassen. So entsteht eine gemeinsame Reise durch Stuttgart – vom 16. Jahrhundert hin zu einer unbestimmten Zukunft.
Das Format Walk & Talk richtet sich an alle Interessierten und soll in den nächsten Jahren mit jeweils unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten weitergeführt werden. Welche Orte und Stationen dabei besucht werden, richtet sich nach dem jeweiligen Thema. Die Stadtführerinnen und -führer werden als Expertinnen und Experten jeweils ausgewählt und bringen ihre fachlichen oder künstlerischen Perspektiven in die Spaziergänge ein.
Der Auftakt Ende September wird gestaltet von Y Witte und Be Jeschke. Y Witte bewegt sich an der Schnittstelle von Performance, Recherche und Musik in Stuttgart und Berlin. In seiner Arbeit beschäftigt er sich damit, wie gesellschaftliche Normen Körper und Identitäten formen und wie diese durch queere Interventionen und subversive Strategien verändert werden können. Be Jeschke arbeitet interdisziplinär in der freien Szene Stuttgarts. Die künstlerische Arbeit bewegt sich zwischen Widerstand und Hoffnung und umfasst unter anderem Konzerte, Interventionen, Workshops und Tischplatten-Rollenspiele.
Der Walk & Talk findet an zwei Terminen statt:
Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz, 70180 Stuttgart (gegenüber Theater Rampe)
Anmeldungen per E-Mail bitte bis
bzw.
für die jeweiligen Walks an
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Die Teilnahme dauert etwa zwei Stunden. Die Strecke ist rund drei Kilometer lang. Der Spaziergang endet im
. Im Anschluss besteht Gelegenheit zum gemeinsamen Ausklang, für Getränke und Gespräche. Für unterwegs können eigene Getränke und Snacks mitgebracht werden.
Die Behördennummer 115 ist in der Regel zum Festnetztarif und damit kostenlos über Flatrates erreichbar. Viele Mobilfunkanbieter haben ihre Preise an die Festnetztarife angepasst. Die Mitarbeitenden erreichen Sie von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr.
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Fakten
- Der Walk & Talk findet am Dienstag, 22. September und Sonntag, 27. September statt.
- Das Format richtet sich an alle Interessierten und soll in den nächsten Jahren mit jeweils unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten weitergeführt werden.
- Die Stadtführerinnen und -führer werden als Expertinnen und Experten jeweils ausgewählt und bringen ihre fachlichen oder künstlerischen Perspektiven in die Spaziergänge ein.
- Der Auftakt Ende September wird gestaltet von Y Witte und Be Jeschke.
- Y Witte bewegt sich an der Schnittstelle von Performance, Recherche und Musik in Stuttgart und Berlin.
- Be Jeschke arbeitet interdisziplinär in der freien Szene Stuttgarts.
- Der Walk & Talk findet an zwei Terminen statt: Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz, 70180 Stuttgart (gegenüber Theater Rampe).
- Die Teilnahme dauert etwa zwei Stunden und die Strecke ist rund drei Kilometer lang.
- Der Spaziergang endet im sogenannten Bohnenviertel in Richtung Innenstadt.
- Die Behörnernummer 115 ist in der Regel zum Festnetztarif und damit kostenlos über Flatrates erreichbar.
- Viele Mobilfunkanbieter haben ihre Preise an die Festnetztarife angepasst.
- Die Mitarbeitenden erreichen Sie von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr.
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