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Sicherheit und Kontrollen auf dem Oktoberfest 2026

Um die Sicherheit der Besucher*innen des Oktoberfests zu gewährleisten, hat die Stadt wieder umfangreiche Maßnahmen getroffen. Das Kreisverwaltungsreferat (KVR) ist mit insgesamt rund 240 Mitarbeitenden (teils im Schichtbetrieb) auf dem Festgelände und dessen Umgriff vertreten. Darunter sind das Veranstaltungsbüro, die Einschankkontrolle, der vorbeugende Brand- und Gefahrenschutz, die Lebensmittelüberwachung, die Gaststättentechnik, die Gewerbebehörde, das Fundbüro sowie die Wiesn-Feuerwache. Zusätzlich werden die Integrierte Leitstelle und die umliegenden Feuerwachen personell verstärkt. Am zweiten und dritten Festwochenende unterstützen Bozener Feuerwehrkolleg*innen die Integrierte Leitstelle als Dolmetscher*innen für italienische Anrufer*innen auf der Notrufnummer 112. Der Rettungszweckverband München stellt für das Oktoberfest zusätzlich bis zu drei Notarzteinsatzfahrzeuge, 19 Rettungsfahrzeuge und zwei Krankentransportwagen. Neue Sicherheitsmaßnahmen Der Veranstalter der Wiesn, das Referat für Arbeit und Wirtschaft, hat insbesondere nach der punktuellen Überfüllung im vergangenen Jahr ein überarbeitetes Sicherheitskonzept eingereicht. Für die Koordinierungsstelle steht ein neuer Raum zur Verfügung, der mit multimedialer Konferenz- und Kommunikationstechnik ausgestattet ist. Darüber hinaus hat das Referat für Arbeit und Wirtschaft als Veranstalter eine eigene Sicherheitszentrale geschaffen, die Videoüberwachung verbessert, ein Crowd Spotting sichergestellt und Kommunikationswege optimiert. Zum Schutz der Besucherströme gegen Fahrzeugangriffe wurden au-ßerhalb des „Mittleren Sperrrings“ weitere Maßnahmen getroffen. Insbesondere wird die Schwanthalerstraße westlich der Theresienhöhe zu hochfrequentierten Zeiten (montags bis freitags ab 16 Uhr, samstags und am ersten Wiesn-Sonntag ab 10 Uhr, an den beiden anderen Sonntagen ab 15.30 Uhr) durch Fahrzeugsicherheitsbarrieren gesperrt. An der Hackerbrücke (Grasserstraße) sind entsprechende Maßnahmen bereits seit den vergangenen Jahren etabliert. Neuer Standort des Wiesn-Fundbüros Um im Behördenhof Raum für die Umbaumaßnahmen zu schaffen, ist das Wiesn-Fundbüro ausgezogen. Es befindet sich nun neben dem Oktoberfestgelände im Deutschen Museum – Verkehrszentrum (Am Bavariapark 5). Der Weg vom Behördenhof zum Fundbüro ist ausgeschildert. Im kommenden Frühjahr ist außerdem erstmals eine öffentliche Versteigerung von Wiesn-Fundsachen wie Trachtenjacken, Hüten und Souvenirs geplant. Das KVR informiert rechtzeitig über den Termin. Verbot von Rucksäcken, großen Taschen und Glasflaschen Auf dem Festgelände gilt wie gewohnt ein Verbot von Rucksäcken und großen Taschen mit einem Volumen von mehr als drei Litern. Kleine Handtaschen sind erlaubt. Ausnahmen gibt es nur in begründeten Einzelfällen, etwa für medizinisches Gerät oder für die Arbeitsausrüstung von Journalist*innen. Gepäckaufbewahrungen stehen rund um das Festgelände zur Verfügung. Darüber hinaus ist insbesondere das Mitbringen von Glasflaschen auf das Gelände verboten. Das Mitführen von Kinderwägen ist täglich ab 18 Uhr und an den drei Samstagen ganztägig verboten. Verbot von Messern und gefährlichen Werkzeugen Auch in diesem Jahr gilt das Verbot von Messern und gefährlichen Gegenständen auf dem Festgelände sowie im Bereich zwischen dem „Inneren Sperrring“ und dem „Mittleren Sperrring“ (Theresienhöhe und Bavariaring, inklusive Geh- und Radwege, sowie nördliche Gehbahn der Hans-Fischer-Straße). Die Polizei führt einzelfallbezogene sowie stichprobenartige Kontrollen durch. Verstöße können mit einer Geldbuße belegt werden. Hintergrund ist, dass es in den vergangenen Jahren auf dem Oktoberfest wiederholt zu Körperverletzungen und Bedrohungen kam, bei denen teilweise auch gefährliche Gegenstände zum Einsatz kamen. Durch die Verbotszone sind insbesondere die Bereiche vor den Eingängen noch stärker gesichert. Dort kommt es regelmäßig zu Menschenansammlungen. Vom Verbot ausgenommen sind unmittelbar an den Verbotsbereich anliegende Wohnungen und Geschäftsräume sowie gastronomische Betriebe und deren genehmigte Freischankflächen. Verkehrskonzept Für das Oktoberfest gibt es ein umfangreiches Verkehrskonzept. Ziel ist es, die Sicherheit der Besucher*innen zu erhöhen und die Verkehrssituation rund um das Festgelände zu verbessern. Die Stadt empfiehlt dringend, zum Festgelände mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen oder, wenn möglich, zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu kommen. Rund um das Wiesn-Gelände gibt es keine Parkmöglichkeiten für Autos. Es wird ein weiträumiger „Äußerer Sperrring“ um das Wiesn-Areal eingerichtet. In diesen Bereich dürfen nur berechtigte Anwohner*innen, Besucher*innen und Zulieferer*innen einfahren. Um zu verhindern, dass Fremdparkende die Stellplätze der Anwohner*innen blockieren, verstärken Polizei und KVR die Kontrollen in den umliegenden Parklizenzgebieten. Verbotswidrig abgestellte Fahrzeuge werden abgeschleppt. Der Bereich des „Mittleren Sperrrings“ umfasst den Bavariaring und die Theresienhöhe. Er ist für den regulären Autoverkehr gesperrt. Die Zufahrts- erlaubnis zum Wiesn-Sperrring kann seit Anfang Juli online beantragt werden. Jedes einzelne Lieferfahrzeug benötigt einen Einfahrtschein. Außerdem müssen alle Fahrzeuginsass*innen einen personalisierten Zufahrtskontrollbeleg mitführen. Zufahrtskontrollbelege werden nur nach erfolgreicher Sicherheitsüberprüfung der Fahrzeuginsass*innen ausgestellt und müssen persönlich abgeholt werden. Dafür hat das KVR eine gesonderte Ausgabestelle in der Ruppertstraße 11 und seit 14. September im direkten Umfeld des Festgeländes im Deutschen Museum – Verkehrszentrum eingerichtet. Ab Wiesn-Beginn gibt es die Bestätigungen im KVR-Wiesn-Büro auf dem Festgelände.
Übersichtskarte der Verkehrsführung rund um das Oktoberfestglände (Grafik: MOR)
Das Festgelände ist für Besucher*innen an Samstagen und Sonntagen von 1.30 bis 9 Uhr gesperrt. An den übrigen Tagen ist Unberechtigten der Aufenthalt auf der Festwiese von 1.30 bis 10 Uhr untersagt. Während dieser Zeiten darf der Lieferverkehr das Gelände befahren. Es gibt keine zeitliche Überschneidung des Besucher- und des Lieferverkehrs. Stellplätze für Reisebusse Für Reisebusse stehen die ausgewiesenen Stellplätze am Busterminal Fröttmaning, am Viehhof, am Messegelände Riem und an der Tübinger Straße zur Verfügung. Das Aus- und Einsteigenlassen im Straßenbereich direkt am Festgelände ist nicht erlaubt. Taxistände und Rikschas Im Nahbereich des Festgeländes werden bestehende Taxistandplätze erweitert beziehungsweise extra für das Oktoberfest ausgewiesen. Für Rikschas stehen die bewährten Aufstellflächen unmittelbar am „Mittleren Sperrring“ zur Verfügung. Sowohl das Taxi- wie auch Rikscha-Gewerbe sind angewiesen, ausschließlich auf den ausgewiesenen Standplätzen Fahr- gäste aufzunehmen. Der Weg zu den Standplätzen ist bereits vom Festgelände aus beschildert. Im Rahmen von Schwerpunktkontrollen überprüft das KVR mit dem Hauptzollamt und der Polizei verstärkt den Taxi- und Mietwagenverkehr. Regelungen für E-Tretroller und andere Shared-Mobility-Angebote Während des Oktoberfests gelten für geteilte E-Tretroller und Fahrräder auch in diesem Jahr spezielle Vorgaben rund um die Theresienwiese. Sie betreffen Fahrten mit den Mikromobilitätsfahrzeugen sowie deren Ausleihe und Rückgabe: Fahren dürfen E-Tretroller und Fahrräder im Sharingbetrieb nur bis zum „Äußeren Sperrring“. Innerhalb dieses Bereichs hat das Mobilitätsreferat in Absprache mit Polizei und Anbietern ein generelles Fahr- und Parkverbot – wie es auch für Autos und andere Kraftfahrzeuge gilt – verhängt. Letzte Abstellmöglichkeiten für geteilte Mikromobilitätsfahrzeuge vor dem Festgelände bieten insgesamt zwölf dauerhafte und temporäre Abstellflächen entlang des „Äußeren Sperrrings“. Alle Abstellmöglichkeiten werden von den Anbieterfirmen kontinuierlich betreut. Dauerhaft eingerichtete Abstellflächen innerhalb des „Äußeren Sperrrings“ werden für den Zeitraum des Oktoberfests deaktiviert, ebenso die Abstellfläche in der Heimeranstraße zur Freihaltung des Rettungsweges.
Übersichtskarte zur Mikromobilität während des Oktoberfest (Grafik: MOR)
Zwischen 17 und 6 Uhr ist zudem das Parken und Ausleihen in einem erweiterten Radius von bis zu einem Kilometer um den „Äußeren Sperrring“ nicht möglich beziehungsweise nicht erlaubt. Davon betroffen sind etwa Teile des Westends, das Bahnhofsviertel sowie die Sonnenstraße zwischen Sendlinger Tor und Stachus. Bereits bestehende Parkverbote in Grünanlagen und Parks bleiben bestehen. Das Abstellen auf den Abstellflächen ist jedoch ganztägig möglich. Die Anbieterfirmen haben zugesagt, sämtliche Maßnahmen umzusetzen und mit zusätzlichem Personal zu unterstützen. Fahrzeuge im Umfeld der Theresienwiese werden regelmäßig entfernt. Außerdem stehen die Anbieter rund um die Uhr für Rückmeldungen und bei Problemen bereit. Eine Übersicht aller Anbieter mit Kontaktdaten gibt es unter muenchenunterwegs.de/mobilitaetsanbieter. Um alkoholisiertes Fahren möglichst zu verhindern, werden die Anbieterfirmen dem Ausleihvorgang in ihren Apps zudem ein Reaktionsspiel vorschalten. Eine Ausleihe zwischen 15 und 6 Uhr des Folgetages ist nur möglich, wenn der Reaktionstest bestanden wurde. Nutzer*innen sollen so sensibilisiert werden, dass für E-Tretroller die gleichen Promillegrenzen wie beim Autofahren gelten. Verstöße können empfindliche Strafen nach sich ziehen. Alle Sonderregelungen während der Wiesn und eine Übersichtskarte gibt es unter muenchenunterwegs.de/oktoberfest. Vorbeugender Brand- und Gefahrenschutz Der Vorbeugende Brand- und Gefahrenschutz der Branddirektion prüft alle baulichen Änderungen und Neubauten auf dem Festgelände brandschutztechnisch. In diesem Jahr wurden mit Bartls Flößerstadl und Bodo‘s Cafézelt zwei neu errichtete Zelte auf dem Gelände genehmigt. In der Regel führen die Mitarbeitenden der Branddirektion vorab ein Beratungsgespräch mit den Betreiber*innen, denn die sehr begrenzte räumliche Situation auf dem Festgelände ist eine Herausforderung für Planende und Feuerwehr. Bereits zwei Wochen vor Wiesn-Beginn startet die Branddirektion mit der Begehung der Festzelte, sodass Mängel an den Zelten und der Bestuhlung frühzeitig festgestellt werden. Auch wenn die meisten Zelte traditionell ihr gewohntes Erscheinungsbild behalten, ändern sich jährlich Details. Zentral ist die Frage, ob die Rettungswege für alle Anwesenden gut nutzbar sind und die Einsatzkräfte im Notfall schnell und effektiv tätig werden können. Zuverlässigkeit des Wiesn-Bewachungspersonals Das KVR prüft die Zulassung des Bewachungspersonals und die Erfüllung der Voraussetzungen für einen Einsatz auf dem Oktoberfest. Anschließend übermittelt es die Daten an die Polizei. Sobald die Polizei bestätigt, dass keine Sicherheitsbedenken gegen einen Einsatz der jeweiligen Person bestehen, erstellt das Kreisverwaltungsreferat die Akkreditierung in Form des Ordnerausweises. Jede Ordnungsdienstkraft muss ihren Ausweis jederzeit sichtbar auf dem äußersten Kleidungsstück tragen. Das Gewerbeamt überwacht die Einhaltung der Regeln während des Festbetriebs und stellt durch Kontrollen sicher, dass ausschließlich zugelassenes Wachpersonal tätig wird. Sanitätsstation im Servicezentrum Die Sanitätsstation im Servicezentrum ist rund um die Uhr geöffnet. Vor Ort können bei Bedarf 20 Überwachungsbetten belegt werden, die von bis zu zehn Mitarbeitenden der Sanitätsstation und einer Ärztin oder einem Arzt betreut werden. Zur Entlastung der Notaufnahmen der Münchner Kliniken und um Notfalltransporte durch den Rettungsdienst zu reduzieren, wird es auf der Sanitätsstation erneut einen mobilen Computertomographen (CT) geben. Damit können Ärzt*innen und Sanitäter*innen direkt vor Ort eine noch genauere Diagnose stellen und entscheiden, ob verletzte Besucher*innen nach der Erstversorgung in einer Klinik behandelt werden müssen. Das mobile CT-Gerät betreibt die Aicher Ambulanz Union, deren Mitarbeitende auf dem Oktoberfest die medizinische Versorgung sicherstellen. Die Aicher Ambulanz eröffnet in diesem Jahr außerdem eine zweite Sanitätsstation am Familienplatzl, um die Zugriffszeiten in den weiter vom Servicezentrum entfernten Bereichen zu verkürzen. Außerdem setzt der Sanitätsdienst erstmals zwei Laborgeräte ein, um verschiedene Blutwerte direkt auf dem Festgelände zu erheben.

Fakten

  • Die Stadt München hat für das Oktoberfest 2026 umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen getroffen.
  • Das Kreisverwaltungsreferat (KVR) verfügt über insgesamt rund 240 Mitarbeitende, die auf dem Festgelände und dessen Umgriff vertreten sind.
  • Die Stadt München hat ein umfangreiches Verkehrskonzept für das Oktoberfest eingeführt, um die Sicherheit der Besucher zu erhöhen und die Verkehrssituation rund um das Festgelände zu verbessern.
  • Für den Oktoberfest gibt es spezielle Vorgaben für geteilte E-Tretroller und Fahrräder, wie z.B. ein Fahr- und Parkverbot innerhalb des "Äußeren Sperrrings".
  • Die Branddirektion prüft alle baulichen Änderungen und Neubauten auf dem Festgelände brandschutztechnisch.
  • Das KVR überwacht die Einhaltung der Regeln während des Festbetriebs und stellt sicher, dass ausschließlich zugelassenes Wachpersonal tätig wird.
  • Die Sanitätsstation im Servicezentrum ist rund um die Uhr geöffnet und bietet eine mobile Computertomographie (CT) für eine genauere Diagnose.
  • Das Oktoberfest 2026 findet vom 17. bis zum 5. Oktober statt.
  • Die Schwanthalerstraße westlich der Theresienhöhe wird von montags bis freitags ab 16 Uhr, samstags und am ersten Wiesn-Sonntag ab 10 Uhr, an den beiden anderen Sonntagen ab 15.30 Uhr durch Fahrzeugsicherheitsbarrieren gesperrt.
  • Das Wiesn-Fundbüro befindet sich nun neben dem Oktoberfestgelände im Deutschen Museum – Verkehrszentrum (Am Bavariapark 5).
  • Es gibt keine Parkmöglichkeiten für Autos rund um das Wiesn-Gelände.
  • Die Polizei führt einzelfallbezogene sowie stichprobenartige Kontrollen durch, um Verstöße gegen die Sicherheitsregeln zu verhindern.
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