Gemeinsam die Zukunft eines neuen Medizinquartiers rund um das Uniklinikum gestalten
Rund um das Universitätsklinikum Augsburg könnte in den kommenden Jahren ein Medizinquartier mit großer Bedeutung für die gesamte Region entstehen. Damit diese Entwicklung frühzeitig, abgestimmt und über Gemeindegrenzen hinweg gestaltet werden kann, möchte Landrat Martin Sailer einen gemeinsamen Planungsprozess anstoßen. Mit einer Expertenwerkstatt sollen zentrale Zukunftsfragen rund um den Universitätsmedizinstandort Augsburg und sein räumliches Umfeld gemeinsam in den Blick genommen werden. Denn die Entwicklung des Universitätsklinikums reicht weit über die Grenzen des eigentlichen Klinikgeländes hinaus. Sie betrifft die Stadt Augsburg ebenso wie die angrenzenden Kommunen und berührt zahlreiche Zukunftsthemen: von Stadtentwicklung und Städtebau sowie Freiraumentwicklung über Mobilität und Infrastruktur bis hin zu Klimaresilienz und interkommunaler Zusammenarbeit. „Das Universitätsklinikum Augsburg ist weit mehr als ein herausragender medizinischer Standort. Es ist ein bedeutender Entwicklungsanker für die gesamte Region. Jetzt haben wir die Chance, die Zukunft dieses Umfelds gemeinsam zu gestalten und frühzeitig die richtigen Weichen zu stellen“, sagt Landrat Martin Sailer.
Die Initiative knüpft an einen gemeinsamen Austausch auf Einladung von Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Florian Freund im Augsburger Rathaus an. An diesem Gespräch hatten neben der Stadt Augsburg die Städte Neusäß und Stadtbergen, das Bezirkskrankenhaus Schwaben sowie der Landkreis Augsburg teilgenommen. Dabei wurde deutlich: Die langfristige Entwicklung des Universitätsmedizinstandorts kann nur im engen Zusammenspiel der betroffenen Kommunen, Institutionen und Planungsträger gelingen. Landrat Sailer hat deshalb vorgeschlagen, die bisherigen Gespräche in einen strukturierten und fachübergreifenden Prozess zu überführen. Dabei sollen die künftige Entwicklung des Universitätsmedizinstandorts Augsburg und seines Umfelds ganzheitlich betrachtet sowie relevante Rahmenbedingungen und Entwicklungsperspektiven gemeinsam erörtert werden. Ziel ist es, unterschiedliche Sichtweisen frühzeitig zusammenzuführen und eine gemeinsame Grundlage für die weiteren Planungen zu schaffen. „Es geht ausdrücklich darum, nicht erst dann miteinander zu sprechen, wenn konkrete Planungen bereits auf dem Tisch liegen“, betont Sailer. „Wir wollen die unterschiedlichen Anforderungen und Interessen frühzeitig zusammenbringen und gemeinsam eine Vorstellung davon entwickeln, wie sich dieser bedeutende Standort und sein Umfeld langfristig entwickeln sollen.“
Neben den bislang beteiligten Kommunen und Institutionen sollen unter anderem Vertreterinnen und Vertreter des Universitätsklinikums Augsburg, des Staatlichen Bauamts Augsburg, der Architekten- und Ingenieurkammern, der Planungsverbände, der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH sowie weiterer betroffener Fachinstitutionen in den Prozess eingebunden werden. In einem ersten gemeinsamen Abstimmungsgespräch im Herbst sollen die Ziele und der Teilnehmerkreis der Expertenwerkstatt sowie deren organisatorische, zeitliche und finanzielle Rahmenbedingungen konkretisiert werden. Auch die Frage, wie der Prozess organisatorisch verankert und finanziert werden kann, soll dabei gemeinsam erörtert werden. Die Ergebnisse der Expertenwerkstatt, die im kommenden Frühjahr stattfinden soll, könnten anschließend in einem Weißbuch gebündelt werden. Dieses soll als fachliche und strategische Grundlage für einen städtebaulichen und landschaftsplanerischen Ideen- und Realisierungswettbewerb dienen. Darauf aufbauend könnten ein städtebaulicher Rahmenplan und die notwendigen Bauleitplanungen entwickelt werden. Für Landrat Martin Sailer steht dabei vor allem eines im Mittelpunkt: „Die Zukunft des Universitätsmedizinstandorts Augsburg ist eine gemeinsame Zukunftsaufgabe für unsere Region. Wenn wir die Chance jetzt nutzen, gemeinsam über Gemeinde- und Institutionsgrenzen hinweg zu planen, können wir eine Entwicklung anstoßen, die weit über das Universitätsklinikum hinaus Wirkung entfaltet.“
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Fakten
- Die Zukunft des Medizinquartiers um das Uniklinikum Augsburg wird gemeinsam gestaltet.
- Ein Medizinquartier mit großer Bedeutung für die gesamte Region entstehen könnte.
- Der Landrat Martin Sailer möchte einen gemeinsamen Planungsprozess anstoßen.
- Eine Expertenwerkstatt soll zentrale Zukunftsfragen rund um den Universitätsmedizinstandort Augsburg und sein räumliches Umfeld gemeinsam betrachten.
- Die Entwicklung des Universitätsklinikums reicht weit über die Grenzen des eigentlichen Klinikgeländes hinaus.
- Die Stadt Augsburg ebenso wie die angrenzenden Kommunen berührt zahlreiche Zukunftsthemen: von Stadtentwicklung und Städtebau bis hin zu Freiraumentwicklung, Mobilität und Infrastruktur.
- Das Universitätsklinikum Augsburg ist ein bedeutender Entwicklungsanker für die gesamte Region.
- Die langfristige Entwicklung des Universitätsmedizinstandorts kann nur im engen Zusammenspiel der betroffenen Kommunen, Institutionen und Planungsträger gelingen.
- Die Zukunft des Universitätsmedizinstandorts Augsburg ist eine gemeinsame Zukunftsaufgabe für unsere Region.
- Der Landkreis Augsburg
- Augsburg
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