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Warum Gemeindearchive so besonders sind – und weshalb sie bewahrt werden müssen

Was heute in den Gemeinden entsteht, kann schon morgen ein wichtiges Zeugnis ihrer Geschichte sein. Gemeindearchive bewahren deshalb weit mehr als alte Akten, Urkunden und Bände: Sie dokumentieren, wie sich Orte entwickelt haben, wie Menschen zusammenlebten und welche politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entscheidungen das Leben vor Ort geprägt haben.
Viele Menschen hatten noch nie Gelegenheit, ein Archiv persönlich zu besuchen und denken deshalb vielleicht zunächst an dunkle Keller, Staub und endlose Regale. Tatsächlich sind Archive jedoch unverzichtbare Wissensspeicher. Sie sichern die historische Überlieferung einer Kommune und machen Entwicklungen und Entscheidungen auch für kommende Generationen nachvollziehbar. „Die Bezeichnung Archiv geht auf das griechische Wort archeíon zurück, das unter anderem Regierungs- oder Amtsgebäude bezeichnete“, erläutert Dr. Thomas Engelke, Direktor des Staatsarchivs Augsburg. Über das spätlateinische archivum entwickelte sich daraus im 15. Jahrhundert das Wort „Archiv“, das bis heute verwendet wird. Schon früh erkannten die Menschen damit die Bedeutung der dauerhaften Aufbewahrung wichtiger Unterlagen.
In den Archiven sind vielfach einzigartige Bestände überliefert, die einen unmittelbaren Einblick in vergangene Epochen ermöglichen. Allerdings ist diese Überlieferung nicht selbstverständlich: Kriege, Brände, Umweltkatastrophen, aber auch unsachgemäße Lagerung haben immer wieder dazu geführt, dass wertvolle Archivalien unwiederbringlich verloren gingen. „Umso wichtiger ist es, die Urkunden, Bände und Akten, die heute in den Gemeindearchiven des Landkreises Augsburg aufbewahrt werden, dauerhaft zu erhalten. Es sind einzigartige Zeugnisse unserer Geschichte – Unikate, die nirgendwo anders zu finden sind“, betont Landrat Martin Sailer. „Wer Archive pflegt und ihre Bestände sichert, bewahrt damit nicht nur die Vergangenheit. Er schafft auch die Grundlage dafür, dass kommende Generationen nachvollziehen können, wie sich unsere Gemeinden entwickelt haben und wo ihre Wurzeln liegen.“
Für die fachliche Beratung der Kommunen, in denen kein hauptamtlicher Archivar tätig ist, gibt es nach dem Bayerischen Archivgesetz Archivpflegerinnen und Archivpfleger. Sie werden von der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns in Abstimmung mit dem jeweiligen Landkreis bestellt und unterstützen die Gemeinden unter anderem bei der fachgerechten Sicherung und Erhaltung ihrer Archivbestände. Für den Landkreis Augsburg übernimmt diese wichtige Aufgabe weiterhin die Historikerin Dr. Claudia Ried. Ihre Amtszeit als Archivpflegerin wurde nun im Rahmen einer kleinen Feierstunde verlängert. „Ich freue mich sehr über meine Wiederbestellung und die damit verbundenen Herausforderungen“, sagt Ried. „Der langfristige Erhalt der kommunalen Archivbestände ist für mich eine äußerst reizvolle Aufgabe. In ihnen finden sich nicht nur Informationen über das Zusammenleben der Menschen vor Ort, sondern auch wertvolle Zeugnisse der wirtschaftlichen, politischen und rechtlichen Entwicklung unserer Gemeinden.“ Damit leistet die Archivpflege einen wichtigen Beitrag dazu, dass die Geschichte der Städte, Märkte und Gemeinden im Landkreis Augsburg auch künftig erhalten, erforscht und verstanden werden kann.

Fakten

  • Die Bezeichnung Archiv geht auf das griechische Wort archeíon zurück, das unter anderem Regierungs- oder Amtsgebäude bezeichnet.
  • Das Wort "Archiv" entwickelte sich im 15. Jahrhundert aus dem spätlateinischen archivum.
  • Kriege, Brände, Umweltkatastrophen und unsachgemäße Lagerung haben dazu geführt, dass wertvolle Archivalien unwiederbringlich verloren gingen.
  • Die Urkunden, Bände und Akten in den Gemeindearchiven des Landkreises Augsburg sind einzigartige Zeugnisse unserer Geschichte – Unikate, die nirgendwo anders zu finden sind.
  • Wer Archive pflegt und ihre Bestände sichert, bewahrt damit nicht nur die Vergangenheit. Er schafft auch die Grundlage dafür, dass kommende Generationen nachvollziehen können, wie sich unsere Gemeinden entwickelt haben und wo ihre Wurzeln liegen.
  • Für den Landkreis Augsburg übernimmt die Historikerin Dr. Claudia Ried die wichtige Aufgabe der fachgerechten Sicherung und Erhaltung ihrer Archivbestände.
  • Die Amtszeit als Archivpflegerin von Dr. Claudia Ried wurde nun im Rahmen einer kleinen Feierstunde verlängert.
  • Der langfristige Erhalt der kommunalen Archivbestände ist für Dr. Claudia Ried eine äußerst reizvolle Aufgabe.
  • Die Geschichte der Städte, Märkte und Gemeinden im Landkreis Augsburg kann künftig erhalten, erforscht und verstanden werden, wenn die Archive pflegt werden.
  • Der Landkreis Augsburg ist in Deutschland zu finden.
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