Stadt setzt Erinnerungszeichen für NS-Opfer Anna Paroubek
Die Stadt erinnert mit einem Erinnerungszeichen an Anna Paroubek, die als Jüdin von den Nationalsozialisten verfolgt und nach Theresienstadt deportiert wurde. Am Dienstag, 15. September, findet um 17 Uhr eine Gedenkveranstaltung im Kulturzentrum Guardini90, Guardinistraße 90, statt. Anschließend wird um 18.15 Uhr das Erinnerungszeichen an ihrem ehemaligen Wohnort in der Großhaderner Straße 18 angebracht. Stadträtin Nimet Gökmenoğlu (Die Grünen – Rosa Liste Stadtratsfraktion) spricht in Vertretung des Oberbürgermeisters im Rahmen der Gedenkveranstaltung. Angehörige von Anna Paroubek erinnern an ihr Leben. Anna Paroubek wurde 1870 in Czellechowitz, heute Teil der tschechischen Stadt Stochov, geboren und zog noch vor der Jahrhundertwende nach München. 1921 zog sie mit ihrer Familie nach Großhadern. Nach dem Tod ihres Mannes lebte sie in der damaligen Heiglstraße 32. Mit Beginn der NS-Herrschaft wurde Paroubek zunehmend ausgegrenzt. Am 23. Juli 1942 deportierte die Gestapo sie in das Ghetto Theresienstadt. Dort starb sie am 15. September 1943 im Alter von 73 Jahren an den unmenschlichen Lebensbedingungen. Weitere Informationen finden sich unter https://www.erinnerungszeichen.de/aktuelles/veranstaltungen/Erinnerungszeichen-für-Anna-Paroubek.html. Erinnerungszeichen werden seit 2018 an Orten angebracht, an denen Menschen lebten, die von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden. Die vergoldeten Zeichen erinnern mit Lebensdaten, Angaben zum Schicksal und falls vorhanden einem Bild an die Verfolgten. (Siehe auch unter Terminhinweise)
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Fakten
- Anna Paroubek wurde 1870 in Czellechowitz, heute Teil der tschechischen Stadt Stochov, geboren.
- Anna Paroubek zog noch vor der Jahrhundertwende nach München.
- 1921 zog sie mit ihrer Familie nach Großhadern.
- Mit Beginn der NS-Herrschaft wurde Paroubek zunehmend ausgegrenzt.
- Am 23. Juli 1942 deportierte die Gestapo sie in das Ghetto Theresienstadt.
- Dort starb sie am 15. September 1943 im Alter von 73 Jahren an den unmenschlichen Lebensbedingungen.
- Erinnerungszeichen werden seit 2018 an Orten angebracht, an denen Menschen lebten, die von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden.
- Die vergoldeten Zeichen erinnern mit Lebensdaten, Angaben zum Schicksal und falls vorhanden einem Bild an die Verfolgten.
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