Stadtanalyse „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ veröffentlicht
Die Analyse kann unter www.wiesbaden.de/statistik (Öffnet in einem neuen Tab) im Publikationsbereich kostenfrei heruntergeladen werden, konkret unter www.wiesbaden.de/leben-wohnen/stadtportraet/daten-fakten/publikationen (Öffnet in einem neuen Tab).
Die Innenstadt steht unter Anpassungsdruck durch Digitalisierung, veränderte Konsum- und Mobilitätsgewohnheiten, demografischen Wandel und die Folgen der Corona-Pandemie. Im Rahmen des ZIZ-Bundesprogramms wurden im Historischen Fünfeck Maßnahmen durch das Citymanagement umgesetzt. Das Amt für Statistik und Stadtforschung begleitete diese wissenschaftlich und punktuell mit Betriebs- und Passantenbefragungen sowie Passantenfrequenzdaten. Die Stadtanalyse stellt den Endbericht zu dieser Begleitung dar.
Die Ergebnisse zeigen, dass der stationäre Einzelhandel weiterhin Hauptbesuchsgrund der Innenstadt ist. Online-Handel und verändertes Konsumverhalten verändern jedoch die ökonomischen Rahmenbedingungen der Betriebe. Insgesamt bewerten Betriebe die Standortfaktoren ambivalent: Kommunale Gebühren und Abgaben, Nachfrage und Frequentierung sowie Arbeitskräfteverfügbarkeit werden als Belastung wahrgenommen. Verkehrs- und ÖPNV‑Anbindung werden vergleichsweise positiv beurteilt. Branchenübergreifend werden insbesondere niedrigere Mieten, mehr Sauberkeit und ein verbessertes Sicherheitsgefühl als zentrale Voraussetzungen einer langfristig tragfähigen Geschäftsgrundlage genannt.
Auch die Ergebnisse der Passantenbefragung zeigen verändernde Nutzungs- und Kaufgewohnheiten. Der stationäre Einkauf von Waren des täglichen Bedarfs nimmt ab, während Online‑Einkäufe zunehmen. Gleichzeitig bleibt die Innenstadt ein relevanter Ort für den Kauf langlebiger Konsumgüter, Gastronomie, Spaziergänge sowie Kultur‑ und Freizeitangebote. Positiv hervorgehoben werden Bequemlichkeit und Erreichbarkeit, Preis‑Leistungs‑Verhältnis sowie Beratung und Qualität. Zusätzliche Angebote in Gastronomie, Kunst und Kultur, Sport und Spiel sowie konsumfreie Aufenthaltsorte werden gewünscht.
Die Wahrnehmung von Atmosphäre und Aufenthaltsqualität wird insgesamt ambivalent bewertet, hat sich im Zeitvergleich aber moderat verbessert. Die Innenstadt wird eher als schön und sicher wahrgenommen. Gleichzeitig bleiben Lautstärke und Sauberkeit kritische Punkte. Insbesondere unter 18-Jährige und über 55-Jährige berichten von einem geringeren Wohlbefinden und unterstreichen den Bedarf an altersgerechten, konsumfreien Aufenthaltsräumen.
Die Analyse der Passantenfrequenzen zeigt einen leichten Rückgang von 10,1 Millionen Besucherinnen und Besuchern im Mai 2023 auf 9,5 Millionen im Mai 2025, bei zugleich unterschiedlichen Besucherströmen innerhalb der Innenstadt. Die Fußgängerzone bleibt frequenzstark, während das Innere Westend in bestimmten Tageszeiten eine ähnlich hohe oder höhere Frequentierung aufweist. Es sollte für eine ganzheitliche Innenstadtentwicklung stärker berücksichtigt werden.
Aus den Kernergebnissen leitet der Bericht sechs Handlungsfelder ab: Evidenzbasierte Analysen, Einzelhandel und Gastronomie, konsumfreie Aufenthaltsorte, Sauberkeit und Aufenthaltsqualität, Verkehr und Erreichbarkeit sowie begleitende Kommunikation und Imagearbeit. Erforderlich ist laut der Analyse eine integrierte Innenstadtentwicklung, die diese Handlungsfelder zusammenführt und auf einer verstetigten, methodisch belastbaren Beobachtung der Innenstadtentwicklung basiert.
Fragen zur Analyse beantwortet das Amt für Statistik und Stadtforschung unter (0611) 315691 und amt-fuer-statistik-und-stadtforschungwiesbadende.
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Herausgeber dieser Pressemitteilung ist das Pressereferat der Landeshauptstadt Wiesbaden, Schlossplatz 6, 65183 Wiesbaden, pressereferatwiesbadende. Bürgerinnen und Bürger können sich bei Fragen an das zuständige Dezernat oder Amt wenden.
Hier finden Sie den kompletten Artikel:
Fakten
- Die Stadtanalyse „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ wurde veröffentlicht.
- Die Analyse kann unter www.wiesbaden.de/statistik heruntergeladen werden.
- Die Innenstadt steht unter Anpassungsdruck durch Digitalisierung, veränderte Konsum- und Mobilitätsgewohnheiten, demografischen Wandel und die Folgen der Corona-Pandemie.
- Das Amt für Statistik und Stadtforschung begleitete diese Maßnahmen wissenschaftlich und punktuell mit Betriebs- und Passantenbefragungen sowie Passantenfrequenzdaten.
- Die Stadtanalyse stellt den Endbericht zu dieser Begleitung dar.
- Der stationäre Einzelhandel ist weiterhin Hauptbesuchsgrund der Innenstadt.
- Online-Handel und verändertes Konsumverhalten verändern jedoch die ökonomischen Rahmenbedingungen der Betriebe.
- Betriebe bewerten Standortfaktoren ambivalent: Kommunale Gebühren und Abgaben, Nachfrage und Frequentierung sowie Arbeitskräfteverfügbarkeit werden als Belastung wahrgenommen.
- Verkehrs- und ÖPNV-Anbindung wird vergleichsweise positiv beurteilt.
- Branchenübergreifend werden insbesondere niedrigere Mieten, mehr Sauberkeit und ein verbessertes Sicherheitsgefühl als zentrale Voraussetzungen einer langfristig tragfähigen Geschäftsgrundlage genannt.
- Die Passantenbefragung zeigt verändernde Nutzungs- und Kaufgewohnheiten.
- Der stationäre Einkauf von Waren des täglichen Bedarfs nimmt ab, während Online-Einkäufe zunehmen.
- Gleichzeitig bleibt die Innenstadt ein relevanter Ort für den Kauf langlebiger Konsumgüter, Gastronomie, Spaziergänge sowie Kultur- und Freizeitangebote.
- Positiv hervorgehoben werden Bequemlichkeit und Erreichbarkeit, Preis-Leistungs-Verhältnis sowie Beratung und Qualität.
- Zusätzliche Angebote in Gastronomie, Kunst und Kultur, Sport und Spiel sowie konsumfreie Aufenthaltsorte werden gewünscht.
- Die Wahrnehmung von Atmosphäre und Aufenthaltsqualität wird insgesamt ambivalent bewertet, hat sich im Zeitvergleich aber moderat verbessert.
- Die Innenstadt wird eher als schön und sicher wahrgenommen.
- Gleichzeitig bleiben Lautstärke und Sauberkeit kritische Punkte.
- Insbesondere unter 18-Jährigen und über 55-Jährigen berichten von einem geringeren Wohlbefinden und unterstreichen den Bedarf an altersgerechten, konsumfreien Aufenthaltsräumen.
- Die Analyse der Passantenfrequenzen zeigt einen leichten Rückgang von 10,1 Millionen Besucherinnen und Besuchern im Mai 2023 auf 9,5 Millionen im Mai 2025.
- Die Fußgängerzone bleibt frequenzstark, während das Innere Westend in bestimmten Tageszeiten eine ähnlich hohe oder höhere Frequentierung aufweist.
- Es sollte für eine ganzheitliche Innenstadtentwicklung stärker berücksichtigt werden.
- Aus den Kernergebnissen leitet der Bericht sechs Handlungsfelder ab: Evidenzbasierte Analysen, Einzelhandel und Gastronomie, konsumfreie Aufenthaltsorte, Sauberkeit und Aufenthaltsqualität, Verkehr und Erreichbarkeit sowie begleitende Kommunikation und Imagearbeit.
- Erforderlich ist laut der Analyse eine integrierte Innenstadtentwicklung, die diese Handlungsfelder zusammenführt und auf einer verstetigten, methodisch belastbaren Beobachtung der Innenstadtentwicklung basiert.
- Fragen zur Analyse beantwortet das Amt für Statistik und Stadtforschung unter (0611) 315691 und amt-fuer-statistik-und-stadtforschungwiesbadende.
- Die Stadt Wiesbaden ist die Location der Innenstadtanalyse.
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