Eichenprozessionsspinner im Naherholungsgebiet am Langwieder See gesichtet
Eichenprozessionsspinner im Naherholungsgebiet am Langwieder See gesichtet Anfrage Stadtrats-Mitglieder Alexandra Gaßmann, Sebastian Kriesel und Sebastian Schall (CSU-Stadtratsfraktion) vom 24.6.2026
Antwort Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek:
Sie stellten aufgrund der Sichtungen des Eichenprozessionsspinners im Naherholungsgebiet am Langwieder See eine Reihe mit diesem Sachverhalt zusammenhängender Fragen an Herrn Oberbürgermeister Krause.
Herr Oberbürgermeister Krause hat mir Ihre Fragen zur Beantwortung zugeleitet.
Dazu teile ich Ihnen unter Berücksichtigung der Stellungnahme des Baureferats Folgendes mit:
Frage 1: Welche Maßnahmen zur Beseitigung des Eichenprozessionsspinners am Langwieder See wurden eingeleitet?
Antwort: Das Baureferat ist zuständig für den Unterhalt und Betrieb des Bade- und Erholungsgeländes „Langwieder Seenplatte“.
Bei den regelmäßigen Baumkontrollen durch das Baureferat ergab sich am Dienstag, 26.5.2026, der Verdacht auf einen Eichenprozessionsspinnerbefall. Der Befall wurde vom Gesundheitsreferat bestätigt.
Ein vom Baureferat beauftragtes Fachunternehmen hat die Raupen und Nester am Donnerstag, 28.5.2026, mittels Absaugtechnik beseitigt.
Seither erfolgen vor Ort regelmäßige Nachkontrollen – nicht nur an den Befallsstellen, sondern im ganzen Badegelände. Ein weiterer Befall wurde seither nicht festgestellt.
Frage 2: Welche Maßnahmen wurden ergriffen, die Badegäste und Erholungssu- chenden zu schützen. Welche, um die Nachbarschaft zu schützen? Antwort: Die betroffenen Bereiche wurden durch das Baureferat in Abstimmung mit dem Gesundheitsreferat sofort abgesperrt. Die Besucher*innen des Badegeländes wurden durch angebrachte Hinweisschilder auf die im Bereich der Befallsstellen bestehenden Gefahren hingewiesen.
Frage 3: Welche Bereiche sind gesperrt worden?
Antwort: Folgende Bereiche der Befallsstellen mussten abgesperrt werden: - am Zugang zum Badegelände an der Goteboldstraße - in einem naturnahen, gehölzbestandenen Bereich östlich vom Lußsee - an einem Baum im Bereich einer Liegewiese am Nordufer des Lußsees
Frage 4: Wie wird die umliegende Nachbarschaft aufgeklärt und auf weitere Vorkommen sensibilisiert?
Antwort: Das Gesundheitsreferat hat die Informationen auf der stadteigenen Webseite (https://stadt.muenchen.de/service/info/geschaftsbe-reich-recht-und-kreisverwaltungsaufgaben/10366312/) aktualisiert und erweitert. Es wurden Informationen zum Verhalten beim Auffinden eines Nestes und für den Fall eines Kontaktes mit einer Raupe bzw. dem Nest eingefügt. Außerdem wurde die ausführliche Seite des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit detaillierten und umfassenden Informationen zum Eichenprozessionsspinner verlinkt.
Frage 5: Wird es eine münchenweite Informationskampagne geben, um auf den Eichenprozessionsspinner aufmerksam zu machen und die gefährlichen Folgen zu sensibilisieren?
Antwort: Das Gesundheitsreferat hat den Internetauftritt der Landeshauptstadt München, wie unter der Antwort auf Frage 4 erläutert, mit zusätzlichen Informationen über den Eichenprozessionsspinner erweitert und passende Links eingefügt, um über Aussehen des Tieres und die gesundheitsschädliche Wirkung aufzuklären. Das LGL informiert auf seiner Homepage umfas-send über die Thematik und weist mit entsprechenden Links auf weitergehende Informationsquellen hin. Eine weitere Informationskampagne ist aus Sicht des Gesundheitsreferats aufgrund der bereits bestehenden Informationsmöglichkeiten und der Berichterstattung in den Medien weder erforderlich noch verhältnismäßig.
Um Kenntnisnahme der vorstehenden Ausführungen wird gebeten. Ich gehe davon aus, dass die Angelegenheit damit abgeschlossen ist.
Hier finden Sie den kompletten Artikel:
Fakten
- Der Eichenprozessionsspinner wurde im Naherholungsgebiet am Langwieder See gesichtet.
- Die Anfrage wurde vom Stadtrats-Mitglieder Alexandra Gaßmann, Sebastian Kriesel und Sebastian Schall (CSU-Stadtratsfraktion) vom 24.6.2026 gestellt.
- Der Eichenprozessionsspinner wurde am Dienstag, 26.5.2026, während regelmäßiger Baumkontrollen durch das Baureferat entdeckt.
- Ein Fachunternehmen hat die Raupen und Nester am Donnerstag, 28.5.2026, mittels Absaugtechnik beseitigt.
- Die betroffenen Bereiche wurden durch das Baureferat in Abstimmung mit dem Gesundheitsreferat sofort abgesperrt.
- Folgende Bereiche der Befallsstellen mussten abgesperrt werden: am Zugang zum Badegelände an der Goteboldstraße, in einem naturnahen, gehölzbestandenen Bereich östlich vom Lußsee und an einem Baum im Bereich einer Liegewiese am Nordufer des Lußsees.
- Das Gesundheitsreferat hat die Informationen auf der stadteigenen Webseite aktualisiert und erweitert.
- Die ausführliche Seite des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit detaillierten und umfassenden Informationen zum Eichenprozessionsspinner verlinkt wurde.
- Eine münchenweite Informationskampagne ist aus Sicht des Gesundheitsreferats aufgrund der bereits bestehenden Informationen und der Berichterstattung in den Medien nicht erforderlich oder verhältnismäßig.
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