Vorbereitung auf Betreiberwechsel: DB Regio Südost übernimmt ab Ende August ausgewählte Fahrten der RB 110
Im Hinblick auf den Betreiberwechsel auf der Regionalbahnlinie RB 110 zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026 übernimmt DB Regio Südost bereits ab dem 31. August 2026 ausgewählte Zugleistungen zwischen Leipzig und Grimma. Die vorgezogene Übernahme einzelner Fahrten dient der schrittweisen Vorbereitung auf den künftigen Regelbetrieb. Zum Einsatz kommen dabei neue batterieelektrische Triebfahrzeuge des Typs Siemens Mireo Plus B.
© Siemens Mobility
An den Verkehrstagen Montag bis Freitag übernimmt DB Regio Südost insgesamt acht Zugfahrten zwischen Leipzig Hauptbahnhof – Grimma oberer Bahnhof:
Leipzig Hbf → Grimma ob Bf
Zug 27710 (06:14 Uhr ab Leipzig Hbf)
Zug 27732 (14:14 Uhr ab Leipzig Hbf)
Zug 27740 (16:14 Uhr ab Leipzig Hbf)
Zug 27748 (18:14 Uhr ab Leipzig Hbf)
Grimma ob Bf → Leipzig Hbf
Zug 27705 – NEU: 37935 (05:04 Uhr ab Grimma ob Bf)
Zug 27713 (07:04 Uhr ab Grimma ob Bf)
Zug 27735 (15:04 Uhr ab Grimma ob Bf)
Zug 27743 (17:04 Uhr ab Grimma ob Bf)
Die genannten Verbindungen werden vollständig von DB Regio Südost durchgeführt und nicht mehr durch die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB) gefahren.
Reibungsloser Übergang für Fahrgäste
Für Fahrgäste bleibt das Angebot auf den betroffenen Verbindungen weitgehend unverändert. Fahrpreise sowie die im Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV) geltenden Tarif- und Beförderungsbedingungen, etwa zur Fahrradmitnahme, gelten weiterhin. Bei den Fahrzeiten kommt es lediglich zu minimalen Änderungen: Die Abfahrten der DB Regio-Züge in Leipzig erfolgen zur Minute 14 statt zur Minute 13. Änderungen ergeben sich zudem bei einzelnen Serviceangeboten sowie den Zuständigkeiten für Fahrgastinformationen, Kundendialog und betriebliche Hinweise.
Die betroffenen RB-110-Fahrten werden ab dem 31. August 2026 von DB Regio Südost betrieben. Daher erfolgen die fahrtbezogenen Reiseinformationen für diese acht Verbindungen, beispielsweise in den digitalen Auskunftssystemen, im DB Navigator, über Stationsaushänge sowie auf den Bahnsteiganzeigen, durch DB Regio Südost. Auch kurzfristige betriebliche Informationen und die Organisation eines Busnotverkehrs bei ungeplanten Einschränkungen liegen für diese Fahrten in der Verantwortung von DB Regio Südost. Fundsachen werden über den Fundservice der Deutschen Bahn bearbeitet.
Für Gruppenreisen auf der RB 110 bleibt hingegen die Mitteldeutsche Regiobahn weiterhin Ansprechpartner. Gruppen ab 15 Personen werden gebeten, ihre Reise mindestens 14 Tage vor Fahrtantritt über das Servicetelefon unter 0341 231898288 (Ortstarif), das
oder persönlich in einem MRB-Kundencentern anzumelden.
Kontaktformular auf der Website
Der Kundenservice der Mitteldeutschen Regiobahn (MRB) bleibt weiterhin erster Ansprechpartner für allgemeine Fragen rund um die RB 110. Auch Informationen zu geplanten Baustellen, längerfristigen Fahrplanänderungen sowie die Planung und Bestellung von Schienenersatzverkehren (SEV) erfolgen weiterhin durch die MRB.
Fahrgäste erreichen die MRB über die bekannten Kontaktwege auf
oder telefonisch unter 0341 231 898 288.
https://www.mitteldeutsche-regiobahn.de/de/kontakt
Mit dem Start der ersten Fahrten der batterieelektrischen Mireo Plus B-Züge im Fahrgastbetrieb bereiten die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB), DB Regio Südost und der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) den bevorstehenden Betreiberwechsel auf der Linie vor. Die frühzeitige Übernahme ausgewählter Leistungen soll einen reibungslosen Übergang ermöglichen. Ab dem 13. Dezember 2026 wird die bisherige RB 110 als S1 in das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz integriert und durch den City-Tunnel Leipzig bis zur Station Leipzig-Miltitzer Allee verlängert.
Taschenfahrplan RB 110 ab dem 31.08.2026 bis zum 12.12.2026
Das sind die neuen Züge zwischen Leipzig und Grimma
Ab Dezember 2026 fahren batterieelektrische S-Bahn-Züge.
Siemens Mobility hat die neuen Regionalzüge für die S-Bahn Mitteldeutschland vorgestellt. Zur Flotte gehört auch der batteriebetriebene Mireo Plus B, der ab Dezember 2026 auf der Strecke Leipzig–Grimma–Döbeln unterwegs sein soll. Der zweiteilige Triebzug bietet 100 Sitzplätze, großzügige Mehrzweckbereiche und deutlich mehr Raum für Fahrräder. Für mehr Komfort sorgen kostenloses WLAN, ein Familienbereich, barrierefreier Einstieg und ein besonders ruhiges Fahrverhalten. Fahrgäste können ihre Geräte an zahlreichen Steckdosen und USB-Ports laden; an den Vierertischen ist künftig auch kabelloses Laden möglich. Ein Echtzeit-Informationssystem liefert während der Fahrt aktuelle Ankunfts-, Abfahrts- und Anschlussdaten. Zudem verbessert eine spezielle Hochfrequenz-Scheibenlösung den Mobilfunkempfang. Mehr Türen sollen den Fahrgastwechsel beschleunigen und die Pünktlichkeit erhöhen. Mit einer um bis zu 25 Prozent gesteigerten Energieeffizienz gegenüber vergleichbaren Fahrzeugen und hoher Zuverlässigkeit will der Mireo Plus B zu einer klimafreundlicheren Mobilität in der Region beitragen.
DB Regio erhielt Zuschlag für die S-Bahn-Strecke Leipzig-Grimma-Döbeln
Grimma wird ab 2026 an das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz angeschlossen. Die S1 bedient unter anderem die Bahnhöfe Grünau und Plagwitz in Leipzig, die Haltestellen am Leipziger City-Tunnel wie Hauptbahnhof und Bayrischer Bahnhof, die Alte Messe, das Paunsdorf-Center, Borsdorf, Grimma. Großbothen, Tanndorf bis Döbeln. Zum Einsatz kommen Fahrzeuge vom Typ Mireo Plus B von Siemens mit jeweils 100 Sitz- und 169 Stehplätzen.
Im Herbst 2021 konnte ein batteriebetriebener Zug am Grimmaer Bahnhof begrüßt werden. Der ZVNL testete die Strecke.
© Stadt Grimma
Durch die neue Streckenführung der S 1 wird eine Direktverbindung zwischen dem Westen Leipzig bis in den Norden des Landkreises Mittelsachsen mit Ausstiegsmöglichkeiten in der Leipziger Innenstadt geschaffen. Das bedeutet eine deutliche Verbesserung der Nahverkehrsanbindung für die Bewohner der Regionen Grimma und Döbeln, insbesondere für Berufspendler. Bisher wird dieser Streckenabschnitt durch die Linie der Regional-Bahn 110 bedient, die dann in der S1 aufgeht.
Hintergrund
Voraussetzung für die Einbindung des Muldentals in das S-Bahn-Netz ist die Beschaffung von umweltschonenden, batterieelektrischen Schienenfahrzeugen. Zu diesem Zweck hatte der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL)
beschlossen, welche mit Strukturwandel-Fördermitteln 16 batterieelektrische Züge erwerben und an die DB Regio verpachten wird. Dieselbetriebene Züge, wie sie derzeit auf der nichtelektrifizierten Strecke "Leipzig – Grimma – Döbeln" im Einsatz sind, dürfen den City-Tunnel nicht durchfahren.
Ende 2021 die Gründung der "ZVNL Schienenfahrzeug GmbH"
Die Verkehrsverträge laufen vom 13. Dezember 2026 bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2038. Dass die DB Regio AG den Zuschlag für die Betreibung der S-Bahn-Linie "Leipzig-Grimma-Döbeln" erhielt, beschloss die Verbandsversammlung des Zweckverbandes für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) im Juli 2023. Es erfolgte eine
.
europaweite Ausschreibung
Verlauf der S-Bahn-Linie S1 ab 2026.
© ZVNL
S-Bahn: Faktenlage Pro und Kontra
Die Anbindung an das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz ab 2026 bringt einen positiven Image-Effekt mit sich. Denn Orte, die nicht an einen leistungsfähigen ÖPNV angeschlossen sind, werden in der äußeren Wahrnehmung eher als abgehängt wahrgenommen. Grimma ist das letzte Mittelzentrum in der Leipziger Region ohne S-Bahn-Logo auf dem Streckenplan der Bahn. Doch was bedeutet der S-Bahnanschluss für Grimma, was bedeutet das für mi
Positiv zu bewerten ist:
+ die Leipziger Innenstadt ist durch die Anbindung an den City-Tunnel direkt zu erreichen.
+ Um- und Ausstiege in andere S-Bahnlinien auf dem Leipziger Hauptbahnhof sind bequemer
+ Der Fahrplan verrät, dass die S-Bahn fast rund um die Uhr fährt. Das macht die Verbindung für Pendler, Ausflügler und Feierwillige attraktiv.
+ die Zonen-Tarife des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes gelten auch für die S-Bahn-Verbindungen. Es gibt also keinen S-Bahn-Zuschlag oder andere Abweichungen vom Preis.
+ Die modernen Züge fahren mit Strom aus der Batterie. Das ist für die Umwelt gut, spart CO² und mindert den Lärm an der Strecke.
+ Die DB-Regio bedient alle S-Bahn-Linien im Mitteldeutschen Verkehrsnetz. Das Know-How ist gleichzeitig ein Qualitäts- versprechen und steht für Zuverlässigkeit. Zudem ist das Unternehmen auf Grund der Mitarbeitergröße flexibler in der Personalverfügbarkeit.
+ die modernen Triebwagen sind auf die Bedürfnisse der Kundschaft eingestellt. Sie sind größer, haben mehrere Einstiege und bieten mehr Platz für eingeschränkte Menschen, Kinderwägen und Fahrräder.
+ Für Unternehmen ist ein S-Bahn-Anschluss ein wichtiger Standortfaktor.
Dem gegenüber steht:
- die Taktung nach Großbothen beziehungsweise Döbeln wird sich nicht verändern. Es bleibt bei einer stündlichen Weiterfahrt in Richtung Mittelsachsen.
- wählt man den Leipziger Hauptbahnhof als Ziel, ist man rund zehn Minuten länger unterwegs, als wenn man heute in die Bahn nach Leipzig einsteigt. Die längere Fahrzeit kommt zustande, da die südöstlichen Stadtteile sowie die Innenstadt angefahren werden.
Es kommt darauf an, wo man hin möchte. Leipzig-Grünau erreicht man ohne umzusteigen. Am Völkerschlachtdenkmal ist man innerhalb von 30 Minuten. Wesentlich kürzer als im Vergleich zur jetzigen Verbindung. Der S-Bahn-Anschluss ist eine gute Aussicht und ein echter Zugewinn, sei es in der Wahrnehmung oder in der Mobilität. Für Pendler ist die größere Auswahl an Ausstiegs- und Umstiegsmöglichkeiten sehr attraktiv.
Resümee:
Hier finden Sie den kompletten Artikel:
Fakten
- Der Betreiberwechsel auf der Regionalbahnlinie RB 110 wird ab Ende August 2026 beginnen.
- DB Regio Südost übernimmt ausgewählte Fahrten der RB 110 ab dem 31. August 2026.
- Die neue batterieelektrische Triebfahrzeuge des Typs Siemens Mireo Plus B werden zum Einsatz kommen.
- Der zweiteilige Triebzug bietet 100 Sitzplätze, großzügige Mehrzweckbereiche und deutlich mehr Raum für Fahrräder.
- Die neuen Regionalzüge fahren mit Strom aus der Batterie und sind umweltschonend.
- Der S-Bahn-Anschluss an das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz wird ab Dezember 2026 beginnen.
- Grimma wird ab 2026 an das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz angeschlossen.
- Die S1 bedient unter anderem die Bahnhöfe Grünau und Plagwitz in Leipzig, die Haltestellen am Leipziger City-Tunnel wie Hauptbahnhof und Bayrischer Bahnhof.
- Der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) hat beschlossen, 16 batterieelektrische Züge zu erwerben und an die DB Regio zu verpachten.
- Die Verkehrsverträge laufen vom 13. Dezember 2026 bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2038.
- Der S-Bahn-Anschluss bringt einen positiven Image-Effekt mit sich und verbessert die Nahverkehrsanbindung für die Bewohner der Regionen Grimma und Döbeln.
- Die Leipziger Innenstadt ist durch die Anbindung an den City-Tunnel direkt zu erreichen.
- Um- und Ausstiege in andere S-Bahnlinien auf dem Leipziger Hauptbahnhof sind bequemer.
- Der Fahrplan verrät, dass die S-Bahn fast rund um die Uhr fährt.
- Die Zonen-Tarife des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes gelten auch für die S-Bahn-Verbindungen.
- Die modernen Triebwagen sind auf die Bedürfnisse der Kundschaft eingestellt und bieten mehr Platz für eingeschränkte Menschen, Kinderwägen und Fahrräder.
- Für Unternehmen ist ein S-Bahn-Anschluss ein wichtiger Standortfaktor.
- Die Taktung nach Großbothen beziehungsweise Döbeln wird sich nicht verändern.
- Die längere Fahrzeit kommt zustande, da die südöstlichen Stadtteile sowie die Innenstadt angefahren werden.
- Leipzig-Grünau erreicht man ohne umzusteigen.
- Am Völkerschlachtdenkmal ist man innerhalb von 30 Minuten.
- Der S-Bahn-Anschluss ist eine gute Aussicht und ein echter Zugewinn, sei es in der Wahrnehmung oder in der Mobilität.
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