Motorola Razr 70 Ultra im Test: Hochwertiges Lifestyle-Flaggschiff
Chris Hall / Foundry
Auf einen Blick
Pro
Atemberaubendes Design und hochwertige Verarbeitung
Hervorragende Akkulaufzeit
Schnellladefunktion
Hervorragendes Cover-Display-Erlebnis
Kontra
Überladene Software und Verwirrung durch KI
Spärliche Updates
Eingeschränkter Software-Support
Fazit
Das Motorola Razr 70 Ultra zählt weiterhin zu den besten Klapphandys auf dem Markt. Vor allem sein hochwertiges Design und die starke Akkulaufzeit machen es zu einem starken Konkurrenten für das Galaxy Z Flip 8. Der neue Kamerasensor liefert jedoch nicht den erhofften großen Sprung nach vorn, und trotz des höheren Preises fallen die technischen Verbesserungen insgesamt überschaubar aus. Damit bleibt das Razr 70 Ultra ein sehr gutes Foldable – Samsung hat mit dem Galaxy Z Flip 8 jedoch die Chance, die Spitzenposition in dieser Geräteklasse zu übernehmen
Auch wenn hauptsächlich Samsung der Ruhm für faltbare Smartphones gebührt, war Motorola bereits 2019 mit von der Partie, als es das Razr – eine Neuauflage des Razr V3 von 2004 in modernem Design – wieder auf den Markt brachte. Die Entwicklung des Razr 70 Ultra (in den USA heißt es Razr Ultra 2026) beginnt eigentlich schon mit dem Razr 50 Ultra von 2024, da das Design über die letzten drei Generationen hinweg nicht wesentlich verändert wurde.
Die technischen Daten des Razr 70 Ultra sind im Vergleich zum Razr 60 Ultra (Razr Ultra 2025) nahezu gleich geblieben. Gleichzeitig wurde die Auswahl an Farbvarianten reduziert, während das Smartphone teurer geworden ist.
Das macht die Vermarktung etwas schwierig: Besitzer des Razr 60 Ultra werden kaum ein Upgrade in Erwägung ziehen, während die Konkurrenz durch Samsungs Galaxy Z Flip 8 stärker denn je sein dürfte. Doch hier geht es nicht allein um die Technik; Motorola möchte, dass man das Razr 70 Ultra als Lifestyle-Entscheidung betrachtet. Und damit könnte das Unternehmen durchaus richtig liegen.
Design & Verarbeitung
Farbvarianten „Pantone Cocoa“ und „Pantone Orient Blue“
Wasser- und staubgeschützt nach Schutzklasse IP48
7,2 Millimeter dick (im geöffneten Zustand)
Gewicht 199 Gramm
Stellt man das Razr 70 Ultra neben das Galaxy Z Flip 7, wirkt das Samsung-Smartphone mit seinen abgeflachten Kanten etwas kantiger, ist zudem dünner und leichter. Doch während Samsung auf ein industrielles Design setzt, richtet sich Motorola an eine andere Zielgruppe. Der geschwungene Rahmen vermittelt eine weichere Haptik, während die Verwendung von Materialien wie Holzfurnier und Alcantara einzigartig ist. Die Echtholz-Oberfläche sieht großartig aus und fühlt sich hervorragend an, ebenso wie die weiche Alcantara-Oberfläche.
Motorola hat sich den Ruf erarbeitet, bei seinen Smartphones alles andere als Kunststoff und Glas zu verwenden, und dank der fortlaufenden Partnerschaft mit Pantone bleiben uns langweilige Farben erspart. Sie können das Smartphone in „Pantone Cocoa“ und „Pantone Orient Blue“ kaufen.
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Die Schutzklasse IP48 bedeutet, dass das Gerät vor dem Eindringen von Wasser geschützt, jedoch nicht vollständig staubdicht ist. Das heißt, es ist kein Problem, wenn Sie in einen sommerlichen Regenguss geraten; weniger gut wäre es, wenn Sie Ihr Handy an einem Sandstrand fallen lassen.
Das Smartphone fühlt sich solide an, das Scharnier vermittelt ein Gefühl von Stabilität, und ich beherrsche das einhändige Öffnen mittlerweile perfekt. Der Ein-/Aus-Schalter, der gleichzeitig als Fingerabdrucksensor dient, liegt ganz natürlich unter meinem Daumen und ermöglicht so ein schnelles Entsperren. Während des gesamten Tests hat es sich als absolut zuverlässig erwiesen, egal ob das Handy geöffnet oder geschlossen war.
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Auf der gegenüberliegenden Seite des Rahmens befindet sich eine KI-Taste, genau wie beim Modell 2025. Sie kann ausschließlich für den Zugriff auf die Moto-KI-Funktionen verwendet werden – mehr dazu im Abschnitt zur Software.
Mit einer Dicke von 15,7 Millimetern im zusammengeklappten Zustand passt das 199 Gramm schwere Smartphone problemlos in eine Hosentasche oder Tasche. Zwar ist es nicht ganz so schlank wie die aktuellen Galaxy-Z-Flip-Modelle, doch Motorola ist es gelungen, das Gewicht beizubehalten und gleichzeitig die Akkukapazität zu erhöhen.
Bildschirme & Lautsprecher
6,96 Zoll AMOLED-Display mit einer Bildwiederholfrequenz von 165 Hz
4 Zoll AMOLED-Cover-Display mit einer Bildwiederholfrequenz von 165 Hz
Stereolautsprecher
Das 6,96-Zoll-Faltdisplay ist weitgehend unverändert geblieben. Es ist nun etwas heller und bietet eine angegebene Spitzenhelligkeit von 5000 Nits, auch wenn ich bezweifle, dass Sie dies bemerken werden. Es ist im Freien gut ablesbar, selbst bei direkter Sonneneinstrahlung.
Die Bildwiederholfrequenz beträgt 165 Hz und die Auflösung liegt bei 2.992 × 1.224 Pixeln. Mit einem Seitenverhältnis von 22:9 ist es im Vergleich zu typischen Smartphones etwas höher und definitiv groß. Das Display von Samsung ist mit 6,9 Zoll etwas kürzer und bei einem Seitenverhältnis von 21:9 etwas breiter.
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Das Seitenverhältnis eignet sich hervorragend für Filme im Kinoformat, doch sollte man die Helligkeit von 5000 Nits nicht überbewerten. Im Modus für hohe Helligkeit, etwa an sonnigen Tagen, sind es 2000 Nits. Höhere Spitzenwerte sind HDR-Inhalten vorbehalten.
Dies zeigt sich in Google Fotos beim Betrachten von Ultra-HDR-Bildern, während die Kamera zudem Dolby Vision aufzeichnet – was auf diesem Display großartig aussieht. Die 5000 Nits erreicht man trotzdem nicht: Obwohl Dolby Vision und HDR 10+ (beide werden bei der Wiedergabe unterstützt) mehr als 5000 Nits ermöglichen, wird kaum Material mit einer derart hohen Spitzenhelligkeit gemastert.
Unwahrscheinlich ist auch, dass Sie die Bildwiederholfrequenz von 165 Hz nutzen werden, da diese größtenteils Beta-Apps und -Spielen vorbehalten ist. Wenn Sie ein leistungsstarkes Display für Spiele suchen, sind Sie mit einem Gerät von Redmagic besser bedient, da weichere Faltbildschirme den Belastungen beim Spielen nicht gut standhalten.
Dann ist da noch die Falte: Sie ist nach wie vor sichtbar, vor allem bei Sonnenlicht, und beim Scrollen über sie hinweg leicht zu spüren, was mich aber nicht sehr stört. Weniger zufrieden bin ich damit, dass die Kunststoffschicht auf der Bildschirmoberfläche anfällig für Fingerabdrücke ist und Reflexionen nicht so gut abhält wie normale Glasoberflächen. Auch dies ist ein Kompromiss, den man bei einem Falt-Smartphone in Kauf nehmen muss.
Chris Hall / Foundry
Das Display auf der Vorderseite ist hell und farbintensiv und füllt den oberen Bereich des Smartphones aus – genau wie bei den beiden Vorgängermodellen. Daran hat sich kaum etwas geändert, doch bietet es nach wie vor einen deutlich größeren Nutzwert als das Galaxy Z Flip von Samsung. Obwohl beide Geräte ein ähnliches Design aufweisen, bei dem sich das Display um die Kameraobjektive herum erstreckt (wobei sich um die Objektivfassungen leicht Staub ansammelt), ermöglicht Motorola eine wesentlich bessere Nutzung des Bildschirms.
Das bedeutet, dass Sie Apps starten, Ihre Benachrichtigungen überprüfen und Mitteilungen verfassen können – und das zusätzlich zu einer praktischen Auswahl an Widgets für Funktionen wie Musik, den Kalender und so weiter. Es gibt mehr Anpassungsmöglichkeiten und Optionen als bei der Konkurrenz, daher halte ich dies für das beste Erlebnis bei einem Smartphone dieser Art.
Das Razr 70 Ultra ist mit Stereolautsprechern ausgestattet, die im Alltag eine solide Leistung abliefern. Motorola bewirbt sie mit Dolby Atmos, klangliche Wunder sollten Sie von den integrierten Smartphone-Lautsprechern jedoch nicht erwarten. Für gelegentliches Musikhören oder Videos bieten sie eine ausreichende Lautstärke und einen ordentlichen Klang, zählen aber nicht zur Spitzengruppe ihrer Klasse. Wer Musik, Filme oder Serien mit bestmöglicher Klangqualität genießen möchte, ist mit guten Kopfhörern besser beraten.
Technische Daten & Leistung
Qualcomm Snapdragon 8 Elite
16 GB RAM
512 GB Speicher
Obwohl das Razr 70 Ultra 100 Euro teurer ist als das Vorjahresmodell, basiert es auf derselben Kernhardware. Der Snapdragon 8 Elite ist keineswegs zu unterschätzen – es handelt sich um leistungsstarke Flaggschiff-Hardware –, doch ist er technisch gesehen bereits ein Jahr veraltet. Auch wenn dies manche Käufer abschrecken und zum älteren Modell zurückführen könnte, sollte man diesen Umstand in den richtigen Kontext setzen.
Motorola positioniert das Razr ganz klar als Lifestyle- und Mode-Accessoire. Es ist möglich, dass sich die Zielgruppe von Motorola nicht daran stören wird, dass das Gerät nicht über die leistungsstärkere GPU oder NPU neuester Hardware verfügt.
Darin liegt auch ein gewisser Sinn: Wie ich bereits im Abschnitt zum Display erwähnt habe, eignen sich Falt-Smartphones aufgrund der Art des Displays nicht besonders gut zum Spielen, sodass der Verzicht auf einen Teil dieser Leistung wahrscheinlich unerheblich ist.
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Ein Teil davon hängt mit der Kühlung zusammen: Die meisten Smartphones verfügen über einen Kühlmechanismus, und bei Gaming-Smartphones (sogar Flaggschiff-Geräte wie das Galaxy S26 Ultra) legt man großen Wert auf ausgeklügelte Kühlsysteme. Unter Belastung wird das Razr 70 Ultra schnell warm, was letztlich die Leistung im Laufe der Zeit einschränken wird. Beim Versuch, die Standard-Benchmarks von Tech Advisor auszuführen, wurde das Razr 70 Ultra unglaublich heiß und brach den Test daraufhin ab.
Es scheint, als lägen die Benchmark-Ergebnisse des Razr 70 Ultra auf einem ähnlichen Niveau wie die des Razr 60 Ultra. Entsprechend darf man eine ebenso flüssige und schnelle Performance erwarten – und genau diesen Eindruck hat das Smartphone im Alltag bestätigt. Die Bedienung wirkt durchweg reaktionsschnell und souverän, ganz so, wie man es von einem Flaggschiff-Modell erwarten würde. Schließlich handelt es sich genau darum.
Motorola Razr 70 Ultra – Benchmarks
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Kameras
50 Megapixel, f/1,8 LOFIC-Hauptkamera
50 Megapixel, f/2,0, Ultraweitwinkelkamera
50 Megapixel, f/2,0, interne Selfiekamera
Die wichtigste Neuerung bei Motorola ist der Wechsel zu einem LOFIC-Sensor für die Hauptkamera – es ist zwar nicht das erste Smartphone, das diese Technologie bietet, aber es ist das erste Mal, dass sie in einem Falt-Smartphone verwendet wird. Der Hersteller verspricht einen bis zu sechsfach höheren Dynamikumfang, was eine bessere Detailerhaltung in hellen Bildbereichen sowie eine insgesamt gesteigerte Leistung ermöglicht.
Bei Tageslicht liefert das Razr 70 Ultra satte und lebendige Bilder, die zwar etwas gesättigter wirken, als ich es gewohnt bin, dadurch aber auch etwas mehr Kontrast aufweisen. Im Allgemeinen fand ich die Ergebnisse unter guten Lichtverhältnissen gut – und sie bleiben auch bei Aufnahmen bei schwächerem Licht weitgehend erhalten.
Chris Hall / Foundry
Eine Telekamera gibt es nicht – Zoomaufnahmen entstehen ausschließlich digital. Bis zur zweifachen Vergrößerung liefert die Kamera dabei noch durchaus brauchbare Ergebnisse. Geht man darüber hinaus, nimmt die Bildqualität jedoch spürbar ab.
Motorola versucht, diesen Qualitätsverlust mithilfe von KI-gestützter Bildoptimierung auszugleichen. In der Praxis führt das jedoch häufig dazu, dass Fotos unnatürlich wirken und feine Details künstlich nachgeschärft erscheinen. Eine Möglichkeit, diese Funktion zu deaktivieren, konnte ich nicht finden. Deshalb empfiehlt es sich, den Zoom möglichst auf die zweifache Vergrößerung zu beschränken, da die Resultate darüber hinaus kaum überzeugen.
Die hochauflösende Ultraweitwinkelkamera ist farblich gut auf die Hauptkamera abgestimmt, sodass beim Wechsel zwischen den Objektiven keine auffälligen Farbunterschiede entstehen.
Gleichzeitig übernimmt sie die Makrofunktion. Die Makroaufnahmen fallen dabei zwar insgesamt ordentlich aus, wirken mitunter aber etwas weich und verlieren sichtbar an Details. Wie bei Ultraweitwinkelkameras üblich, treten zu den Bildrändern hin leichte Verzerrungen auf. Bei guten Lichtverhältnissen liefert die Kamera dennoch ansprechende Ergebnisse und erweitert die fotografischen Möglichkeiten sinnvoll.
Bei schlechten Lichtverhältnissen schneidet die Ultraweitwinkelkamera schwach ab: Nur die Bildmitte erfasst die Szene wirklich, während die Ränder dunkel und fleckig wie bei einer starken Vignettierung erscheinen. Für Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen sollten Sie die Hauptkamera verwenden, um die besten Ergebnisse zu erzielen.
Die Selfiekamera leidet etwas darunter, dass sie unter der Kunststoffschicht des Displays sitzt (und daher regelmäßig gereinigt werden muss); zudem empfand ich ihre Leistung als extrem unbeständig – bei hellem Licht neigt sie oft zur Überbelichtung und liefert schlechte Selfies.
Es besteht auch die Möglichkeit, die Hauptkamera zu nutzen; allerdings wirkten die Farben meiner Selfies dabei bisweilen nicht ganz stimmig, trotz des „Pantone Verified“-Status, auch wenn die Bildqualität deutlich besser ist.
Für eine Vorschau Ihrer Fotos können Sie das Außendisplay nutzen. Und Sie können Cartoon-Figuren einblenden, damit die Personen beim Fotografieren in die richtige Richtung schauen.
Eine interessante Funktion, die Motorola eingeführt hat, nennt sich „Frame Match“. Sie richtet sich an Situationen, in denen man ein Foto vor einer bestimmten Kulisse aufnehmen möchte, das Smartphone dafür aber an eine andere Person weitergeben muss. Zunächst nimmt man das gewünschte Motiv beziehungsweise den Hintergrund auf, woraufhin eine Überlagerung erstellt wird – beispielsweise mit einem bestimmten Bildausschnitt eines Bergpanoramas.
Anschließend gibt man das Smartphone weiter und stellt sich selbst in den Rahmen. Die andere Person kann die zuvor erstellte Überlagerung ausrichten und das Foto aufnehmen. So soll am Ende genau die gewünschte Komposition entstehen.
Videos nimmt das Razr 70 Ultra mit bis zu 8K bei 30 Bildern pro Sekunde auf. Die Aufnahme in Dolby Vision ist hingegen auf 4K mit 30 fps beschränkt. Zwischen Dolby-Vision- und Standardvideos sind sichtbare Unterschiede erkennbar: Die HDR-Aufnahmen wirken kontrastreicher und werden teilweise dunkler dargestellt, um den erweiterten Dynamikumfang hervorzuheben. Um diese Unterschiede wahrzunehmen, ist allerdings ein Display mit Dolby-Vision-Unterstützung erforderlich.
Für einen gewissen Spaßfaktor sorgt zudem der Camcorder-Modus. Dabei lässt sich das Smartphone halb geöffnet halten und ähnlich wie eine klassische Videokamera bedienen.
Auch das Zoomen durch Drehen des Handgelenks funktioniert überraschend gut, solange die Bewegung langsam und kontrolliert ausgeführt wird. Die integrierte Horizont-Sperre liefert hingegen nur unter optimalen Lichtbedingungen überzeugende Ergebnisse. Bei schwieriger Beleuchtung kann die Funktion die Bildqualität sichtbar beeinträchtigen.
Akkulaufzeit & Aufladen
5.000-mAh-Akku
68 Watt Laden über Kabel
30 Watt kabelloses Laden
Das große Verkaufsargument für Technikbegeisterte ist der Umstieg auf einen 5.000-mAh-Silizium-Kohlenstoff-Akku. Dies erhöht nicht nur die Ausdauer im Vergleich zum Vorgängermodell, sondern übertrifft auch das Samsung Galaxy Z Flip 8 mit seinen nur 4.300 mAh.
Ich nutze das Razr 70 Ultra nun seit einigen Wochen und habe festgestellt, dass es problemlos von morgens bis abends durchhält, selbst bei zahlreichen Downloads und Kameratests.
Chris Hall / Foundry
Unterstützt wird dies durch Motorolas 68-Watt-Turbopower-Ladefunktion, die das Smartphone im Handumdrehen auflädt. Der Akku benötigt 30 Minuten von 0 auf 51 Prozent – das ist schneller als bei den meisten Mitbewerbern. Ein Ladegerät ist im Lieferumfang nicht enthalten, aber ich habe es mit einem 100-Watt-Ladegerät von Anker getestet, das hervorragend funktionierte.
Unterstützt wird kabelloses Laden mit 30 Watt, allerdings benötigen Sie hierfür ein proprietäres Ladegerät, das Motorola nicht im Sortiment führt.
Software & Support
Android 16 mit Hello UI
Moto AI mit AI-Taste
3 Jahre Betriebssystem-Updates, 5 Jahre Sicherheitspatches
Die Einführung von Hello UI und die Einführung von Moto AI haben den Charakter der Moto-Geräte verändert – das gilt auch für das Razr 70 Ultra.
Von Beginn an werden Ihnen Vorschläge zur Installation von Apps unterbreitet – während der Einrichtung und auch nachdem das Smartphone in Betrieb ist. Motorola versucht zudem, Vorschläge in die App-Leiste einzublenden und Spielempfehlungen in „Gametime“, seinem Gaming-Begleiter, anzuzeigen. Sie können alles ablehnen, doch einige Bloatware-Anwendungen sind dennoch vorinstalliert.
Glücklicherweise können Sie alles entfernen und die meisten Empfehlungen und Vorschläge deaktivieren. Nach einer Woche Nutzung wurde ich aufgefordert, einige der Apps zu installieren, die ich zuvor entfernt hatte, was ein wenig ärgerlich ist.
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Abgesehen davon orientiert sich das Smartphone weitgehend an einem klassischen Android-Erlebnis – mit einer Ausnahme: der App-Übersicht. Statt lediglich eine Liste der installierten Apps anzuzeigen, integriert Motorola dort einen Newsfeed mit teils wenig vertrauenswürdigen oder stark werblich geprägten Inhalten. Zusätzlich versucht der Hersteller, die Suche zu erweitern und Moto AI prominent zu platzieren.
Das macht die Suche nach Apps unnötig umständlich. Wer über diesen Weg auf Moto AI zugreift, muss zudem mit einer langsameren Bedienung rechnen als beispielsweise bei der Nutzung von Gemini.
Moto AI bündelt zwar Funktionen, die man auch von Diensten wie Perplexity, Copilot oder Gemini kennt, wirkt im Vergleich aber weniger übersichtlich. Die separate KI-Taste bietet ausschließlich Zugriff auf die Moto-AI-Funktionen und lässt sich nicht anderweitig belegen. Eine Nutzung zum Starten von Gemini, wie sie sich viele Nutzer wünschen dürften, ist nicht möglich – dafür bleibt nur die Belegung über den Ein-/Aus-Schalter.
Wer mit Android vertraut ist, kann viele dieser Einschränkungen umgehen und das Smartphone entsprechend anpassen. Dadurch verbessert sich das Nutzererlebnis deutlich gegenüber den Werkseinstellungen. Auch wenn KI aktuell ein zentrales Thema bei Smartphones ist, bietet Moto AI kaum Funktionen, die wirklich über das hinausgehen, was beispielsweise Gemini bereits ermöglicht.
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Was schließlich die Software betrifft, hat Motorola den Support für dieses Smartphone leicht ausgeweitet, sich jedoch nur zu drei Jahren Betriebssystem-Updates verpflichtet, während die Sicherheitsupdates auf fünf Jahre verlängert wurden, was besser ist als beim Razr 60 Ultra. Dennoch lässt sich leicht auf die sieben Jahre Updates von Samsung verweisen und feststellen, dass Motorola hier hinter den Erwartungen zurückbleibt.
Preis & Verfügbarkeit
Das Razr 70 Ultra kostet 1.399 Euro. Damit gehört es zu den teuren Klapphandys, was jedoch bei einem Modell der „Ultra“-Klasse nicht überrascht.
Im Vergleich dazu ist das Samsung Galaxy Z Flip 8 mit 1.299 Euro etwas günstiger, doch dieses Einstiegsmodell verfügt über 256 GB Speicherplatz, während Motorola die doppelte Kapazität bietet. Mit 512 GB kostet das Samsung-Modell 1.499 Euro und hat zudem weniger Arbeitsspeicher – nämlich 12 GB im Vergleich zu 16 GB.
Das Razr 70 Ultra bietet also ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Sie können bei Motorola kaufen und erhalten mit dem Smartphone auch kostenlos die Moto Buds Loop und die Moto Watch (im Gesamtwert von 345 Euro).
Sollten Sie das Motorola Razr 70 Ultra kaufen?
Das Motorola Razr 70 Ultra gehört nach wie vor zu den besten Klapphandys auf dem Markt, und ich würde es dem Galaxy Z Flip 7 und dem Galaxy Z Flip 8 vorziehen. Obwohl es über einen größeren Akku verfügt, ist es nicht schwerer geworden. Motorola bietet einzigartige Farben und Oberflächen an.
Mir gefallen die Displays – und ich bewerte das Erlebnis mit dem Cover-Display als das beste auf dem Markt. Das Smartphone bietet reichlich Leistung und eine entsprechend lange Akkulaufzeit. Die Kameras sind nicht besonders aufregend, dürften aber für die meisten Menschen gut genug funktionieren.
Alles in allem bietet das Razr 70 Ultra ein großartiges Klapphandy-Erlebnis, sobald man die überflüssigen Apps deinstalliert und die aufdringlichen Empfehlungen deaktiviert hat.
Technische Daten
Android 16
4 Zoll, 165 Hz Full-HD-AMOLED-Cover-Display
6,96-Zoll-Full-HD-AMOLED-Hauptdisplay mit 165 Hz
Qualcomm Snapdragon 8 Elite
16 GB RAM
512 GB Speicher
50 Megapixel, f/1,8 LOFIC-Hauptkamera mit optischem Bildstabilisator (OIS)
50-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera mit f/2,0
50 Megapixel, f/2,0 Selfiekamera
5000-mAh-Akku
68 Watt kabelgebundenes Laden
30 Watt kabelloses Laden
5 Watt kabelloses Reverse-Laden
Stereolautsprecher
Wasser- und Staubschutz nach IP48
Gorilla Glass Ceramic (Bildschirmabdeckung)
5G
Bluetooth 5.4
Abmessungen 171,48 × 73,99 × 7,19 Millimeter (aufgeklappt), 88,12 x 73,99 x 15,69 Millimeter (zusammengeklappt)
Gewicht 199 Gramm
Erfolgsfarben: Pantone Orient Blue, Pantone Cocoa
(PC-Welt)
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