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Oppo Reno 16 Pro 5G im Test: Hübsches Smartphone, aber keine Oberklasse

PC Welt / Foundry



Auf einen Blick



Pro




Schickes Design



Schnelle Einrichtung



Leicht verbesserter Prozessor



Android 16 ab Werk (+ 5 Jahre Android-Updates und 6 Jahre Sicherheitsupdates)



Vierfach-Kamerasystem für scharfe Bilder bei Tag und Nacht



Videoaufnahmen mit 4K-Auflösung



Super schnelles Laden mit 80-Watt-Quick-Charge




Kontra




Limitierte Farben und Leistung in Europa



Werbung in System-Apps



Geringe Display-Größe



Hoher Preis




Fazit



Das Oppo Reno 16 Pro ist ein optisch ansprechendes Smartphone, das sich mit einer hochwertigen Verarbeitung, seinem Vierfach-Kamerasystem und einer hohen Schutzklasse gegen die Konkurrenz abhebt. Für die Mittelklasse ist es allerdings etwas zu teuer, während es für die Oberklasse in Hinblick auf Performance nicht ausreicht. Damit sitzt das Gerät genau zwischen den Stühlen und dürfte nur eine spezielle Zielgruppe ansprechen.



Auf dem europäischen Markt mag Oppo keine große Nummer sein, doch global gesehen gehört das chinesische Unternehmen zu den fünf größten Smartphone-Herstellern neben Apple, Samsung, Google und Xiaomi. Insbesondere durch die Einstellung von OnePlus in Europa, das nun vollends Oppo die Bühne lässt, ist für Oppo also noch alles drin.



Mit der Oppo-Reno-16-Reihe, die seit Ende Juni erhältlich ist, positioniert sich Oppo jetzt genau zwischen Mittel- und Oberklasse. Sowohl preislich als auch in puncto Performance, was die Kaufentscheidung für viele erschweren dürfte. Doch kann die Pro-Variante zumindest im Test punkten?



Design und Verarbeitung



Optisch weiß das Oppo Reno 16 Pro schon einmal zu gefallen. Es ist hochwertig verarbeitet und liegt gut in der Hand, vor allem dank seiner abgerundeten Kanten und dem robusten Metallrahmen. Auf der Rückseite des Geräts platziert Oppo ein hübsches Planeten-Design, das mithilfe der “HoloVerse-3D-Technologie” je nach Perspektive dreidimensional wirkt, Schatten wirft oder leicht funkelt.



Reine optische Spielerei? Vielleicht. Aber mir gefallen solche Herausstellungsmerkmale, da es das Smartphone besonders macht. Vor allem in einem Meer immer gleich aussehender Geräte, die man kaum noch zu unterscheiden vermag. Leider gibt es diesen Effekt aber nur mit der weißen Variante, das schwarze Reno 16 Pro hat nichts dergleichen zu bieten.


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Oppo wirbt zudem mit den “ultradünnen Display-Rändern” des Reno 16 Pro, die durchaus ihre Vorteile haben, da man hierdurch mehr vom Bildschirm hat. Zumal das Display mit gerade einmal 6,32 Zoll relativ klein ausfällt (wer ein größeres Display bevorzugt, greift am besten zum Oppo Reno 16 F oder FS). Im direkten Vergleich mit meinem etwas in die Jahre gekommenen Oppo A55 ist das Reno 16 Pro auch etwas dicker, was man in jedem Fall sehen kann.



Das Display reagiert mit seiner maximalen Bildwiederholrate von 144 Hertz superschnell auf Eingaben, was sehr angenehm ist und besonders beim Scrollen durch Social Media und beim Gaming auffällt. Die maximale Helligkeit von 1.800 Nits ist in Ordnung, aber nicht überragend für aktuelle Mobilgeräte.



Das Gehäuse ist dafür nach IP69K vollständig gegen Schmutz, Staub, Wasser, Hitze und Druck geschützt, was der höchsten Schutzklasse für Smartphones entspricht. Einem Besuch am Strand steht also nichts im Wege (auch wenn Sie das Smartphone trotzdem lieber nicht dem Meerwasser aussetzen sollten).


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Ausstattung und Lieferumfang



Nicht für jeden ist Optik das Wichtigste, daher weiter zur Ausstattung und der verbauten Technik. Oppo stattet das Reno 16 Pro mit vier Kameras aus:




einer 200-MP-Hauptkamera



einer 50-MP-Ultraweitwinkel-Kamera



einer weiteren 50-MP-Ultraweitwinkel-Selfie-Kamera



sowie einem 50-MP-Teleobjektiv



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Das ist durchaus ordentlich, wobei jeder für sich entscheiden muss, ob er wirklich Bedarf für eine weitere Selfie-Kamera hat, die besonders tolle Aufnahmen mit der Frontkamera ermöglichen soll. Für die junge Zielgruppe, die sich gerne auf Social Media präsentiert, ist das aber ein Plus.



In allen anderen Situationen macht das Vierfach-Kamerasystem eine gute Figur. Der 120-fache Zoom ist wirklich beeindruckend und schafft es, noch relativ viele Details einzufangen. Die 200-MP-Hauptkamera ist die Besonderheit der Pro-Version und macht wirklich fantastische Bilder, selbst bei schlechten Lichtverhältnissen.



Ebenfalls beeindruckend ist die Videoqualität, denn das Oppo Reno 16 Pro schafft stabile Aufnahmen in 4K-Qualität, sowohl mit der Rückkamera als auch mit der Frontkamera. Dank intelligenter Neigungskorrektur verwackeln die Aufnahmen auch nicht zu sehr.



Man merkt auch, dass Oppo großen Wert darauf legt, dass Fotoaufnahmen möglichst natürlich wirken. Oft werden Bilder nach der Aufnahme nachkorrigiert, damit möglichst lebensnahe Farben entstehen, auch bei der Belichtung wird ordentlich nachgeholfen. Auf Wunsch lässt sich das aber auch reduzieren.



Hier ein paar Beispielbilder (durch die Komprimierung beim Upload kann die Bildqualität allerdings etwas leiden):



Zum Lieferumfang gehören nur das Smartphone selbst und ein USB-C-Kabel. Ein Netzteil wird nicht mitgeliefert, kann aber als kostenloses Geschenk bei der Bestellung über die Oppo-Webseite hinzugenommen werden. Alternativ gibt es auch ein Set Earbuds im Wert von knapp 60 Euro, wenn Ihnen das lieber ist.



Zusätzlich zum Smartphone selbst kann man sich noch die “OPPO Bubble E-Badge” für 99 Euro dazubestellen, die an ein Tamagotchi erinnert und ein kleines Maskottchen enthält. Diese lässt sich magnetisch am Schlüsselbund, Rucksack, Gürtel oder am Gerät selbst befestigen.



Per Bluetooth verbindet sie sich mit dem Smartphone und kann zusätzliche Funktionen wie eine Echtzeit-Rückkamera-Vorschau für Selfies, einen Kamera-Fernauslöser, ein anpassbares digitales Display oder Zugriff auf ein virtuelles Haustier bieten.



Das Ganze funktioniert auf bis zu 10 Meter Entfernung und ist eine nette Spielerei, die aber definitiv keine hundert Euro wert ist. Es würde mich auch schwer wundern, wenn ich in Europa jemanden mit einem solchen Anhänger herumlaufen sehen würde (für den asiatischen Markt ist das schon eher geeignet).



Betriebssystem und Apps



Oppo-Smartphones nutzen ColorOS, das mir bereits gut bekannt war, da ich auch privat ein Oppo-Gerät nutze. Daher war es nicht schwer, sich mit dem Reno 16 Pro zurechtzufinden. Dieses wird ab Werk mit Android 16 ausgeliefert und ist somit auf dem neuesten Stand, dürfte im Laufe des Jahres aber auch Android 17 erhalten (sofern es sich nicht verzögert).



ColorOS kommt mit relativ wenig unnötigen Funktionen und Bloatware aus. Allerdings installiert das Gerät bei der ersten Einrichtung auch ein paar unliebsame Apps wie Temu, TikTok, Linkedin oder Marktguru, die man händisch deinstallieren muss. Danach werden sie einem aber nicht weiter aufgedrängt.



Etwas ärgerlich: Im integrierten Telefonmanager, mit dem sich unter anderem der Speicher bereinigen oder ein manueller Virenscan durchführen lässt, zeigt Oppo seit geraumer Zeit Werbung an. System-Apps sollten in meinen Augen komplett werbefrei bleiben, vor allem wenn sie essenzielle Funktionen beinhalten.


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Im Theme-Store lassen sich dafür allerhand schicke, kostenlose Designs für Start- und Sperrbildschirm herunterladen. Viele davon sind aber nur erhältlich, wenn man sich für ein Oppo-Konto registriert. Mit “Mind Pilot” gibt es auch einen eigenen KI-Assistenten, der Fragen beantwortet und flexibel zwischen Google Gemini, Perplexity und ChatGPT wechselt, je nach Anforderung und ohne, dass ein Abo nötig wäre. Die Gemini-App selbst ist aber auch vorinstalliert, was sich etwas nach zu viel des Guten anfühlt.



Neben den klassischen KI-Funktionen von Android bietet Oppo in puncto Bildbearbeitung noch weitere Extras wie AI Remix Collage, das Videos und Live Fotos in dynamische Kompositionen umwandeln kann. Popout 2.0 funktioniert ähnlich und soll dabei helfen, “virale Kreationen” zu erschaffen. Alles nette Spielerei, aber sicherlich nicht ausschlaggebend.


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Mit “Zen Space” gibt es noch eine Art Ruhemodus, in dem das Gerät nur bestimmte Apps oder Aktionen zulässt. Quasi eine Art Flugmodus, der noch ein wenig Ablenkung durchlässt. Gut für Leute, die sich leicht von Benachrichtigungen aus dem Konzept bringen lassen.



Insgesamt wirkt ColorOS aufgeräumt und lässt sich gut und flüssig bedienen. Optionale Gesten und Double Tap to Unlock/Lock sind eine zusätzliche Erleichterung, die ich jedem ans Herz legen würde.



Ebenfalls praktisch: Der “Snap Key” getaufte Knopf auf der linken Seite des Geräts dient als Schnellzugriff für eine Funktion Ihrer Wahl (Screenshot, Nicht stören, Ton/Vibration, Taschenlampe usw.). Belegen Sie ihn also mit etwas, was Sie häufig nutzen.



Prozessor und Akku



Im Geekbench-Test schneidet das Oppo Reno 16 Pro recht gut ab und erreicht einen Wert von 6111 im Multi-Core-Ergebnis. Damit kann das Gerät leider nicht mit anderen Top-Geräten mithalten und liegt leistungstechnisch knapp hinter dem Samsung Galaxy S24, das immerhin bereits zwei Jahre alt ist.



Im Vergleich zum Vorjahr hat sich beim Prozessor zwar etwas getan (Oppo verbaut jetzt einen MediaTek Dimensity 8550 Super mit 12 GB RAM), aber eben nicht genug, um mit der Konkurrenz mitzuhalten. Es bleibt ein Mittelklassegerät, das allerdings preislich eher in der Flaggschiff-Liga mitspielen möchte. Das passt am Ende nicht ganz zusammen.



Wobei man dazu sagen muss, dass das Reno 16 Pro auch in anspruchsvollen Spielen erstaunlich viel Durchhaltevermögen bewiesen hat. Ich habe Infinity Nikki, das mit der Unreal Engine 5 läuft und sehr hardwarehungrig ist, angetestet, und es gab erfreulich wenige Ruckler. Gaming macht auf dem kleinen Display allerdings nicht so viel Spaß wie auf einem großen Display, etwa dem des Huawei Mate X7, das ich ebenfalls getestet habe.


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Immerhin: Der Akku ist mit 6000 mAh mehr als ausreichend und hält locker ein bis zwei Tage durch, und auch bei hoher Auslastung durch Streaming oder Gaming den ganzen Tag. Wobei hier natürlich ausschlaggebend ist, wie hell das Display eingestellt ist und mit welcher Bildwiederholrate Sie das Gerät nutzen.



Dank 80-Watt-Schnellladen ist das Reno 16 Pro immerhin super schnell wieder einsatzbereit (von 0 auf 30 Prozent in circa 20 Minuten). Vorausgesetzt, Sie nutzten das passende Ladegerät, das ja wie bereits erwähnt nicht automatisch mitgeliefert wird. Allerdings wurde das Gerät beim Ladevorgang auch relativ warm (was auch den Testbedingungen geschuldet sein kann, da über 30 Grad herrschten).



Unterschiede zur China-Version



Wenn Sie online nach Produktdaten des Oppo Reno 16 Pro suchen, werden Sie möglicherweise unterschiedliche Angaben finden. Das liegt daran, dass sich die internationale und die China-Version des Geräts maßgeblich unterscheiden.



Der offensichtlichste Unterschied ist, dass es für den chinesischen Markt zwei weitere Farboptionen neben Schwarz und Weiß gibt. Die mintgrüne und hellviolette Version gibt es in Europa nicht zu kaufen, was ich persönlich sehr schade finde. Insbesondere, da dadurch nur noch eine Variante übrig bleibt, die ein holografisches Motiv hat.


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Auch der Prozessor unterscheidet sich leicht, denn die chinesische Version soll den etwas leistungsstärkeren MediaTek Dimensity 9500s nutzen. Der Akku fällt zudem etwas größer aus und besitzt immerhin 7.000 mAh Kapazität.



Insgesamt hat das einen faden Beigeschmack, zumal die China-Variante teilweise günstiger zu haben ist. Wenn Sie damit liebäugeln, diese aus dem Ausland zu bestellen, sollte Ihnen aber bewusst sein, dass diese keine Google-Play-Services bietet und weder mit deutschem Menü noch mit offizieller Garantie bei Ihnen ankommt.



Fazit



Was ich an Herstellern wie Oppo bisher immer geschätzt habe, ist, dass sie zwar China-Smartphones herstellen, aber im positiven Sinne. Denn anders als bei Samsung oder Apple stimmte das Preis-Leistungs-Verhältnis immer, da man weniger Geld für eine vergleichbare Performance und Funktionen zahlt.



Das scheint sich geändert zu haben, denn jetzt kommt das Oppo Reno 16 Pro mit einer UVP von stolzen 1099 Euro daher, wobei es zugegebenermaßen direkt zum Start bereits für 899 Euro angeboten wurde. Dennoch, das sind mal eben 900 Euro, was sich für die gelieferte Leistung einfach zu teuer anfühlt.



Meine Empfehlung wäre, entweder zum normalen Reno 16 zu greifen, was ich leider nicht selbst testen konnte, auf dem Papier aber wie ein besseres Angebot wirkt. Oder Sie kaufen das Reno 15 (Pro) vom letzten Jahr, das im Preis deutlich gesunken ist und noch viele Jahre Android-Updates bekommen wird.



Alternativ können Sie einen Blick in unsere Liste der besten Mittelklasse-Smartphones unter 500 Euro sowie in unsere Liste der besten Flaggschiff-Geräte werfen, um ein passendes Smartphone zu finden.



Produktdaten:




Größe: 6,32 Zoll



Maße: ca. 151,21 mm × ca. 72,42 mm



Dicke: ca. 8,36 mm (Pop White) / ca. 8,20 mm (Starlight Black)



Gewicht: ca. 188g (Pop White) / ca. 185g (Starlight Black)



RAM- und ROM-Kapazitäten: 12GB+512GB



Bildwiederholfrequenz: 60/90/120/144 Hertz



Helligkeit: 600 Nits bis 1800 Nits



Kamera: Vierfach-Kamerasystem mit dreimal 50MP und 200 MP Hauptkamera



Video: bis zu 4K mit 60 FPS



Prozessor: Dimensity 8550 SUPER CPU mit 8 Kernen



GPU: ARM G720 MC8@1500MHz



Akku: 6.000 mAh



Lademodus: 80 W Schnellladen



SIM: Dual-SIM + eSIM-kompatibel



zusätzliche Funktionen: Fingerabdrucksensor, Wi-Fi 6,Bluetooth 5.4



Anschlüsse: USB-C (1x)




(PC-Welt)