Task Force Kinder- und Jugendkriminalität
Antrag Stadtrats-Mitglieder Alexandra Gaßmann und Manuel Pretzl (Stadtratsfraktion der CSU mit FREIE WÄHLER) vom 15.1.2026
Task Force Kinder- und Jugendkriminalität
Antwort Sozialreferat:
Nach § 60 Abs. 9 GeschO dürfen sich Anträge ehrenamtlicher Stadtratsmitglieder nur auf Gegenstände beziehen, für deren Erledigung der Stadtrat zuständig ist.
Sie beantragen, dass „
die Landeshauptstadt München (…) eine ‚Task Force Jugendkriminalität‘ ein(richtet), die in Zusammenarbeit mit der Poli- zei, der Justiz, den kirchlichen und freien Trägern der Jugendhilfe, der Kri- minalforschung sowie Einrichtungen, die im Bereich der Kriminalitäts- prävention von Kindern und Jugendlichen tätig sind, um die einzelnen Ursachen des drastischen Anstiegs der Kinder- und Jugendkriminalität in München zu analysieren. Die unterschiedlichen Einflussfaktoren werden dem Stadtrat dargestellt und Wirkungszusammenhänge verdeutlicht. Dar- aus sollen dann gezielte Mechanismen entwickelt werden, die sowohl prä- ventiv bzw. detektiv als auch repressiv wirken.“
Ihr Einverständnis vorausgesetzt erlaube ich mir, Ihren Antrag als Brief zu beantworten.
Zu Ihrem Antrag vom 15.1.2026 teile ich Ihnen Folgendes mit:
Das Sozialreferat sieht zum jetzigen Zeitpunkt keine Notwendigkeit eine „Task Force Kinder -und Jugendkriminalität“ zusätzlich einzurichten: Seit vielen Jahren bestehen innerhalb der sozialen Landschaft in der Landeshauptstadt München sehr gut funktionierende Netzwerke und Arbeitskreise, die sich des Themas Kinder -und Jugendkriminalität annehmen und dabei eng und vielschichtig zusammenarbeiten.
Die unterschiedlichsten Professionen sind mit viel Engagement und Fachlichkeit nicht nur in der Ursachenanalyse, sondern auch schon langjährig in Umsetzung von präventiven, detektiven und repressiven Handeln. Erlauben Sie mir, hier auf den Münchner Aktionsplan, Anlage 1, Seite 3, Bestehende Gremienarbeit, zu verweisen (Sitzungsvorlage Nr. 20-26/V 16050).
Selbstverständlich werden auch jeweils die wissenschaftlichen Erkenntnisse samt Empfehlungen zur Entstehung der Kinder- und Jugendkriminalität berücksichtigt. Es werden auch immer wieder thematisch zentriert Referent*innen eingeladen, die aktuellen Forschungsergebnisse und Studien vorstellen.Und auch bei Bedarf werden situative Arbeitskreise (temporär) eingerichtet. Beispielhaft sei hier die Untergruppe Zusammenarbeit genannt, die sich aus dem AK Kinderdelinquenz gebildet hat und. bestimmte Projekte aufgreift und umsetzt (siehe Elternbroschüre „Kinder- und Jugendgewalt – Vorbeugen, Hinsehen, Handeln“ welche im Rahmen der Fachstelle Elternbriefe des Stadtjugendamtes, Kooperation mit verschiedenen Sachgebieten im Stadtjugendamt und des Polizeipräsidiums entwickelt wurde).
Die jüngst veröffentlichen aktuellen Zahlen des Sicherheitsreports 2025 des Polizeipräsidiums Münchens1 (veröffentlicht 20.3.2026) zeigen erfreulicherweise eine Entwicklung mit einem Rückgang z.B. der Gewaltkriminalität/Tatverdächtigten bei Kindern (-17,2%) und Jugendlichen (-9,4%). Dies versteht das Sozialreferat als Auftrag weiter gemeinschaftlich daran zu arbeiten, dass die Ursachen von Kinder- und Jugendkriminalität im Fokus bleiben und prüft stetig alle bestehenden Angebote auf Wirksamkeit und passen diese bei Bedarf an.
Ich hoffe, auf Ihr Anliegen hinreichend eingegangen zu sein. Ich gehe davon aus, dass die Angelegenheit damit abgeschlossen ist.
1
https://www.polizei.bayern.de/kriminalitaet/statistik/006991/index.html
Hier finden Sie den kompletten Artikel:
Fakten
- Die Landeshauptstadt München möchte eine 'Task Force Jugendkriminalität' einrichten.
- Der Antrag wurde von Stadtratsmitglied Alexandra Gaßmann und Manuel Pretzl gestellt.
- Das Sozialreferat sieht zum jetzigen Zeitpunkt keine Notwendigkeit, eine zusätzliche 'Task Force Kinder-und Jugendkriminalität' einzurichten.
- In der Landeshauptstadt München bestehen bereits sehr gut funktionierende Netzwerke und Arbeitskreise, die sich des Themas Kinder-und Jugendkriminalität annehmen.
- Die unterschiedlichsten Professionen arbeiten eng und vielschichtig zusammen in der Ursachenanalyse und Umsetzung von präventiven, detektiven und repressiven Handeln.
- Es werden auch wissenschaftliche Erkenntnisse samt Empfehlungen zur Entstehung der Kinder-und Jugendkriminalität berücksichtigt.
- Situative Arbeitskreise werden bei Bedarf eingerichtet, um aktuelle Forschungsergebnisse und Studien vorzustellen.
- Die jüngsten Zahlen des Sicherheitsreports 2025 des Polizeipräsidiums Münchens zeigen eine Entwicklung mit einem Rückgang der Gewaltkriminalität/Tatverdächtigten bei Kindern (-17,2%) und Jugendlichen (-9,4%).
- Die Landeshauptstadt München möchte weiter gemeinsam daran arbeiten, die Ursachen von Kinder-und Jugendkriminalität im Fokus zu halten.
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