Filmmuseum: Das neue Programm ist da
Das neue Programm des Filmmuseums im Münchner Stadtmuseum vom 9. September bis 20. Dezember ist jetzt online abrufbar unter
. Das gedruckte Programmheft liegt zudem im Foyer des Filmmuseums, St.-Jakobs-Platz 1, aus.
Das neue Programm beginnt gleich mit drei großen Retrospektiven aus drei Ländern:
- Neu digitalisiert und mit deutschen Untertiteln kommt das Werk des französischen Autorenfilmers Jean Eustache ins Kino, womit es auch ein Wiedersehen mit seinem Lieblingsdarsteller Jean-Pierre Léaud gibt.
- Klassisches Hollywood-Kino bietet die Retrospektive mit Humphrey Bogart, der 1999 vom American Film Institute zum „größten männlichen amerikanischen Filmstar aller Zeiten“ gewählt wurde. Mit seinen Darstellungen harter und oftmals zynischer Charaktere und einer Vorliebe für Hut und Trenchcoat wurde er zu einer Ikone des 20. Jahrhunderts.
- Der große italienische Filmemacher Federico Fellini begann im Stil des Neorealsimus, entwickelte aber ab den 1950er-Jahren einen unverkennbaren, sinnlichen Stil. Seine Filme bewegen sich zwischen Traum und Realität, sind satirisch-grotesk und oft im Zirkusmilieu angesiedelt – und ohne Marcello Mastroianni und seine Muse Giulietta Masina kaum denkbar.
Weit weniger bekannt sind die drei Regisseurinnen der Reihe „Filmpionierinnen“, die in den 1950er und 1960er Jahren tätig waren. Die Amerikanerin Ida Lupino, die Engländerin Muriel Box sowie die Französin Jacqueline Audry schufen sehenswerte Filme, die erst in den letzten Jahren wiederentdeckt und restauriert wurden, die allerdings in Deutschland kaum bekannt sind.
Auch den Regisseur und Drehbuchautor Josef Rödl, Absolvent der HFF München, gilt es noch zu entdecken, obwohl er 1979 mit seinem Abschlussfilm „Albert – warum?“ Aufsehen erregte und als größtes Talent seiner Generation galt. Die Retrospektive im Filmmuseum wird er persönlich begleiten.
Außerdem im Programm sind „Korean Mysteries“, phantastisches Kino aus Korea von den 1960er Jahren bis in die 2010er Jahre, die Reihe „Film und Psychoanalyse“ zum Thema „Alles, was Recht ist“, eine besondere Ausgabe des Kurzfilmabends „Zuschauerkino“, organisiert vom MFZ, die Themen „Afrikas Zeugen“ und Postkolonialismus mit „Sensing Sites“ sowie ein Jubiläumsabend zu 100 Jahre „Faust“ von F.W. Murnau mit Live-Musikbegleitung.
Das Festival Underdox ist zu Gast, und das Rumänische Filmfestival des Filmmuseums feiert in diesem Jahr seine 20. Ausgabe
Auch Werner Herzog ist traditionell wieder zu Besuch im Filmmuseum und beendet die Spielzeit im Dezember mit der Verleihung des Werner-Herzog-Filmpreises an die kanadischen Filmemacher*innen Gabriela Osio Vanden und Jack Weisman für ihren Dokumentarfilm „Nuisance Bear“. Alle weiteren Infos zu Filmen und Terminen finden sich im Programmheft. Der Eintritt ins Filmmuseum kostet 5 Euro beziehungsweise 3 Euro bei Mitgliedschaft im Förderverein MFZ. Aufschläge bei Überlänge, 3D und Live-Musikbegleitung. Der Kartenvorverkauf ist sieben Tage im Voraus online oder an der Abendkasse möglich, die 60 Minuten vor Vorstellungsbeginn öffnet. Es gibt keine Reservierungen. Das Kino ist rollstuhlgerecht zugänglich und mit einer Induktionsschleife für Hörgeschädigte ausgestattet.
www.muenchner-stadtmuseum.de/film
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Fakten
- Das neue Programm des Filmmuseums im Münchner Stadtmuseum vom 9. September bis 20. Dezember ist jetzt online abrufbar unter www.muenchner-stadtmuseum.de/film.
- Das gedruckte Programmheft liegt zudem im Foyer des Filmmuseums, St.-Jakobs-Platz 1, aus.
- Das neue Programm beginnt gleich mit drei großen Retrospektiven aus drei Ländern: - Neu digitalisiert und mit deutschen Untertiteln kommt das Werk des französischen Autorenfilmers Jean Eustache ins Kino, womit es auch ein Wiedersehen mit seinem Lieblingsdarsteller Jean-Pierre Léaud gibt.
- Klassisches Hollywood-Kino bietet die Retrospektive mit Humphrey Bogart, der 1999 vom American Film Institute zum „größten männlichen amerikanischen Filmstar aller Zeiten“ gewählt wurde.
- Der große italienische Filmemacher Federico Fellini begann im Stil des Neorealsimus, entwickelte aber ab den 1950er-Jahren einen unverkennbaren, sinnlichen Stil.
- Seine Filme bewegen sich zwischen Traum und Realität, sind satirisch-grotesk und oft im Zirkusmilieu angesiedelt – und ohne Marcello Mastroianni und seine Muse Giulietta Masina kaum denkbar.
- Weit weniger bekannt sind die drei Regisseurinnen der Reihe „Filmpionierinnen“, die in den 1950er und 1960er Jahren tätig waren.
- Die Amerikanerin Ida Lupino, die Engländerin Muriel Box sowie die Französin Jacqueline Audry schufen sehenswerte Filme, die erst in den letzten Jahren wiederentdeckt und restauriert wurden, die allerdings in Deutschland kaum bekannt sind.
- Auch den Regisseur und Drehbuchautor Josef Rödl, Absolvent der HFF München, gilt es noch zu entdecken, obwohl er 1979 mit seinem Abschlussfilm „Albert – warum?“ Aufsehen erregte und als größtes Talent seiner Generation galt.
- Die Retrospektive im Filmmuseum wird er persönlich begleiten.
- Außerdem im Programm sind „Korean Mysteries“, phantastisches Kino aus Korea von den 1960er Jahren bis in die 2010er Jahre, die Reihe „Film und Psychoanalyse“ zum Thema „Alles, was Recht ist“, eine besondere Ausgabe des Kurzfilmabends „Zuschauerkino“, organisiert vom MFZ, die Themen „Afrikas Zeugen“ und Postkolonialismus mit „Sensing Sites“ sowie ein Jubiläumsabend zu 100 Jahre „Faust“ von F.W. Murnau mit Live-Musikbegleitung.
- Das Festival Underdox ist zu Gast, und das Rumänische Filmfestival des Filmmuseums feiert in diesem Jahr seine 20. Ausgabe.
- Werner Herzog ist traditionell wieder zu Besuch im Filmmuseum und beendet die Spielzeit im Dezember mit der Verleihung des Werner-Herzog-Filmpreises an die kanadischen Filmemacher*innen Gabriela Osio Vanden und Jack Weisman für ihren Dokumentarfilm „Nuisance Bear“.
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