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WerkRaum Wiesbaden: positive Zwischenbilanz nach drei Monaten

Gäste kommen hier mit den Menschen hinter den Projekten ins Gespräch, entdecken Themen, die Wiesbaden bewegen, und lernen ihre Stadt aus neuen Blickwinkeln kennen. Der große Zuspruch zeigt: Der WerkRaum wird als offener Ort für Begegnung, Austausch und gemeinsames Gestalten angenommen.
Ausgangspunkt des Projekts war die Idee, einen bestehenden Ort neu zu denken: Ein leerstehendes Kaufhaus sollte mitten in der Wiesbadener Innenstadt zu einem sogenannten „Vierten Ort“ werden – einem offenen, konsumfreien Raum für Begegnung, Austausch und gesellschaftlichen Dialog. Initiiert wurde das Projekt von der Stiftung Stadtmuseum Wiesbaden und der Architektin und Stadtplanerin Sandra Düsterhus (POINT. Architektur). Gemeinsam mit Prof. Jörg Waldschütz und Studierenden des Studiengangs Kommunikationsdesign der Hochschule RheinMain entstand im Rahmen der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 ein offener Ort, an dem sich Menschen begegnen, Ideen austauschen, zusammenarbeiten und Zukunftsthemen diskutieren können.
Seit der Eröffnung ist der WerkRaum kontinuierlich in Bewegung. Ausstellungen, Vorträge, Workshops und Mitmachformate bringen Kultur, Wissenschaft, Stadtentwicklung und Zivilgesellschaft zusammen. Wo früher eingekauft wurde, wird heute diskutiert, gestaltet, gelernt und ausprobiert. Der ehemalige Verkaufsraum hat sich Schritt für Schritt mit Leben gefüllt und ist zu einem offenen Ort geworden, an dem die Menschen ihre Stadt aus neuen Perspektiven entdecken und mitgestalten können.
„Dass heute so viele Besucherinnen und Besucher den WerkRaum mit Leben füllen, zeigt, wie groß das Bedürfnis nach offenen Orten für Begegnung und Austausch mitten in der Stadt ist. Die Transformation eines leerstehenden Kaufhauses zu einem offenen Treffpunkt für die Stadtgesellschaft macht zugleich sichtbar, wie viel Potenzial in bestehenden Gebäuden steckt. Für mich ist das ein Beispiel dafür, dass nachhaltige Stadtentwicklung auch bedeutet, Orte neu zu nutzen und gemeinsam mit Leben zu füllen“, betont Sandra Düsterhus, Architektin und Mitinitiatorin des WerkRaums.
Nach den Monatsschwerpunkten „Gemeinschaft“, „Lebensräume“ und „Sommer in der Stadt“ widmet sich der WerkRaum im August dem Thema „Stadtgeschichten“. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Geschichte helfen kann, die Gegenwart besser zu verstehen und die Zukunft zu gestalten. Historische Perspektiven treffen auf aktuelle Debatten und laden dazu ein, Wiesbaden aus neuen Blickwinkeln zu entdecken.
Auch das Stadtmuseum am Markt gestaltet den Themenmonat mit zahlreichen Veranstaltungen und öffnet im WerkRaum erneut sein Gläsernes Museum. Besucherinnen und Besucher erhalten Einblicke in die Museumsarbeit, begegnen Objekten der Stadtgeschichte und erleben, wie Geschichte gesammelt, erforscht und erzählt wird. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens des sam im Marktkeller lädt Museumsdirektorin Sabine Philipp am 19. August zu einem Vortrag mit Rückblick auf die Entwicklung des Stadtmuseums und dessen Perspektiven für die Zukunft ein.
Zu den weiteren Höhepunkten des Augustprogramms zählen die Veranstaltung „Stadtgeschichte und Stadtstruktur“ des Stadtplanungsamtes und der Bauaufsicht/Untere Denkmalschutzbehörde am Montag, 10. August, sowie Thermalquellenrundgänge im Rahmen des WDC-Projektes „SpotHot“. Ergänzt wird das Angebot durch Vorträge und Lesungen zur Stadtgeschichte sowie das Begleitprogramm zur Sonderausstellung „Christian Dell  – Von der Silberkanne zur Goldgasse“. Dazu zählen unter anderem eine Workshow der Staatlichen Zeichenakademie Hanau, bei der grundlegende Silberschmiedetechniken live demonstriert und selbst ausprobiert werden können. Offene Werkstätten, Mitmachformate und Veranstaltungen weiterer Wiesbadener Partnerinnen und Partner runden die vielfältigen Aktionen im August ab.
„Dadurch, dass sich der WerkRaum zur Fußgängerzone hin öffnet, kommen viele Menschen neugierig herein. In der zwanglosen Atmosphäre entstehen ganz selbstverständlich Gespräche. Die Menschen erzählen uns ihre persönlichen Geschichten, teilen ihre Erinnerungen und Meinungen mit uns und zeigen, welche Themen sie bewegen. Wir erleben jeden Tag viel Zuspruch und große Anerkennung dafür, dass hier eine Alternative zu Geschäften und Konsum entstanden ist. Die Themen, die den WerkRaum während der sechs Monate prägen, sind eng mit Wiesbaden, seiner Geschichte und Entwicklung sowie mit den Menschen verbunden, die hier leben und gelebt haben. Im WerkRaum findet schon jetzt lebendige Stadtgeschichte statt“, so Sabine Philipp, Direktorin der Stiftung Stadtmuseum Wiesbaden. „Die häufigste Rückmeldung, die wir bekommen, lautet: ‚So einen Ort braucht Wiesbaden! Schön wäre es, wenn Sie hier bleiben könnten. Und wenn sich die Idee dieses Ortes mit einem neuen Stadtmuseum verbinden könnte, wäre dies ideal.‘“
Der WerkRaum zeigt seit drei Monaten, wie ein ehemaliges Kaufhaus mitten in der Innenstadt zu einem offenen Ort für Kultur, Austausch und gemeinsames Gestalten werden kann. Bis Ende Oktober lädt er mit wechselnden Themen und Veranstaltungen dazu ein, diesen Prozess weiter mitzugestalten.
Der WerkRaum ist ein Projekt des Stadtmuseums am Markt. Der WerkRaum Wiesbaden, Langgasse 5–9, ist geöffnet: 11 bis 19 Uhr werktags, 11 bis 20 Uhr donnerstags sowie sonntags nach Absprache. Weitere Informationen zum WerkRaum im August gibt es unter: WerkRaum Wiesbaden (Öffnet in einem neuen Tab).
Herausgeber dieser Pressemitteilung ist das Pressereferat der Landeshauptstadt Wiesbaden, Schlossplatz 6, 65183 Wiesbaden, pressereferatwiesbadende. Bürgerinnen und Bürger können sich bei Fragen an das zuständige Dezernat oder Amt wenden.

Fakten

  • Der WerkRaum wird als offener Ort für Begegnung, Austausch und gemeinsames Gestalten angenommen.
  • Das Projekt wurde von der Stiftung Stadtmuseum Wiesbaden und der Architektin Sandra Düsterhus (POINT. Architektur) initiiert.
  • Der WerkRaum ist ein Projekt des Stadtmuseums am Markt.
  • Der WerkRaum Wiesbaden, Langgasse 5–9, ist geöffnet: 11 bis 19 Uhr werktags, 11 bis 20 Uhr donnerstags sowie sonntags nach Absprache.
  • Die Themen, die den WerkRaum während der sechs Monate prägen, sind eng mit Wiesbaden, seiner Geschichte und Entwicklung sowie mit den Menschen verbunden, die hier leben und gelebt haben.
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