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POL-ME: Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Detmold und der Kreispolizeibehörde Mettmann: Erstes Urteil gegen Betrügerbande größtenteils rechtskräftig, weitere Anklage erhoben - 2608021
Detmold/ Ratingen/ Langenfeld (ots) - In einem durch die Staatsanwaltschaft Detmold und die Kreispolizeibehörde Mettmann geführten bundesweiten Sammelverfahren wegen gefälschter Gerichtskostenrechnungen hat der Bundesgerichtshof am 30.07.2026 die ...
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Fakten
- Der Bundesgerichtshof hat am 30.07.2026 die Revisionen der Angeklagten gegen die mit Urteil der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Detmold vom 27.11.2024 verhängten Freiheitsstrafen verworfen.
- Ein 45-jähriger Deutscher wurde wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs in 229 Fällen zu 4 Jahren 6 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt.
- Ein 49-jähriger Lette wurde wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs in 198 Fällen zu 4 Jahren 3 Monate Freiheitsstrafe verurteilt.
- Ein 67-jähriger Este wurde wegen Beihilfe zum gewerbsmäßigen Bandenbetrug in 179 Fällen zu 3 Jahren 3 Monate Freiheitsstrafe verurteilt.
- Die Verurteilten waren Teil einer international agierenden Betrügerbande und haben seit September 2020 mehr als 150.000 gefälschte Gerichtsrechnungen für Handelsregistereintragungen aus dem Raum Düsseldorf heraus verschickt.
- Dreitausend Unternehmen und Vereine fielen der Täuschung zum Opfer und überwiesen jeweils einen hohen dreistelligen Betrag.
- Insgesamt wurde ein Schaden von 2,7 Millionen Euro verursacht.
- Die Staatsanwaltschaft Detmold hat Anklage gegen zwei weitere Mittäter und einen Gehilfen vor die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Detmold erhoben.
- Den beiden Mittätern wird gewerbsmäßiger Bandenbetrug in 272 Fällen vorgeworfen.
- Dem Gehilfen wird vorgeworfen, zu diesen Taten durch sieben Handlungen Beihilfe geleistet zu haben.
- Die Ermittlungen gegen weitere Bandenmitglieder dauern noch an.
- Zum Hintergrund des Verfahrens wurde ein Auszug aus der ursprünglichen Pressemitteilung beigefügt.
- Zur Ergreifung der Täter wurde unter Beteiligung von Eurojust und Europol eine gemeinsame Ermittlungsgruppe gegründet, die von Staatsanwälten aus Detmold und Estland geleitet wurde.
- Die gemeinsame Ermittlungsgruppe verfolgte das überwiesene Geld mit Hilfe von Kollegen aus Lettland, Litauen, Ungarn, Malta, Bulgarien und Tschechien durch ganz Europa.
- Die Spur des Geldes führte nach Estland und von dort zurück zu dem möglichen Kopf der Bande in Düsseldorf.
- Bei dem länderübergreifend zeitgleich durchgeführten Zugriff in den frühen Morgenstunden im April 2023 waren insgesamt etwa 70 Polizeibeamte sowie ein Banknoten- und ein Rauschgiftspürhund im Einsatz.
- Detmolder Staatsanwälte begleiteten die Festnahmen in Estland und im Rheinland.
- In Düsseldorf, Ratingen und Langenfeld beschlagnahmte die Polizei Beweismittel und sicherte aufgefundenes Bargeld, weitere Vermögenswerte und Betäubungsmittel, sowie eine scharfe Schusswaffe.
- Im Zuge des Verfahrens sind zudem etwa 300 Bankkonten eingefroren worden.
- Das Sammelverfahren war Anfang Juli 2021 in der Sonderabteilung für Organisierte Kriminalität der Staatsanwaltschaft Detmold eingerichtet worden.
- Auf estnischer Seite waren für die Staatsanwaltschaft des Bezirks Viru Ermittler der Steuer- und Zollbehörde im Einsatz.
- Es wurde Vermögenswerte in Höhe von ca. 150.000 Euro sichergestellt.
- Die Abwicklung kann erst nach Rechtskraft der Einziehungsentscheidung erfolgen.
- Hinweise für Geschädigte werden zu gegebener Zeit auf der Internetseite der Staatsanwaltschaft Detmold veröffentlicht.
- Rückfragen von Medienvertretern/Journalisten bitte an: Staatsanwaltschaft Detmold OStA Heidberg Telefon: 05231-768-295
- StA Görlitz Telefon: 05231-768-275 pressestelle@sta-detmold.nrw.de