100 Tage im Amt: Landrat Manuel Just zieht erste Zwischenbilanz
100 Tage nach seinem Amtsantritt hat Landrat Manuel Just im Rahmen eines Mediengesprächs auf seine ersten Monate an der Spitze des Rhein-Neckar-Kreises geblickt. Dabei wurde schnell deutlich: Das Ankommen im neuen Amt ist gelungen – Zeit für eine längere Eingewöhnung blieb angesichts der großen Herausforderungen allerdings nicht. Themen des Mediengesprächs waren unter anderem die angespannte Haushaltslage des Landkreises, die Zukunft der GRN-Kliniken sowie die Arbeit der neu eingerichteten Haushaltsstrukturkommission.
Ich wusste, dass das Amt vielfältig ist. Wie viele unterschiedliche Themen an einem einzigen Tag zusammenkommen können, überrascht dann aber doch“, sagte Manuel Just. „Gleichzeitig habe ich mich von Beginn an sehr wohlgefühlt. Ich bin hier unglaublich herzlich aufgenommen worden und habe überall hoch motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erlebt. Das hat mir den Einstieg sehr leicht gemacht.“ Drei Monate nach seinem Amtsantritt beschreibt Just seine bisherige Zeit im Landratsamt deshalb nicht als Rückblick auf Erreichtes, sondern als Phase des Kennenlernens und Ankommens. Viele Gespräche mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, den Mitgliedern des Kreistags sowie den Verantwortlichen der kreiseigenen Gesellschaften hätten ihm geholfen, die Strukturen des Landkreises und die Themen, die die Menschen bewegen, in kurzer Zeit kennenzulernen.
Der Wechsel vom Oberbürgermeister an die Spitze des bevölkerungsreichsten Landkreises Baden-Württembergs sei dennoch größer gewesen, als er zunächst erwartet habe. „Als Oberbürgermeister trägt man Verantwortung für eine Stadt. Als Landrat geht es darum, den gesamten Landkreis mit seinen 54 Städten und Gemeinden im Blick zu behalten und gleichzeitig eine untere staatliche Verwaltungsbehörde zu führen. Das erweitert den Blick noch einmal deutlich.“ Besonders beeindruckt habe ihn die enorme Themenvielfalt. Zwischen strategischen Zukunftsfragen und ganz konkreten Anliegen aus den Städten und Gemeinden lägen oft nur wenige Minuten. Haushalt, Gesundheitsversorgung, Kreisstraßen, Bevölkerungsschutz, Natur- und Klimaschutz, Schulen oder Sozialleistungen – kaum ein anderer kommunaler Aufgabenbereich sei so breit aufgestellt wie ein Landratsamt.
„Genau diese Vielfalt macht das Amt aber auch so spannend. Kein Tag verläuft wie der andere. Umso wichtiger ist es, den Austausch mit den Menschen zu suchen, die täglich Verantwortung übernehmen. Gute Entscheidungen entstehen aus meiner Sicht nur im Miteinander.“ Dieses Miteinander prägte nach den Worten des Landrats auch seine ersten Monate im Amt. Er habe eine Kreisverwaltung kennengelernt, die mit hoher Fachkompetenz arbeite und in der viele Menschen bereit seien, Verantwortung zu übernehmen und Veränderungen mitzugestalten.
Viel Zeit zum Ankommen blieb dennoch kaum. Bereits in den ersten Wochen bestimmten die angespannte Haushaltslage des Rhein-Neckar-Kreises und die Zukunft der GRN-Kliniken den Arbeitsalltag des neuen Landrats. Vor allem die finanzielle Situation des Landkreises bezeichnete Just im Gespräch mit den Medien als eine der größten Herausforderungen. Steigende Sozialausgaben, hohe Belastungen insbesondere im Gesundheitsbereich und gleichzeitig begrenzte finanzielle Spielräume machten deutlich, dass sich der Landkreis intensiv mit seinen Strukturen und Ausgaben befassen müsse.
Ein sichtbares Zeichen dafür sei die Einrichtung der Haushaltsstrukturkommission gewesen, die der Kreistag auf Vorschlag von Landrat Just eingerichtet hat. Dort sollen Kreisverwaltung sowie Kreisrätinnen und Kreisräte gemeinsam Vorschläge erarbeiten, um den Haushalt nachhaltig zu stabilisieren und die Handlungsfähigkeit des Landkreises langfristig zu sichern. „Mir war wichtig, dieses Thema gleich zu Beginn meiner Amtszeit anzupacken. Die finanzielle Situation lässt sich nicht mit kurzfristigen Maßnahmen lösen. Wir brauchen einen offenen, ehrlichen Dialog und tragfähige Entscheidungen, die Verwaltung und Kreistag gemeinsam tragen.“
Ebenso intensiv beschäftigte Just in den vergangenen Wochen die Zukunft der GRN-Kliniken. Die wirtschaftliche Stabilisierung des Klinikverbunds und die Sicherung einer leistungsfähigen medizinischen Versorgung gehörten zu den zentralen Zukunftsaufgaben des Rhein-Neckar-Kreises. „Eine gute Gesundheitsversorgung ist ein wesentlicher Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge. Unser Anspruch muss sein, die Menschen auch künftig wohnortnah und auf hohem Niveau medizinisch versorgen zu können.“
Neben diesen großen Zukunftsthemen seien es vor allem die vielen Begegnungen gewesen, die ihn in den ersten 100 Tagen geprägt hätten. Bei Besuchen in den Städten und Gemeinden, in Unternehmen, Vereinen und Einrichtungen habe er erlebt, wie groß das Engagement der Menschen für ihren Landkreis sei. „Der Rhein-Neckar-Kreis ist stark, weil hier viele Menschen Verantwortung übernehmen – haupt- wie ehrenamtlich. Diese Bereitschaft, gemeinsam anzupacken, stimmt mich optimistisch. Darauf können wir aufbauen.“
Für die kommenden Monate sieht Just klare Schwerpunkte: die weitere Arbeit der Haushaltsstrukturkommission, die Zukunft der GRN-Kliniken, die Digitalisierung der Verwaltung sowie die enge Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden. Die ersten 100 Tage hätten ihm vor allem eines deutlich gemacht: Die Herausforderungen seien groß, zugleich verfüge der Rhein-Neckar-Kreis über beste Voraussetzungen, sie gemeinsam zu bewältigen.
„Das Gefühl, hier genau richtig zu sein, hat sich in den vergangenen 100 Tagen bestätigt. Ich freue mich auf die kommenden Jahre und darauf, gemeinsam mit den Mitarbeitenden im Landratsamt, dem Kreistag, den Kommunen sowie den Bürgerinnen und Bürgern unseren Rhein-Neckar-Krei weiterzuentwickeln.“
Zwischen Ankommen und großen Herausforderungen
Beeindruckende Themenvielfalt
Austausch mit Menschen besonders wichtig
Handlungsfähigkeit des Landkreises nachhaltig sichern
Zukunft der GRN-Kliniken als weiteres großes Thema
Hier finden Sie den kompletten Artikel:
Fakten
- Der Landrat von Rhein-Neckar-Kreis ist seit 100 Tagen im Amt.
- Die erste Zwischenbilanz des Landrats Manuel Just wurde in einem Mediengespräch vorgestellt.
- Das Ankommen im neuen Amt ist gelungen, aber die große Herausforderung der Haushaltslage des Landkreises bleibt.
- Die Zukunft der GRN-Kliniken ist ein zentrales Thema für den Landrat.
- Der Wechsel vom Oberbürgermeister an die Spitze des bevölkerungsreichsten Landkreises Baden-Württembergs war größer als erwartet.
- Das Amt des Landrats erfordert eine breite Vielfalt von Themen und Aufgaben.
- Die Kreisverwaltung arbeitet mit hoher Fachkompetenz und vielen Menschen sind bereit, Verantwortung zu übernehmen.
- Die Haushaltsstrukturkommission wurde eingerichtet, um den Haushalt nachhaltig zu stabilisieren.
- Die Zukunft der GRN-Kliniken ist von großer Bedeutung für die Gesundheitsversorgung des Landkreises.
- Das Engagement der Menschen für ihren Landkreis ist groß und stimmt dem Landrat optimistisch.
- Die erste 100-Tage-Periode hat den Landrat gezeigt, dass die Herausforderungen groß sind, aber die Voraussetzungen bestehen, um gemeinsam zu bewältigen.
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