Sonderausstellung im Museum Barockschloss Delitzsch mit zahlreichen Reaktionen und weiterem Begleitprogramm im Herbst
Im Themenjahr „Tacheles! Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen“ zeigt das Museum Barockschloss Delitzsch vom 21. März bis 1. November 2026 die Sonderausstellung „Jüdisches Leben in Delitzsch“.
Museumsleiter Jürgen Geisler stellt fest, dass nahezu alle Gäste des Schlosses auch den Weg in den Sonderausstellungsraum nehmen, um sich in der Ausstellung zu informieren: „Wir erleben ein reges Interesse am Thema und verzeichnen viele Einträge im
, wie folgende Beispiele zeigen“.
• 5. Juni 2026: „Ein sehr schön erhaltenes Schloss mit einigen interessanten Informationen. Die klein jüdische Sonderausstellung ist mit viel Liebe zum Detail gestaltet Ich werde sicherlich mit meinen Eltern wiederkommen. M.L. aus MS“
• 10. Juni 2026: „Die Ausstellung zum Judentum in der Erinnerung hat mich sehr berührt. Ich war Lehrer für Geschichte. Echt Interessant und eine fantastische Anlage. B.K.“
• 25. Juli 2026: „Vielen Dank für das sehr wissensvermittelnde Museum. Danke sehr für die wertvolle jüdische Ausstellung. Sehr wichtig. H.W.“
Gästebuch
Hatte das Museum schon im ersten Halbjahr 2026 zahlreiche Konzerte als
organisiert, stehen im letzten Drittel der Ausstellungszeit noch folgende Termine an:
• 29. September 2026, 19:00 Uhr: Die Shoa & die DDR. Jüdische Stimmen im staaltichen Antifaschismus (Kontrovers vor Ort in Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und der Volkshochschule Nordsachsen),
• 7. Oktober 2026, 19:00 Uhr: Tacheles reden! Kontrovers vor Ort in Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und der Volkshochschule Nordsachsen),
• 29. Oktober 2026, 18:00 Uhr: Finissage mit Lyrik und Musik.
Begleitprogramm
Die Ausstellung zeichnet eine lange und wechselvolle Geschichte nach und zeigt, wo jüdisch gläubige Menschen lebten, wie sie ihren Lebensunterhalt verdienten, wo sich Gebetsorte befanden und wie sie in die Stadtgesellschaft eingebunden waren.
Ein chronologischer Überblick ordnet die lokale Geschichte in zentrale Entwicklungen der jüdischen Geschichte ein, wozu auch die Ereignisse des 9. November 1938 zählen.
Darüber hinaus thematisiert die Ausstellung die jüdische Festkultur im Jahreslauf und verdeutlicht Bezüge zu christlichen Feiertagen. Einen Schwerpunkt bildet die Gründung der Delitzscher Synagogengemeinde im Jahr 1861, zu der auch die Orte Bitterfeld, Brehna und Eilenburg gehörten, sowie die Anlage des jüdischen Friedhofs vor den Toren der Stadt im selben Jahr.
Ein zentrales Ausstellungselement ist ein Großmodell der ehemaligen Andachtshalle, das den sonst nicht öffentlich zugänglichen jüdischen Friedhof anschaulich macht. Der Friedhof gehört heute zur Israelitischen Gemeinde Leipzig, wird von der Stadt Delitzsch gepflegt und ist seit 2008 jährlich am 9. November Ort einer gemeinsamen Gedenkandacht.
Zur Sonderausstellung
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