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Datenschutzeinstellungen Ergänzte PM: Blaualgen - Badeverbot für Buga

Nach Inaugenscheinnahme durch das Gesundheitsamt ist das Blaualgenvorkommen so hoch, dass gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht auszuschließen sind. Zudem besteht aufgrund der aktuell sehr geringen Sichttiefe ein deutlich erhöhtes Sicherheitsrisiko für Badende, da Rettungsmaßnahmen deutlich erschwert werden und eine höhere Verletzungsgefahr besteht.
Mit dem Badeverbot geht auch eine teilweise Sperrung des Wasserspielplatzes einher, da dieser mit dem See-Wasser gespeist wird. Die übrigen Spielgeräte sind weiterhin nutzbar. Ein Badeverbot für den Buga-See wurde zuletzt im Juli 2022 ausgesprochen.
Hintergrund: Blaualgen = Cyanobakterien
Die Kombination aus sinkendem Wasserstand, intensiver Sonneneinstrahlung und steigenden Wassertemperaturen schafft günstige Bedingungen für die Entwicklung von Cyanobakterien – umgangssprachlich als „Blaualgen“ bezeichnet. Entgegen der weit verbreiteten Bezeichnung handelt es sich bei Blaualgen jedoch nicht um Algen, sondern um Bakterien. Sie gehören zu den ältesten Organismen der Erde und können sich insbesondere in nährstoffreichen, warmen und langsam fließenden oder stehenden Gewässern stark vermehren.
Einige Arten bilden Stoffwechselprodukte, die für Menschen und Tiere gesundheitsschädlich sein können. Deshalb werden die Gewässer während der Badesaison regelmäßig kontrolliert.
Rekord-Trockenheit und Hitze
Nach den jüngsten Auswertungen des Deutschen Wetterdienstes war der Juli 2026 in Hessen der trockenste Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Gleichzeitig lag die Durchschnittstemperatur mit 20,2 °C deutlich über dem langjährigen Mittel von 16,9 °C. Mit rund 283 Sonnenstunden wurden zudem etwa 40 Prozent mehr Sonnenstunden registriert als im langjährigen Durchschnitt. Diese außergewöhnlichen Bedingungen fördern die Erwärmung der Gewässer und beschleunigen die Entwicklung von Cyanobakterien.
Einen wichtigen Beitrag zur Wasserqualität leisten die im See vorkommenden Makrophyten, also größere Wasserpflanzen wie Laichkräuter oder Tausendblatt. Sie nehmen Nährstoffe aus dem Wasser auf, produzieren Sauerstoff, stabilisieren das ökologische Gleichgewicht und konkurrieren mit Cyanobakterien um Licht und Nährstoffe. Damit wirken sie als natürliche "Wasserreiniger" und tragen wesentlich zur Verbesserung der Wasserqualität bei.
Aus diesem Grund wurden die Wasserpflanzen im BUGA-See bewusst erhalten. Die ökologische Funktion der Makrophyten ist ein wesentlicher Bestandteil eines nachhaltigen Gewässermanagements. Aber auch hier war dieses Jahr eine überdurchschnittlich starke Vermehrung der Makrophyten zu erkennen. Diese werden im September mit einem Unterwassermähboot zurückgeschnitten und die Biomasse aus der BUGA entfernt.
Kein Einzelfall
Die Situation am BUGA-See ist kein Einzelfall. In den vergangenen Jahren mussten für zahlreiche Badeseen in Deutschland zeitweise wegen erhöhter Konzentrationen von Cyanobakterien Warnhinweise oder Badeverbote ausgesprochen werden. Vergleichbare Entwicklungen wurden unter anderem am Twistesee (Landkreis Waldeck-Frankenberg), am Dümmer See (Niedersachsen), am Altwarmbüchener See (Region Hannover), am Baldeneysee (Essen) sowie an weiteren Badegewässern in Hessen und Deutschland beobachtet.
Die Stadt Kassel überwacht die Wasserqualität des BUGA-Sees regelmäßig in enger Abstimmung mit den zuständigen Fachbehörden. Ziel ist es, die Gesundheit der Badegäste zu schützen und gleichzeitig die natürlichen ökologischen Prozesse des Gewässers langfristig zu erhalten.
Die aktuelle Wasserqualität des Buga-Sees kann online beim Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie eingesehen werden:  https://badeseen.hlnug.de/badegewaesser/region-kassel/buga-see (Öffnet in einem neuen Tab)

Fakten

  • Der Buga-See ist in Hessen, Deutschland
  • Die Blaualgen sind Cyanobakterien und nicht Algen
  • Die Cyanobakterien können sich insbesondere in nährstoffreichen, warmen und langsam fließenden oder stehenden Gewässern stark vermehren
  • Einige Arten von Cyanobakterien bilden Stoffwechselprodukte, die für Menschen und Tiere gesundheitsschädlich sein können
  • Der Juli 2026 war der trockenste Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Hessen
  • Die Durchschnittstemperatur im Juli 2026 lag bei 20,2 °C
  • Es wurden etwa 40 Prozent mehr Sonnenstunden registriert als im langjährigen Durchschnitt
  • Die Makrophyten nehmen Nährstoffe aus dem Wasser auf, produzieren Sauerstoff und stabilisieren das ökologische Gleichgewicht
  • Die Wasserpflanzen im BUGA-See wurden bewusst erhalten
  • Die Situation am BUGA-See ist kein Einzelfall, sondern Teil eines größeren Problems mit Cyanobakterien in Deutschland
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