Stuttgarter Gemeinderat beschließt Umgestaltung von Dorotheenstraße und Theodor-Heuss-Straße
Der Stuttgarter Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 30. Juli mehrheitlich die Umgestaltung der Dorotheenstraße und den weiteren Ausbau der Radinfrastruktur in der Theodor-Heuss-Straße beschlossen. Für beide Projekte sind Investitionen von insgesamt rund 20,6 Millionen Euro vorgesehen. Für beide Maßnahmen erwarten die Planer Zuschüsse in Höhe von rund 10 Millionen Euro vom Land Baden-Württemberg.
Die Umgestaltung der Dorotheenstraße kostet rund 7,45 Millionen Euro. Zwischen Schillerplatz und Karlsplatz entstehen mehr Grünflächen, neue Bäume sowie Bereiche zum Aufenthalt. Die Umgestaltung geht mit der Beseitigung von nahezu allen 37 Parkplätzen unter freiem Himmel einher. Die Straße wird verkehrsberuhigt und als Tempo-20-Bereich gestaltet. Vor der Markthalle werden Ladezonen, Behindertenstellplätze und eine multifunktional nutzbare Fläche eingerichtet. Im Bereich der Münzstraße werden außerdem feste Poller installiert, um die Sicherheit bei Veranstaltungen zu erhöhen.
Für die Umgestaltung der Theodor-Heuss-Straße sind rund 13,17 Millionen Euro für zusätzliche Fahrradinfrastruktur vorgesehen. Zwischen der Langen Straße und der Bolzstraße entstehen auf beiden Straßenseiten baulich getrennte Radwege. Gleichzeitig werden die Fahrbahn erneuert, Bushaltestellen barrierefrei ausgebaut, eine zusätzliche Fußgängerquerung geschaffen und die Aufenthaltsqualität im Straßenraum verbessert.
Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper hatte sich gerade auch in Anbetracht der angespannten Haushaltslage gegen die beiden Projekte ausgesprochen: „Das Regierungspräsidium Stuttgart hat uns in seinem Genehmigungsschreiben zum Doppelhaushalt 2026/2027 auferlegt, bereits beschlossene investive Freiwilligkeitsleistungen beim Haushaltsplanvollzug dringend nochmals auf den Prüfstand zu stellen, soweit sie nicht unaufschiebbar und unabwendbar sind. Aus meiner Sicht passen die beiden Umgestaltungsmaßnahmen nicht zur derzeitigen städtischen Haushalts- und Finanzlage. Sie passen insbesondere nicht in eine Zeit, in der Mittel für die dringend erforderliche Sanierung und Modernisierung von Schulen und Kindertagesstätten fehlen. Konzentration auf das Wesentliche und klare Priorisierung ist das Gebot der Stunde.“
Die Behördennummer 115 ist in der Regel zum Festnetztarif und damit kostenlos über Flatrates erreichbar. Viele Mobilfunkanbieter haben ihre Preise an die Festnetztarife angepasst. Die Mitarbeitenden erreichen Sie von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr.
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