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Jahresabschluss 2025: Stuttgart verzeichnet Rekorddefizit von 711,7 Millionen Euro

Der Jahresabschluss 2025 der Landeshauptstadt Stuttgart weist mit 711,7 Millionen Euro das höchste Defizit der Stadtgeschichte aus. Gegenüber dem Vorjahr verschlechterte sich das Ergebnis um rund 700 Millionen Euro, gegenüber dem Rekordüberschuss des Jahres 2023 sogar um rund 1,5 Milliarden Euro. Auch der Finanzzwischenbericht 2026 zeigt, dass sich die Haushaltslage im laufenden Jahr voraussichtlich weiter verschlechtern wird. Der Gemeinderat hat den Jahresabschluss am Donnerstag, 30. Juli, beschlossen.
Der Bürgermeister für Wirtschaft, Finanzen und Beteiligungen, Thomas Fuhrmann, sagt: „Der Jahresabschluss macht deutlich, vor welch großen finanziellen Herausforderungen Stuttgart steht. Unser Ziel bleibt, den städtischen Haushalt Schritt für Schritt wieder strukturell ins Gleichgewicht zu bringen und die notwendigen Investitionen in Schulen, Kitas, Mobilität, Klimaschutz und die städtische Infrastruktur verantwortungsvoll zu sichern.“
Das Rekorddefizit ist vor allem auf den deutlichen Rückgang der Gewerbesteuererträge sowie weiter steigende Personal-, Sozial- und Sachaufwendungen zurückzuführen. Nach außergewöhnlich hohen Gewerbesteuererträgen in den Jahren 2022 und 2023 gingen die Nettoerträge 2025 auf 732 Millionen Euro zurück. Gleichzeitig sind die ordentlichen Aufwendungen seit 2021 um rund 1,2 Milliarden Euro beziehungsweise 34 Prozent gestiegen.
Die Stadt konnte ihre laufenden Aufwendungen damit im zweiten Jahr in Folge nicht vollständig aus eigenen Erträgen finanzieren. Eigene Mittel für Investitionen werden derzeit nicht erwirtschaftet. Für 2026 rechnet die Verwaltung mit einer weiteren Verschlechterung des Ergebnishaushalts um 22,5 Millionen Euro gegenüber der Haushaltsplanung. Der Zahlungsmittelfehlbetrag aus der laufenden Verwaltung wird voraussichtlich auf 614,5 Millionen Euro steigen. Eine spürbare Verbesserung der Finanzlage ist damit auch im laufenden Jahr nicht in Sicht. „Im Aufwandsbereich sind dringend weitere Gegensteuerungsmaßnahmen erforderlich, da sich auch im Geschäftsjahr 2026 keine Verbesserung der Finanzlage abzeichnet“, so Fuhrmann.
Die im Haushalt vorgesehene Kreditermächtigung von 649 Millionen Euro musste bislang nicht in Anspruch genommen werden. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass Investitionen langsamer umgesetzt wurden als ursprünglich geplant.
Fuhrmann schlussfolgert: „Die angespannte Haushaltslage macht die weitere Konsolidierung notwendig. Gleichzeitig brauchen die Kommunen eine bessere Finanzausstattung. Bund und Land müssen ihren Beitrag leisten.“
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Fakten

  • Stuttgart verzeichnet Rekorddefizit von 711,7 Millionen Euro
  • Das höchste Defizit der Stadtgeschichte aus
  • Gegenüber dem Vorjahr verschlechterte sich das Ergebnis um rund 700 Millionen Euro
  • Gegenüber dem Rekordüberschuss des Jahres 2023 sogar um rund 1,5 Milliarden Euro
  • Der Gemeinderat hat den Jahresabschluss am Donnerstag, 30. Juli, beschlossen
  • Unser Ziel bleibt, den städtischen Haushalt Schritt für Schritt wieder strukturell ins Gleichgewicht zu bringen und die notwendigen Investitionen in Schulen, Kitas, Mobilität, Klimaschutz und die städtische Infrastruktur verantwortungsvoll zu sichern.
  • Der Rekorddefizit ist vor allem auf den deutlichen Rückgang der Gewerbesteuererträge sowie weiter steigende Personal-, Sozial- und Sachaufwendungen zurückzuführen
  • Die Stadt konnte ihre laufenden Aufwendungen damit im zweiten Jahr in Folge nicht vollständig aus eigenen Erträgen finanzieren.
  • Für 2026 rechnet die Verwaltung mit einer weiteren Verschlechterung des Ergebnishaushalts um 22,5 Millionen Euro gegenüber der Haushaltsplanung
  • Die Zahlungsmittelfehlbetrag aus der laufenden Verwaltung wird voraussichtlich auf 614,5 Millionen Euro steigen.
  • Die im Haushalt vorgesehene Kreditermächtigung von 649 Millionen Euro musste bislang nicht in Anspruch genommen werden
  • Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass Investitionen langsamer umgesetzt wurden als ursprünglich geplant.
  • Die angespannte Haushaltslage macht die weitere Konsolidierung notwendig. Gleichzeitig brauchen die Kommunen eine bessere Finanzausstattung. Bund und Land müssen ihren Beitrag leisten.
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