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Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald engagiert sich für den Schutz des Auerhuhns im Südschwarzwald

Im Forstrevier Feldberg des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald hat eine Habitatpflegeaktion mit freiwilligen Helfern aus dem Projekt „Ehrensache Natur“ des Naturpark Südschwarzwald stattgefunden. Im Rahmen dieses Projektes konnten sich Freiwillige aktiv für den Naturschutz engagieren, indem sie bei der Landschafts- oder Lebensraumpflege für geschützte Arten aktiv mitanpackten. Die Freiwilligen wurden von dem Förster des Reviers Feldberg und von Christine Peter vom Naturpark Südschwarzwald e.V. betreut und angeleitet.
Das Auerhuhn im Südschwarzwald – ein bedrohtes Wahrzeichen unserer BergwälderDas Auerhuhn (Tetrao urogallus) gilt als eine der Charakterarten der Schwarzwälder Bergwälder – doch sein Bestand ist ernsthaft gefährdet. Im Südschwarzwald, einem der letzten Rückzugsgebiete dieser imposanten Vogelart in Mitteleuropa, sind die Populationen in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch zurückgegangen. Ursachen hierfür sind vor allem der Verlust geeigneter Lebensräume, die zunehmende Verdichtung der Wälder, Störungen durch Freizeitaktivitäten sowie die Folgen des Klimawandels. Das Auerhuhn benötigt lichte, strukturreiche Nadelwälder mit einer Bodenvegetation aus Heidelbeeren – ein Lebensraum, der immer seltener wird. Ohne gezielte Schutzmaßnahmen droht dem Auerhuhn im Südschwarzwald das langfristige Aussterben. Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald übernimmt VerantwortungDer Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald kümmert sich schon seit vielen Jahren um die letzten Auerhuhnpopulationen und trägt damit aktiv zum Schutz und Erhalt dieser Art bei. Seit 2024 wurden bereits 70 Hektar Auerhuhnlebensräume – vor allem in den Kommunalwäldern des Landkreises - gezielt gestaltet und aufgewertet. Allein die Gemeinde Feldberg pflegt auf 20 Hektar (rund 5 Prozent der Gemeindewaldfläche) regelmäßig geeignete Lebensräume. Durch die Auflichtung dichter Waldbestände, die Förderung und Pflege von Heidelbeersträuchern und die Schaffung strukturreicher Waldstrukturen entstehen Lebensräume, in denen sich das Auerhuhn wohlfühlt und erfolgreich fortpflanzen kann. Wie wichtig dabei auch das persönliche Engagement vor Ort ist, betont Martin Bach, Förster im Revier Feldberg: „Ich betreibe schon seit vielen Jahren aktiven Auerhuhnschutz und für mich ist das weit mehr als nur eine dienstliche Aufgabe. Mir liegen die Auerhühner sehr am Herzen und sie begeistern mich. Daher habe ich eine persönliche Motivation für diese Schutzmaßnahmen. Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass diese persönliche Begeisterung all jener, die sich für das Auerhuhn engagieren, maßgeblich ist für den erfolgreichen Arterhalt.“ Ein Gewinn für die gesamte Artenvielfalt der BergwälderDie durchgeführten Maßnahmen kommen dabei nicht allein dem Auerhuhn zugute. Von den vielfältigen Strukturen und lichten Waldlebensräumen profitieren zahlreiche weitere Bergvogelarten, darunter auch solche, die durch das EU-weite Vogelschutzgebietsnetzwerk von Natura 2000 besonders geschützt werden. Arten wie der Dreizehenspecht, der Sperlingskauz oder der Baumpieper finden in den aufgewerteten Lebensräumen ebenfalls verbesserte Bedingungen vor. So wirkt der Schutz des Auerhuhns wie ein Schirm für ein ganzes Netzwerk an bedrohten Arten – ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt in unseren Bergwäldern. Artenschutz als integraler Bestandteil der Waldpflege“Beim Kreisforstamt Breisgau-Hochschwarzwald wird der Artenschutz konsequent mitgedacht. Gerade weil das Artensterben durch den Klimawandel beschleunigt werden kann, ist es unerlässlich, ökologische Aspekte bei jeder Maßnahme der Waldpflege zu berücksichtigen.“ betont Kreisforstamtsleiter Michael Kilian. Der Landkreis versteht den Schutz des Auerhuhns und seiner Lebensräume daher nicht als isolierte Aufgabe, sondern als festen Bestandteil einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Waldbewirtschaftung. Nur so lässt sich die einzigartige Artenvielfalt des Südschwarzwaldes auch für kommende Generationen bewahren.
Freiwilliges Engagement bei der Auerhuhnhabitatpflege im Revier Feldberg
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Fakten

  • Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald engagiert sich für den Schutz des Auerhuhns im Südschwarzwald
  • Die Habitatpflegeaktion mit freiwilligen Helfern aus dem Projekt "Ehrensache Natur" des Naturpark Südschwarzwald stattgefunden hat
  • Das Auerhuhn (Tetrao urogallus) gilt als eine der Charakterarten der Schwarzwälder Bergwälder
  • Die Populationen der Auerhuhnpopulationen im Südschwarzwald sind in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch zurückgegangen
  • Ursachen für die Rückgänge sind vor allem der Verlust geeigneter Lebensräume, die zunehmende Verdichtung der Wälder, Störungen durch Freizeitaktivitäten sowie die Folgen des Klimawandels
  • Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald übernimmt Verantwortung für den Schutz des Auerhuhns und trägt damit aktiv zum Schutz und Erhalt dieser Art bei
  • Seit 2024 wurden bereits 70 Hektar Auerhuhnlebensräume gezielt gestaltet und aufgewertet
  • Die Gemeinde Feldberg pflegt auf 20 Hektar regelmäßig geeignete Lebensräume für das Auerhuhn
  • Der Schutz des Auerhuhns ist ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt in unseren Bergwäldern
  • Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald versteht den Schutz des Auerhuhns und seiner Lebensräume als festen Bestandteil einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Waldbewirtschaftung
  • Die Freiwilligenengagement bei der Auerhuhnhabitatpflege im Revier Feldberg ist ein wichtiger Teil des Schutzes der Art
  • Der Standort des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald liegt in Deutschland
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