Nürnberg weiterhin als Fairtrade-Stadt zertifiziert
Fairtrade Deutschland hat Nürnberg für zwei weitere Jahre als Fairtrade-Stadt zertifiziert. Damit würdigt die Organisation das Engagement der Stadt und ihren vielfältigen Einsatz für fairen Handel, nachhaltige Beschaffung und globale Verantwortung. Bei der erstmaligen Auszeichnung vor 16 Jahren war Nürnberg bundesweit die 22. zertifizierte Fairtrade-Kommune, inzwischen gibt es 942 Fairtrade-Städte in ganz Deutschland. Bildungsarbeit, faire Produktbeschaffung in der Verwaltung oder faire Willkommensgeschenke für alle neugeborenen Nürnberger Babys sind einige Beispiele dafür, wo Fairtrade in der Stadt spürbar und sichtbar wird.
„Die erneute Auszeichnung als Fairtrade Town zeigt, dass nachhaltiges Handeln und globale Verantwortung in Nürnberg fest verankert sind. Außerdem ist sie eine tolle Bestätigung für das Engagement vieler Menschen und Institutionen in unserer Stadt. Fairer Handel wirkt sich auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen vieler Menschen aus und trägt zu einer nachhaltigen globalen Entwicklung bei. Mein herzlicher Dank gilt allen, die sich seit nunmehr 16 Jahren dafür einsetzen fairen Handel in Nürnberg sichtbar und erlebbar zu machen. Gemeinsam setzen wir damit ein Zeichen für globale Solidarität, Nachhaltigkeit und verantwortungsbewusstes Handeln“, so Britta Walthelm, Referentin für Umwelt und Gesundheit der Stadt Nürnberg.
Die Zertifizierung ist an mehrere Kriterien geknüpft. Dazu gehören unter anderem ein Ratsbeschluss zur Unterstützung des fairen Handels, die Verwendung von Fairtrade-Produkten in Verwaltung und Politik, das Engagement des Einzelhandels und der Gastronomie sowie die Mitwirkung von Schulen, Vereinen, Kirchen und weiteren zivilgesellschaftlichen Akteuren. Eine lokale Steuerungsgruppe unter Federführung des Referats für Umwelt und Gesundheit koordiniert die Aktivitäten und entwickelt neue Projekte zur Förderung des fairen Handels.
Fairtraide-ProdukteBeispiele für faire Nürnberger Produkte sind die bio-fair produzierten Mulltücher mit Nürnberg-Motiv, die seit vergangenem Jahr in den Geburtsstationen als Willkommensgeschenk an Eltern Neugeborener verteilt werden. Die Tücher verbinden praktischen Nutzen mit einer nachhaltigen Botschaft.
Seit Dezember 2025 ist der fair produzierte Plüschhase „Albrecht“ als Botschafter des fairen Handels in verschiedenen Nürnberger Geschäften erhältlich und macht auf Menschen- und Arbeitsrechte entlang globaler Lieferketten aufmerksam.
Im Mai dieses Jahres lud die Stadt zu einem „Fairen Frühstück“ auf dem Hauptmarkt. Zahlreiche Gäste probierten an einer langen Tafel faire Produkte und tauschten sich dabei über nachhaltigen Konsum und fairen Handel aus. Im Oktober wird erstmals gemeinsam mit dem Nürnberger Umweltpreis ein Sonderpreis „Fairtrade“ an vier engagierte Institutionen verliehen.
Bildung ist ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit der Fairtrade-Steuerungsgruppe. So findet im Februar 2027 erneut die Veranstaltung „Global Learning“ für weiterführende Schulen statt. Sie vermittelt Schülerinnen und Schülern auf anschauliche Weise die Zusammenhänge zwischen nachhaltiger Entwicklung, globaler Gerechtigkeit und fairem Handel.
Ausgezeichnetes Engagament Nürnbergs Fairtrade-Engagement wurde 2026 ausgezeichnet: Die Faire Metropolregion Nürnberg belegte in der Kategorie „Gesellschaftliches Engagement“ bei den Fairtrade Awards den zweiten Platz. Im Oktober 2026 fahren Jugendliche aus fünf fairen Kommunen der Metropolregion, darunter auch Schüler des Scharrer-Gymnasiums in Nürnberg, als Jugendbotschafterinnen und Jugendbotschafter für den Fairen Handel zur Internationalen Fairtrade-Konferenz nach Brüssel. Und die nächste große Fairtrade-Werkstatt auf Metropolregionsebene wird im Oktober 2027 in Nürnberg tagen.
Nürnberg ist eine von insgesamt 90 aktiven Fairtrade-Kommunen innerhalb der Fairen Metropolregion Nürnberg. In der Stadt gibt es sieben zertifizierte Fairtrade Schools und eine ausgezeichnete Eine-Welt-Kita. Zudem sind die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und die Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm zertifizierte Fairtrade-Unis.
All das macht deutlich: Fairer Handel ist in Nürnberg längst Teil des städtischen Selbstverständnisses. Gemeinsam mit zahlreichen Partnerinnen und Partnern wird sich die Stadt auch künftig für mehr globale Gerechtigkeit, nachhaltigen Konsum und verantwortungsvolles Handeln einsetzen. jos
Weitere Informationen unter: fairtrade.nuernberg.de
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Fakten
- Nürnberg ist eine von insgesamt 90 aktiven Fairtrade-Kommunen innerhalb der Fairen Metropolregion Nürnberg.
- Die Stadt Nürnberg hat sieben zertifizierte Fairtrade Schools und eine ausgezeichnete Eine-Welt-Kita.
- Fairtraide-Produkte sind die bio-fair produzierten Mulltücher mit Nürnberg-Motiv, die seit vergangenem Jahr in den Geburtsstationen als Willkommensgeschenk an Eltern Neugeborener verteilt werden.
- Der fair produzierte Plüschhase „Albrecht“ ist als Botschafter des fairen Handels in verschiedenen Nürnberger Geschäften erhältlich und macht auf Menschen- und Arbeitsrechte entlang globaler Lieferketten aufmerksam.
- Die Stadt Nürnberg wird im Oktober 2027 gemeinsam mit dem Nürnberger Umweltpreis einen Sonderpreis „Fairtrade“ an vier engagierte Institutionen verliehen.
- Die Faire Metropolregion Nürnberg belegte in der Kategorie „Gesellschaftliches Engagement“ bei den Fairtrade Awards den zweiten Platz im Jahr 2026.
- Jugendliche aus fünf fairen Kommunen, darunter auch Schüler des Scharrer-Gymnasiums in Nürnberg, fahren als Jugendbotschafterinnen und -botschafter für den Fairen Handel zur Internationalen Fairtrade-Konferenz nach Brüssel.
- Nürnberg ist seit 16 Jahren eine zertifizierte Fairtrade-Stadt und hat sich zu einem Vorbild für fairen Handel in Deutschland entwickelt.
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