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Muskator-Gelände: Fördergeld vom Denkmalschutz

Mit einem sechsstelligen Betrag fördert der Freistaat Sachsen die Notsicherung der beiden Verladestationen auf dem Muskator-Gelände. Die Bauwerke, im Volksmund oft als „Stelzenbauten“ bezeichnet, sind vor einigen Jahren vom Land unter Denkmalsschutz gestellt worden. Die Stadt Riesa möchte jedoch in diesem Bereich die letzte Lücke im Elberadweges schließen, der dann über das Muskatorgelände und teilweise unterhalb dieser Gebäude entlangführen soll. Da die Gefahr besteht, dass von den teils maroden Gebäuden Teil abbrechen, ist eine Notsicherung zwingend erforderlich.
In intensiven Gesprächen der Stadt Riesa mit dem Landesamt für Denkmalpflege wurde nun eine Lösung gefunden. Das Landesamt bewilligt der Wohnungsgesellschaft Riesa (WGR) als Eigentümer des Geländes eine Zuwendung von rund 147.000 Euro, um spätestens bis Ende 2027 die notwendigen Sicherungsarbeiten umzusetzen. „Das ist ein sehr gutes Signal, damit wir in diesem Bereich endlich vorankommen können“, sagte Riesas Oberbürgermeister Marco Müller. Er nahm in seiner Funktion als Vorsitzender des WGR-Aufsichtsrates den Förderbescheid von Alf Furkert, Leiter des Landesamtes für Denkmalpflege, in Dresden entgegen.
Während sich der Maschinenturm und das große Silo in Privatbesitz befinden, hatte die Stadt Riesa den benachbarten Bereich des Muskatorgeländes vor einigen Jahren der städtischen Gesellschaft WGR übereignet. Die Elbland Kunsthalle und die davorliegende Terrasse werden vor allem dank des dort agierenden Vereins bereits intensiv genutzt und sind für die Öffentlichkeit bei sehenswerten Kunstausstellungen und Musikveranstaltungen zugänglich.
Unterhalb der Terrasse im unmittelbaren Bereich des Elbkais verlegen die Stadtwerke Riesa in Zusammenarbeit mit der Wasserversorgung derzeit neue Medien für die Versorgung mit Gas, Wasser und Elektrizität. Nach der Fertigstellung kann die Trasse dann als neuer Abschnitt des Elberadwegs genutzt werden. Und genau dafür ist jedoch die Notsicherung der Verladebauten eine wesentliche und unabdingbare Voraussetzung. Die Wohnungsgesellschaft Riesa wird die Arbeiten in nächster Zeit entsprechend ausschreiben.

Fakten

  • Der Freistaat Sachsen fördert den Denkmalschutz mit einem sechsstelligen Betrag.
  • Die Verladestationen auf dem Muskator-Gelände sind vor einigen Jahren vom Land unter Denkmalsschutz gestellt worden.
  • Die Stadt Riesa möchte den Elberadweg über das Muskatorgelände führen.
  • Die Gefahr besteht, dass von den teils maroden Gebäuden Teil abbrechen.
  • Das Landesamt für Denkmalpflege bewilligt der Wohnungsgesellschaft Riesa eine Zuwendung von rund 147.000 Euro.
  • Die notwendigen Sicherungsarbeiten müssen spätestens bis Ende 2027 umgesetzt werden.
  • Der Maschinenturm und das große Silo befinden sich in Privatbesitz.
  • Die Stadt Riesa hat den benachbarten Bereich des Muskatorgeländes vor einigen Jahren der städtischen Gesellschaft WGR übereignet.
  • Die Elbland Kunsthalle und die davorliegende Terrasse sind für die Öffentlichkeit zugänglich.
  • Die Trasse kann nach der Fertigstellung als neuer Abschnitt des Elberadwegs genutzt werden.
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