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Ferien in der Offenen Werkstatt: Praktischer Spaß mit Lerneffekt

Ferien ist gleich Faulenzen? Da ist überhaupt nichts dagegen zu sagen. Als neugieriger Junge und interessiertes Mädchen kann man aber auch seine eigenen Hände und den Kopf dazu benutzen, etwas Bleibendes herzustellen, da man dann auch selbst verwenden kann.
Möglich ist das bei den Ferien-Workshops in der Offenen Werkstadt der Kreishandwerkerschaft Region Meißen (KHS), Lange Str. 51c in Riesa. „Hier herrscht echte Arbeitsatmosphäre“, beschreibt Cornelia Hartzsch das Treiben in den verschiedenen Werkstatträumen. Da wird Holz gesägt und geschliffen, aber auch der 3D-Drucker mit Daten versorgt, damit er das gewünschte Stück herstellt. Zudem sind einige Podcaster damit befasst, das Geschehen zu kommentieren und pfiffige Fragen zu stellen. Ein paar Türen weiter wartet ein alter Alfa Romeo auf geschickte Hände und schlaue Köpfe. Wobei „geschickt“ ein weiter Begriff ist: Willkommen sind alle, die Spaß am Gestalten haben. Niemand kann sich blamieren, erfahrene Handwerker stehen als Anleiter bereit und unterstützen, wo es nottut.
Durch den Zuspruch über die Jahre hinweg sehen sich die Macher der Offenen Werkstatt bestätigt: „Es ist für die Jungs und Mädchen immer wieder ein Erlebnis, etwas selbst Geschaffenes mit nach Hause zu nehmen“, so Cornelia Hartzsch. Der Lerneffekt praktischer Handarbeit sei unbezahlbar. Und im besten Fall kann daraus eine Lebensperspektive entstehen: Einige Jugendliche haben bei den Workshops reingeschnuppert, dort ihre Liebe zum Handwerk entdeckt und nun schon einen tollen Lehrabschluss gemacht.
Aktuell sieht man die Lage im Handwerk keineswegs nur pessimistisch: „Unsere Lehrlingszahlen steigen gerade“, freut sich KHS-Geschäftsführer Jens-Torsten Jacob. Im gesamten Landkreis stehen aktuell 360 Ausbildungsplätze im Handwerk zur Verfügung, für rund 200 gibt es bereits feste Verträge. „Tischlerei und Kfz-Gewerbe sind sehr begehrt. Metallbau, Elektro und Ausbaugewerbe laufen gut, im Friseurhandwerk werden noch junge Menschen gesucht“, so Jacob.
An den Anforderungen heutiger Ausbildung orientiert sich auch die Offene Werkstatt und bietet neben dem alten Alfa jetzt auch das „Friemeln“ an einem moderneren VW Golf an. „Gerade bei der Elektronik im Auto hat sich immens viel verändert, dem müssen wir natürlich gerecht werden“, so Holger Mucke von der Kreishandwerkerschaft.
Für die zweite Hälfte der Ferien fällt die Zahl der Workshops weiterhin reichlich aus: Vom 27. bis 31. Juli können junge Schrauberinnen und Schrauber ab 14 Jahre am Auto basteln, die Abteilung 3D-Druck bietet ein „Tüftel-Überraschungsprogramm“, und im Fotokurs (ab 11 Jahre) kann man die Geheimnisse des Erstellens guter Bilder ergründen.
Bewegte Bilder sind dann Thema des Videokurses mit Smartphone (ab 12 J.) vom 3. bis 7. August. In dieser Woche finden für Schüler der Klassenstufen 7 bis 9 außerdem die Berufetage in Riesa, Meißen und Großenhain statt. Und in der letzten Ferienwoche (10. bis 13. August) können Schüler ab Klasse 4 ihre eigenen Stelzen aus Holz bauen.
Noch ist überall was frei: „Alle Kurse haben zehn Plätze, bisher kommen jeweils fünf bis neun Kinder und Jugendliche“, so Cornelia Hartzsch. Die Gebühren bewegen sich zwischen 35 und 55 Euro für die Woche, die Berufetage sind kostenfrei. Für Infos und Anmeldung kann man sich auf
umtun oder per Mail an
wenden.
www.inno-handwerk.de
hartzsch@kh-meissen.de

Fakten

  • Die Offene Werkstatt der Kreishandwerkerschaft Region Meißen befindet sich in Riesa, Lange Str. 51c.
  • Der Lerneffekt praktischer Handarbeit sei unbezahlbar.
  • Einige Jugendliche haben bei den Workshops ihre Liebe zum Handwerk entdeckt und nun schon einen tollen Lehrabschluss gemacht.
  • Die Lehrlingszahlen steigen gerade in der Kreishandwerkerschaft Region Meißen.
  • Im gesamten Landkreis stehen aktuell 360 Ausbildungsplätze im Handwerk zur Verfügung.
  • Rund 200 gibt es bereits feste Verträge.
  • Tischlerei und Kfz-Gewerbe sind sehr begehrt.
  • Metallbau, Elektro und Ausbaugewerbe laufen gut.
  • Im Friseurhandwerk werden noch junge Menschen gesucht.
  • Die Offene Werkstatt bietet neben dem alten Alfa auch das "Friemeln" an einem moderneren VW Golf an.
  • Für die zweite Hälfte der Ferien fällt die Zahl der Workshops weiterhin reichlich aus.
  • Vom 27. bis 31. Juli können junge Schrauberinnen und Schrauber ab 14 Jahre am Auto basteln.
  • Die Abteilung 3D-Druck bietet ein "Tüftel-Überraschungsprogramm" an.
  • Im Fotokurs (ab 11 Jahre) kann man die Geheimnisse des Erstellens guter Bilder ergründen.
  • Bewegte Bilder sind dann Thema des Videokurses mit Smartphone (ab 12 J.) vom 3. bis 7. August.
  • Für Schüler der Klassenstufen 7 bis 9 finden die Berufetage in Riesa, Meißen und Großenhain statt.
  • In der letzten Ferienwoche (10. bis 13. August) können Schüler ab Klasse 4 ihre eigenen Stelzen aus Holz bauen.
  • Alle Kurse haben zehn Plätze, bisher kommen jeweils fünf bis neun Kinder und Jugendliche.
  • Die Gebühren bewegen sich zwischen 35 und 55 Euro für die Woche.
  • Die Berufetage sind kostenfrei.
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