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Spielen unterm Hakenkreuz: Suchaufruf zum Kartenspiel „Verlorenes Land“

Das Deutsche Spielearchiv Nürnberg und das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände suchen in Vorbereitung einer Online-Ausstellung nebst Begleitpublikation möglichst viele verschiedene Ausgaben des Schwarzer Peter-Spiels „Verlorenes Land“. Der Aufruf richtet sich unter anderem an Museen, Archive und Spielkarten- und Spielevereinigungen, aber auch an die breite Öffentlichkeit. Neben dem eigentlichen Kartensatz mit 16 Kartenpaaren sind insbesondere die oft unterschiedlichen Kartenrückseiten nebst Begleit- und Sonderkarten von Interesse. Auch historische Werbeanzeigen oder Aufrufe zum Sammeln der Karten können bereichernde Ergänzungen für die Online-Ausstellung sein.
Inhaltlich setzt sich das Kartenspiel mit den Folgen der Versailler Friedensordnung für das Deutsche Reich auseinander. Jedes Kartenpaar zeigt auf einer Spielkarte die geografische Lage eines der durch den Vertrag von Versailles 1919 „verloren“ gegangenen Gebietsteile und auf der zweiten Karte eine dazu gehörende markante oder geschichtsträchtige Stadt- oder Landschaftsansicht. Zum Kartensatz gehören außerdem eine Karte mit dem Aufdruck „33“, die den Schwarzen Peter ersetzt, eine Karte mit den Spielregeln sowie ein Deckblatt und ein Schutzdeckel. Als Hersteller des Spiels wird Lux-Spiele angegeben, wobei bis heute nicht bekannt ist, wer hinter Lux-Spiele stand. Das Spiel wurde ab 1933 – überwiegend von Zeitungen der NS-Presse – im Rahmen eines Sammelbilderwettbewerbs, der sich an Kinder und Jugendliche richtete, deutschlandweit als Preis ausgelobt.
Scans oder Fotos des Kartenspiels nimmt das Spielearchiv bis zum Jahresende 2026 per E-Mail an spielearchiv@stadt.nuernberg.de unter Angabe des Betreffs „Verlorenes Land“ entgegen. Die Digitalisate sollten vorzugsweise im tiff-Format und mit einer Auflösung von 300dpi zur Verfügung gestellt werden. Das Projektteam freut sich aber auch über Objektspenden des Spiels. Diese können per Post gesendet werden an das Deutsche Spielearchiv Nürnberg, Egidienplatz 23, 90403 Nürnberg. Der Zustand und die Vollständigkeit des Kartenspiels sind hierbei nachrangig.
Die Publikation der Online-Ausstellung ist auf der Plattform Google Arts & Culture für Mitte 2027 geplant, die Begleitpublikation erscheint im Nachgang im Lärchenverlag, Bad Neuenahr-Ahrweiler. Wissenschaftlich begleitet und kuratiert wird das Projekt von Sebastian Pfaller vom Deutschen Spielearchiv Nürnberg im Haus des Spiels und dem Historiker Dr. Stefan Sauer. Er untersucht seit Längerem den propagandistischen Hintergrund von „Verlorenes Land“ und die Verbreitung des Schwarzer Peter-Spiels im ehemaligen Deutschen Reich.      ja

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Fakten

  • Der Aufruf richtet sich an Museen, Archive und Spielkarten- und Spielevereinigungen sowie an die breite Öffentlichkeit.
  • Das Kartenspiel 'Verlorenes Land' wurde ab 1933 im Rahmen eines Sammelbilderwettbewerbs ausgelobt.
  • Die Online-Ausstellung ist auf der Plattform Google Arts & Culture für Mitte 2027 geplant.
  • Die Begleitpublikation erscheint im Nachgang im Lärchenverlag, Bad Neuenahr-Ahrweiler.
  • Das Projektteam freut sich über Objektspenden des Spiels, die per Post gesendet werden können.
  • Der Zustand und die Vollständigkeit des Kartenspiels sind hierbei nachrangig.
  • Die Publikation der Online-Ausstellung wird wissenschaftlich begleitet und kuratiert von Sebastian Pfaller vom Deutschen Spielearchiv Nürnberg und dem Historiker Dr. Stefan Sauer.
  • Das Spiel setzt sich mit den Folgen der Versailler Friedensordnung für das Deutsche Reich auseinander.
  • Jedes Kartenpaar zeigt auf einer Spielkarte die geografische Lage eines der durch den Vertrag von Versailles 1919 'verloren' gegangenen Gebietsteile und auf der zweiten Karte eine dazu gehörende markante oder geschichtsträchtige Stadt- oder Landschaftsansicht.
  • Das Kartenspiel wurde überwiegend von Zeitungen der NS-Presse im Rahmen eines Sammelbilderwettbewerbs deutschnational ausgelobt.
  • Die Digitalisate des Spiels sollten vorzugsweise im tiff-Format und mit einer Auflösung von 300dpi zur Verfügung gestellt werden.
  • Das Deutsche Spielearchiv Nürnberg sucht nach Objektspenden des Spiels, die per Post gesendet werden können.
  • Der Aufruf richtet sich an das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg.
  • Die Online-Ausstellung ist geplant für den Zeitraum bis zum Jahresende 2026.
  • Das Projektteam freut sich auf Scans oder Fotos des Kartenspiels, die per E-Mail an die Adresse spielearchiv@stadt.nuernberg.de gesendet werden können.
  • Der Standort des Deutschen Spielearchivs Nürnberg ist in Nürnberg.
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