Entwicklungsziele für die Nürnberger Altstadt
Der Stadtrat hat am Mittwoch, 22. Juli 2026, einstimmig das Integrierte Stadtteilentwicklungskonzept (Insek) für die Altstadt beschlossen. Das Konzept legt Entwicklungsziele für die Nürnberger Altstadt für die nächsten zehn bis 15 Jahre fest und bildet die Grundlage für künftige Planungen. Damit eröffnet sich die Stadt auch den Zugang zu Fördermitteln für Projekte in der Altstadt.
„Dieses Konzept atmet. Wir wissen jetzt, wohin wir mit der Altstadt wollen. Wir können nun die Planungen an den Fokusräumen vorantreiben und dafür Fördermittel beantragen. Trotzdem bleiben wir flexibel für Unvorhergesehenes“, erklärt Oberbürgermeister Marcus König.
Die Basis des Insek Altstadt ist eine umfassende Analyse, die Zusammenführung vieler städtischer Fachkonzepte und Expertengespräche. Hinzu kamen mehrere Beteiligungsformate, unter anderem auch für Kinder und Jugendliche. „Viele Bürgerinnen, Bürger, Verbände und der Stadtrat haben sich an diesem Prozess beteiligt und mit ihrer Meinung und ihrem Input das Insek geschärft“, dankt Oberbürgermeister König allen Beteiligten.
Aus der Analyse traten die fünf Handlungsfelder hervor:
Für jedes Handlungsfeld sind im Insek sechs Entwicklungsziele formuliert. Das Kernstück des Insek Altstadt sind die drei Fokusräume: Andreij-Sacharow-Platz, Königstraße und Umfeld sowie Jakobsplatz und Umfeld. Sie dienen dazu, die Zielvorstellungen für die Altstadt für die kommenden zehn bis 15 Jahre exemplarisch räumlich aufzuzeigen. Sie verdeutlichen die Verknüpfung und Gleichwertigkeit der verschiedenen Handlungsfelder und veranschaulichen den integrierten Planungsansatz des Konzepts.
Aktualisierung des Insek AltstadtDas erste Insek Altstadt aus dem Jahr 2012 setzte viele Impulse für die Altstadt, zum Beispiel die Öffnung des Pegnitzufers an der südlichen Insel Schütt oder das City Management. Seitdem haben sich die Rahmenbedingungen jedoch zum Teil stark verändert. Das Einkaufsverhalten der Menschen ist anders als noch vor 15 Jahren, die Auswirkungen der Corona-Pandemie beschleunigten den Wandel im Handel zusätzlich. Der fortschreitende Klimawandel macht die Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen und die Förderung von Biodiversität in der steinernen Altstadt dringlicher und die Mobilitätswende rückt zunehmend in den Fokus. Die Ausrichtung der Urbanen Gartenschau 2030 und die Entwicklung des Quartiers rund um das Zeughaus sind weitere große Veränderungen, die im Insek Altstadt 2012 noch keine Berücksichtigung fanden. ja
Das Insek Altstadt und weitere Informationen finden sich unter nuernberg.de/internet/stadtentwicklung/integrierte.html.
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