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Stadtrat beschließt kostengünstigen Radweg am Gebsattelberg

Am Gebsattelberg entsteht bergauf, direkt neben dem Gehweg, ein neuer, 2,30 Meter breiter Radweg. Zwischen ihm und der Fahrbahn werden 28 Parkplätze markiert. Ein 80 Zentimeter breiter Sicherheitsstreifen verhindert dabei Unfälle mit aussteigenden Personen. Der Mobilitätsausschuss hat der Planung dieser vorgezogenen und kostengünstigen Maßnahme heute zugestimmt. Der Stadtrat hatte das Projekt bereits 2024 im Grundsatz beschlossen.
Bürgermeisterin Mona Fuchs: „Uns ist wichtig, in München beim Thema Radverkehr insbesondere auf schnelle und kostengünstige Lösungen zu setzen und gleichzeitig die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Mit dem neuen Radweg am Gebsattelberg schaffen wir es unter anderem, zwei Schulen noch besser an die bestehende Radinfrastruktur anzuschließen. Der neue Radweg ist eine Lösung, die die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden entscheidend verbessert.“
Mobilitätsreferent Georg Dunkel: „Am Gebsattelberg wird es künftig sicherer für alle, die mit dem Fahrrad unterwegs sind; zugleich bleiben die brei- ten Gehwege bestehen. Beides ist gerade für die Kinder und Jugendlichen auf ihrem Schulweg dort besonders wichtig. Wir haben lange getüftelt, um eine gleichermaßen sichere und kostengünstige Lösung zu erarbeiten, bei der auch viele Parkplätze erhalten bleiben.“
Zwischen Am Herrgottseck und der Kreuzung Franziskanerstraße/Regerstraße führt in der Gebsattelstraße derzeit bergauf ein Radschutzstreifen. Bergab fährt der Radverkehr gemeinsam mit dem Kfz-Verkehr auf der Fahrbahn. Dabei besteht insbesondere bergab die Gefahr von sogenannten „Dooring“-Unfällen. Bergauf besteht hingegen die Gefahr von Falschparkern auf dem Schutzstreifen. Dabei ist das Radverkehrsaufkommen am Gebsattelberg sehr hoch: Laut einer Verkehrszählung sind pro Tag rund 2.600 Radler*innen unterwegs, darunter viele Kinder und Jugendliche auf ihrem Schulweg.
Der neue Radweg bergauf ist sicherer als bisher sowie kostengünstig, weil er sich am Bestand orientiert: Gehwege und Entwässerung bleiben erhalten. Die neuen „Münchner Flachbordsteine“ schützen die Radfahrer*innen vor dem Überfahren durch Kfz oder parkenden Autos auf dem Radweg. Diese können bergauf nach wie vor parken, künftig allerdings zwischen Radweg und Fahrbahn. Weil die Parkplätze auf Seiten der Wohnbebauung liegen, müssen Fußgänger*innen die Straße seltener abseits der Übergänge überqueren.
Bergab teilen sich Radverkehr und Autos auch in Zukunft die Fahrbahn. Durch das Gefälle und Tempo 30 gleichen sich die Geschwindigkeiten an. Bis auf sechs Parkplätze werden die Parkbuchten jedoch aufgelöst. Das schafft mehr Platz für den Radweg auf der gegenüberliegenden Seite und verhindert Dooring-Unfälle.
Für Fußgänger*innen bleibt am Gebsattelberg alles wie bisher. Die Gehwege sind dort meist drei Meter breit.
Die Umsetzung ist mit der Fernwärme-Baumaßnahme der SWM abgestimmt und soll nach deren Abschluss voraussichtlich 2027 durchgeführt werden.

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