Spende für die Rekonstruktion von Schloss Jahnishausen
Der Wechsel zwischen Alt und Neu ist im Schloss Jahnishausen an und in allen Ecken zu spüren. Sanierte Bereiche wechseln mit Räumen, die nutzbar sind, in denen aber dennoch viel Arbeitsbedarf offenbart – und mit Teilen im Gebäude, wo noch der Verfall regiert und die aus guten Sicherheitsgründen oft auch nicht zugänglich sind.
Doch letztere Bereiche werden weniger: Die Rekonstruktion schreitet voran, auch wenn die Wiederbelebung der gesamten Anlage eine Generationenaufgabe bleiben wird. Der Verein Accademia Dantesca Jahnishausen e.V. als Besitzer des Schlosses will jetzt den 3. Bauabschnitt vorantreiben. Dafür durfte Vereinsvorsitzende Inka Engler einen Fördervertrag über 40.000 Euro mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) abschließen. Einen Teil dieser Summe steuert Sachsenlotto über Erlöse aus der „Glücksspirale“ bei. „Denkmale wie Jahnishausen sind Identifikationsorte unserer Heimat. Wenn wir sie nicht erhalten, sind sie unwiederbringlich weg“, begründete der Riesaer Ortskurator Gert Jubisch das Engagement der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bei der Zeremonie im Café „Amalie“, das selbst einer dieser wieder nutzbaren Räume ist. In ganz Sachsen werden rund 880 Projekte durch die Stiftung unterstützt, in ganz Deutschland sind es ca. 7.500 Vorhaben. Die Stiftung ist rein privat organisiert und finanziert sich ausschließlich über Spenden und die erwähnten Lottogelder.
Der 3. Bauabschnitt für Schloss Jahnishausen umfasst vor allem die weitere statisch-konstruktive Sicherung der Bausubstanz und den Einbau echter Fenster im Obergeschoss. Derzeit sind die Öffnungen nur mit Folien versehen. „Auch die Restaurierung der einstigen Dienstbotenkammern kann nun weitergehen“, so Inka Engler. Die Gesamtmaßnahme ist mit 277.000 Euro veranschlagt, wovon 217.000 Euro als Fördermittel vom Land Sachsen bereitgestellt werden. Die DSD sichert mit dem jetzt abgeschlossenen Fördervertrag zwei Drittel des Eigenanteils, der vom Bauträger beizusteuern ist, weitere 20.000 Euro erbringt der Verein Accademia Dantesca selbst. „Wir sind allen Beteiligten sehr dankbar, dass dieses Projekt weitergehen kann“, freute sich Inka Engler. Sie verhehlte nicht, dass der Pilzbefall mit dem Echten Hausschwamm im Gebälk ein erheblicher Rückschlag in den gemeinsamen Bemühungen um das Schloss darstellte. Auch für dieses Problem scheint nun eine Lösung erreichbar.
Das über die Jahrhunderte mehrfach umgebaute Schloss Jahnishausen gehörte von 1824 bis 1945 den Wettinern, die bis 1918 in Sachsen regierten. Doch zum Ende der DDR war das spätere Staatsgut dem Verfall preisgegeben, 1994 ermöglichten der Freistaat Sachsen und die Denkmalstiftung zumindest eine Notsicherung. Dank der Lebenstraumgemeinschaft, die sich im benachbarten Rittergutareal ansiedelte, und dem Verein Accademia Dantesca wurde die Mammutaufgabe der Rettung tatsächlich in Angriff genommen. Der enorme ehrenamtliche Einsatz ist natürlich nur dank der Unterstützung vieler Spender und Enthusiasten für Sachsens Geschichte umsetzbar. Jetzt kann eine weitere Etappe beginnen!
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Fakten
- Der Wechsel zwischen Alt und Neu ist im Schloss Jahnishausen an und in allen Ecken zu spüren.
- Die Rekonstruktion schreitet voran, auch wenn die Wiederbelebung der gesamten Anlage eine Generationenaufgabe bleiben wird.
- Der Verein Accademia Dantesca Jahnishausen e.V. als Besitzer des Schlosses will jetzt den 3. Bauabschnitt vorantreiben.
- Vereinsvorsitzende Inka Engler haben einen Fördervertrag über 40.000 Euro mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) abgeschlossen.
- Sachsenlotto steuert einen Teil dieser Summe über Erlöse aus der „Glücksspirale“ bei.
- „Denkmale wie Jahnishausen sind Identifikationsorte unserer Heimat. Wenn wir sie nicht erhalten, sind sie unwiederbringlich weg“, begründete der Riesaer Ortskurator Gert Jubisch das Engagement der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
- In ganz Sachsen werden rund 880 Projekte durch die Stiftung unterstützt, in ganz Deutschland sind es ca. 7.500 Vorhaben.
- Die Stiftung ist rein privat organisiert und finanziert sich ausschließlich über Spenden und die erwähnten Lottogelder.
- Der 3. Bauabschnitt für Schloss Jahnishausen umfasst vor allem die weitere statisch-konstruktive Sicherung der Bausubstanz und den Einbau echter Fenster im Obergeschoss.
- Derzeit sind die Öffnungen nur mit Folien versehen.
- Die Gesamtmaßnahme ist mit 277.000 Euro veranschlagt, wovon 217.000 Euro als Fördermittel vom Land Sachsen bereitgestellt werden.
- Die DSD sichert mit dem jetzt abgeschlossenen Fördervertrag zwei Drittel des Eigenanteils, der vom Bauträger beizusteuern ist, weitere 20.000 Euro erbringt der Verein Accademia Dantesca selbst.
- „Wir sind allen Beteiligten sehr dankbar, dass dieses Projekt weitergehen kann“, freute sich Inka Engler.
- Der Pilzbefall mit dem Echten Hausschwamm im Gebälk ein erheblicher Rückschlag in den gemeinsamen Bemühungen um das Schloss darstellte.
- Das über die Jahrhunderte mehrfach umgebaute Schloss Jahnishausen gehörte von 1824 bis 1945 den Wettinern, die bis 1918 in Sachsen regierten.
- Doch zum Ende der DDR war das spätere Staatsgut dem Verfall preisgegeben, 1994 ermöglichten der Freistaat Sachsen und die Denkmalstiftung zumindest eine Notsicherung.
- Dank der Lebenstraumgemeinschaft, die sich im benachbarten Rittergutareal ansiedelte, und dem Verein Accademia Dantesca wurde die Mammutaufgabe der Rettung tatsächlich in Angriff genommen.
- Der enorme ehrenamtliche Einsatz ist natürlich nur dank der Unterstützung vieler Spender und Enthusiasten für Sachsens Geschichte umsetzbar.
- Jetzt kann eine weitere Etappe beginnen!
- Schloss Jahnishausen, Riesa, Sachsen
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