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Quelloffener MCP-Server von AWS beschleunigt Forschung

Mit einem quelloffenen MCP-Server will AWS die KI-gestützte Suche nach Forschungsergebnissen vereinfachen.
hafakot/Shutterstock.com



Auf dem UN-Gipfel „AI for Good“ in Genf hat Amazon Web Services (AWS) eine technologische Brücke vorgestellt, die die wissenschaftliche Arbeit revolutionieren könnte. Ein neuer, quelloffener Server auf Basis des Model Context Protocol (MCP) verbindet KI-Assistenten direkt mit der Registry of Open Data (RODA) auf AWS.



RODA ist eine der weltweit größten Sammlungen frei zugänglicher Forschungsdaten. Sie umfasst über 1.100 Datensätze von mehr als 400 Organisationen, darunter Schwergewichte wie die NASA, die NOAA und die National Institutes of Health (NIH).



Natürliche Sprache statt kryptischer Befehle



Damit will AWS eine Demokratisierung des Datenzugangs einläuten. Forscher müssen keine Experten für Datenbankstrukturen oder Cloud-Speicher (wie Amazon S3) mehr sein. Stattdessen können sie, wie es heißt, Coding-Assistenten wie Kiro oder Claude Code nutzen, um ihre Fragen in natürlicher Sprache zu stellen.



So soll eine Anfrage wie „Welche Satellitenbilddaten gibt es zur Überwachung von Entwaldung?“ ausreichen, um sofort präzise Ergebnisse inklusive Beschreibungen und Datenvorschauen zu erhalten. Dabei fungiert der MCP-Server als intelligenter Vermittler, der den gesamten Katalog durchsucht, Metadaten inspiziert und sogar Dateiinhalte stichprobenartig prüft, um die Eignung für ein Projekt zu bewerten.



Auch Deutschland ist bereits stark in diesem Ökosystem vertreten. Organisationen wie die Audi AG, das Helmholtz-Zentrum Hereon und der Max-Planck-Campus Tübingen stellen bereits Datensätze zur Verfügung.



Einsatzszenarien



Ein entscheidender Aspekt der Initiative ist der Open-Source-Gedanke. Der MCP-Server steht unter der Apache-2.0-Lizenz frei auf GitHub zur Verfügung. Damit haben Forscher weltweit – unabhängig von der Größe oder den finanziellen Ressourcen ihrer Institution – Zugriff auf dieselben mächtigen Werkzeuge wie Elite-Universitäten.



Laut AWS unterstützt das Tool zentrale Forschungsfelder wie:




die Nachverfolgung von Krankheitsausbrüchen;



das Monitoring von Biodiversitätsverlusten;



die Genomforschung und Biowissenschaften; oder



die Modellierung des Meeresspiegelanstiegs.