25 Jahre Bereitschaftspflege: Zuverlässige Hilfe für Kinder in familiären Krisen
Bei der Jubiläumsveranstaltung im Rahmen des jüngsten Jugendhilfeausschusses am Montag, 6. Juli, zog Jugendamtsleiterin Katrin Schulze eine positive Bilanz: „Im Zusammenwirken von Familien und dem Fachdienst Bereitschaftspflege ist es uns gelungen, ein hochprofessionelles Angebot für Kinder und ihre Familien in besonderen Notsituationen zu schaffen. Die Kinder haben einen sicheren Ort in einer Familie und Erwachsene, die sich intensiv um sie kümmern. Dafür danke ich allen Beteiligten.“
Die Bereitschaftspflege entstand 2001 als konzeptionelle Alternative zur stationären Notaufnahme und ist verknüpft mit der Inobhutnahme nach § 42 SGB VIII. Die Bereitschaftspflege richtet sich vorrangig an Säuglinge und Kinder bis sechs Jahre, die wegen akuter familiärer Krisen nicht bei ihren Eltern bleiben können. Besonders geschulte Familien nehmen die Kinder meist sehr kurzfristig auf und bieten ihnen ein sicheres Zuhause auf Zeit.
In 25 Jahren haben 68 Bereitschaftspflegefamilien in diesem System mitgewirkt. Seitdem wurden 885 Kinder betreut. Davon kehrten etwa 40 Prozent der Kinder nach der Bereitschaftspflege zu ihren Eltern oder einem Elternteil zurück, knapp 40 Prozent wechselten in Pflegefamilien mit langfristiger Perspektive. Die übrigen Kinder gingen zu Verwandten, in stationäre Gruppen oder wurden adoptiert.
Aktuell sind 24 Familien für das Jugendamt tätig. Sie übernehmen die komplette Betreuung der Kinder, ermöglichen Kontakte zu den Eltern und begleiten Übergänge in die Herkunftsfamilie, zu Verwandten oder in langfristige Pflegeverhältnisse. Die Pflegefamilien erhalten ein besonderes Pflegegeld, das tageweise abgerechnet wird und die Betreuung und Versorgung der Kinder abdeckt.
Der Fachdienst Bereitschaftspflege des Jugendamts begleitet Kinder und Familien intensiv: von der Vorbereitung und Eignungsprüfung neuer Pflegefamilien über Hausbesuche und Einzelfallbegleitung bis zu Seminaren, Supervision und Fachveranstaltungen.
Trotz der erfolgreichen Bilanz bleibt die Gewinnung weiterer Bereitschaftspflegefamilien die zentrale Herausforderung, damit das Angebot allen betroffenen Kindern zur Verfügung stehen kann, wie die verantwortliche Abteilungsleiterin der Erziehungshilfen, Helga Heugel, herausstellte: „Unser Ziel ist es, weiterhin ausreichend Pflegefamilien für diese verantwortungsvolle Aufgabe zu finden und die bereits tätigen Bereitschafspflegefamilien so zu begleiten und zu unterstützen, dass sie den Kindern und der herausfordernden Tätigkeit gerecht werden können.“
Um Familien langfristig zu gewinnen und zu halten, setzt das Jugendamt auf gezielte Öffentlichkeitsarbeit, Qualifizierungsangebote und eine kontinuierliche fachliche Begleitung.
Weitere Informationen zur Bereitschaftspflege unter:
Die Behördennummer 115 ist in der Regel zum Festnetztarif und damit kostenlos über Flatrates erreichbar. Viele Mobilfunkanbieter haben ihre Preise an die Festnetztarife angepasst. Die Mitarbeitenden erreichen Sie von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr.
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Fakten
- Die Bereitschaftspflege entstand 2001 als konzeptionelle Alternative zur stationären Notaufnahme und ist verknüpft mit der Inobhutnahme nach § 42 SGB VIII.
- Die Bereitschaftspflege richtet sich vorrangig an Säuglinge und Kinder bis sechs Jahre, die wegen akuter familiärer Krisen nicht bei ihren Eltern bleiben können.
- In 25 Jahren haben 68 Bereitschaftspflegefamilien in diesem System mitgewirkt.
- Seitdem wurden 885 Kinder betreut.
- Davon kehrten etwa 40 Prozent der Kinder nach der Bereitschaftspflege zu ihren Eltern oder einem Elternteil zurück.
- Knapp 40 Prozent wechselten in Pflegefamilien mit langfristiger Perspektive.
- Die übrigen Kinder gingen zu Verwandten, in stationäre Gruppen oder wurden adoptiert.
- Aktuell sind 24 Familien für das Jugendamt tätig.
- Sie übernehmen die komplette Betreuung der Kinder, ermöglichen Kontakte zu den Eltern und begleiten Übergänge in die Herkunftsfamilie, zu Verwandten oder in langfristige Pflegeverhältnisse.
- Die Pflegefamilien erhalten ein besonderes Pflegegeld, das tageweise abgerechnet wird und die Betreuung und Versorgung der Kinder abdeckt.
- Der Fachdienst Bereitschaftspflege des Jugendamts begleitet Kinder und Familien intensiv: von der Vorbereitung und Eignungsprüfung neuer Pflegefamilien über Hausbesuche und Einzelfallbegleitung bis zu Seminaren, Supervision und Fachveranstaltungen.
- Die Gewinnung weiterer Bereitschaftspflegefamilien ist die zentrale Herausforderung, damit das Angebot allen betroffenen Kindern zur Verfügung stehen kann.
- Das Jugendamt setzt auf gezielte Öffentlichkeitsarbeit, Qualifizierungsangebote und eine kontinuierliche fachliche Begleitung, um Familien langfristig zu gewinnen und zu halten.
- Die Behördennummer 115 ist in der Regel zum Festnetztarif und damit kostenlos über Flatrates erreichbar.
- Viele Mobilfunkanbieter haben ihre Preise an die Festnetztarife angepasst.
- Die Mitarbeitenden erreichen Sie von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr.
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