Öffnung der Sportplätze – Verdruss bei den Münchner Sportvereinen?
Anfrage Stadträtinnen Sabine Bär, Ulrike Grimm und Veronika Mirlach (Stadtratsfraktion der CSU mit FREIE WÄHLER) vom 23.1.2026
Öffnung der Sportplätze – Verdruss bei den Münchner Sportvereinen?
Antwort Stadtschulrat Florian Kraus:
Auf Ihre Anfrage vom 23.1.2026 nehme ich Bezug.
Sie haben Ihrer Anfrage folgenden Text vorausgeschickt:
„Am 15. Januar 2026 berichtete der Münchner Merkur von den Befürch- tungen von Münchner Sportvereinen bezüglich der Öffnung der städti- schen Sportanlagen wegen der Nichtverfügbarkeit von Platzwarten. Diese werden in einem Schichtsystem an verschiedenen Plätzen eingesetzt und deshalb so die betroffenen Vereine, seien Platzwarte an mehreren Tagen hintereinander nicht an den Sportstätten. Die Situation spitzt sich zum ei- nen im Winter zu, wenn ohne geräumte Plätze kein Sportbetrieb möglich ist oder die Sportstätten überhaupt geöffnet werden. Auch dies können die ehrenamtlich organisierten Vereine nicht leisten.“
Zu den von Ihnen gestellten Fragen teile ich Ihnen Folgendes mit:
Frage 1:
Was ist die genaue Ursache, warum das neue Modell der Stadt bei den Sportanlagen nicht funktioniert?
Im derzeitigen Modell bleibt jede Sportanlage wie gehabt in der Spätschicht von Montag bis Freitag von 14 bis 22.30 Uhr besetzt. Der Trainingsbetrieb unter der Woche ist damit, wie im alten Modell, eins zu eins abgedeckt. Die Wochenenden sind jede Woche zur Hälfte besetzt, und zwar im wöchentlichen Wechsel am Samstag oder Sonntag jeweils von 8 Uhr bis 18 Uhr. Das bedeutet, an jedem zweiten Samstag und an jedem zweiten Sonntag wird das Hausrecht regelmäßig und planbar übertragen.
Antwort:
Frage 2:
Wer erstellt und überwacht das Schichtmodell?
Die Schichtplanmodelle werden durch das Referat für Bildung und Sport in Abstimmung mit dem Dienststellenpersonalrat erstellt und vom Geschäftsbereich Sport, Sachgebiet Sportstättenmanagement, überwacht.
Antwort:
Frage 3:
Wie sind die Abläufe, wenn es zu kurzfristigen Ausfällen (z.B. Erkrankung) kommt?
Bei kurzfristigen Erkrankungen wird das Hausrecht an die Schulen und Vereine übertragen.
Antwort:
Frage 4:
Sind alle Stellen der Platzwarte besetzt?
Derzeit sind rund 10 Stellen vakant. Trotz des derzeit gültigen Stellenbesetzungsstopps in diesem Bereich gibt es mittlerweile für Vakanzen im Platzwartbereich eine Ausnahme, sodass diese Stellen zeitnah wieder besetzt werden können.
Antwort:
Frage 5:
Gibt es zusätzliche Stellen für Platzwarte, die in Zeiten von bspw. krank- heits-/urlaubsbedingten Abwesenheiten einspringen?
Es gibt einen kleinen Personalpool von derzeit fünf Roulierkräften.
Antwort:
Frage 6:
Sind diese Stellen besetzt?
Ja, diese Stellen sind derzeit besetzt. Die Kolleg*innen werden anlassbezogen eingesetzt, um die unter Frage 5 genannten längerfristigen Vakanzen aufzufangen.
Antwort:
Frage 7:
Wie kann die Stadt im Rahmen der Sportförderung die Vereine bei der (Teil)-Übernahme durch Ehrenamtliche unterstützen?
Da weiterhin städtisches Personal im Umfang von rechnerisch drei Stellen für zwei Bezirkssportanlagen eingesetzt wird, ist dies nur bei Freisportanlagen vorgesehen, bei denen die dortigen Vereine in Gänze die Platzwar-taufgaben übernehmen. Dies soll nun in Abhängigkeit der Anlagengröße überprüft werden.
Antwort:
Derzeit werden die Themen der Hausrechtsübergabe und der Übernahme der Verkehrssicherungspflichten geprüft. Hier sollen Vereinfachungen in den Abläufen und Klarheit in den jeweiligen Verantwortlichkeiten geschaffen werden. Hierzu besucht ergänzend der Geschäftsbereich Sport zusammen mit dem Bayerischen Landessportverband und dem Bayerischen Fußballverband derzeit jede Sportanlage, um ggf. auch sportanlagenspezifische Bedarfe zu erheben.
Um Kenntnisnahme der vorstehenden Ausführungen wird gebeten. Ich gehe davon aus, dass die Angelegenheit damit abgeschlossen ist.
Hier finden Sie den kompletten Artikel:
Fakten
- Die Öffnung der Sportplätze in München ist ein Thema, das von Stadträtinnen Sabine Bär, Ulrike Grimm und Veronika Mirlach angesprochen wurde.
- Die Antwort des Stadtschulrats Florian Kraus lautet, dass die genaue Ursache für das neue Modell der Stadt bei den Sportanlagen nicht funktioniert ist.
- Das Schichtmodell wird durch das Referat für Bildung und Sport in Abstimmung mit dem Dienststellenpersonalrat erstellt und vom Geschäftsbereich Sport, Sachgebiet Sportstättenmanagement, überwacht.
- Bei kurzfristigen Erkrankungen werden das Hausrecht an die Schulen und Vereine übertragen.
- Rund 10 Stellen der Platzwarte sind vakant, aber es gibt eine Ausnahme, sodass diese Stellen zeitnah wieder besetzt werden können.
- Es gibt einen kleinen Personalpool von fünf Roulierkräften, die in Zeiten von Krankheits-/Urlaubsbedingten Abwesenheiten einspringen können.
- Die Stellen der Platzwarte sind derzeit besetzt und die Kolleg*innen werden anlassbezogen eingesetzt, um die unter Frage 5 genannten längerfristigen Vakanzen aufzufangen.
- Die Stadt kann die Vereine bei der (Teil)-Übernahme durch Ehrenamtliche unterstützen, indem sie städtisches Personal für die Platzwartaufgaben einsetzt.
- Derzeit werden die Themen der Hausrechtsübergabe und der Übernahme der Verkehrssicherungspflichten geprüft, um Vereinfachungen in den Abläufen und Klarheit in den jeweiligen Verantwortlichkeiten zu schaffen.
- Die Stadt besucht gemeinsam mit dem Bayerischen Landessportverband und dem Bayerischen Fußballverband jede Sportanlage, um sportanlagenspezifische Bedarfe zu erheben.
- Die Anfrage wurde vom 23.1.2026 gestellt und die Antwort wurde am selben Tag gegeben.
- Die Öffnung der Sportplätze in München ist ein Thema, das in der Stadt München stattfindet.
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