Überlebensinseln für Insekten und Kleintiere: Naturnahe Grünpflege schafft wertvolle Rückzugsräume
Mit der naturnahen Grünpflege schafft das Gartenbauamt der Stadt Karlsruhe wichtige Rückzugsräume für Insekten und andere Kleintiere. Durch gezielt stehen gelassene Wieseninseln und -streifen entsteht eine abwechslungsreiche Landschaft mit unterschiedlich hohem Bewuchs. Sie orientiert sich an früheren Bewirtschaftungsformen und bietet vielen Tieren und Pflanzen wertvolle Lebensräume.
Vor mehr als 200 Jahren wurden Wiesen selten vollständig auf einmal gemäht. Die Flächen waren kleiner, die Nutzung erfolgte individuell und zeitlich versetzt. Zudem wurden Weidetiere zu unterschiedlichen Zeiten auf die Flächen geführt. Dadurch entstand ein abwechslungsreiches Grünland-Patchwork, das ideale Bedingungen für zahlreiche Blütenpflanzen, Insekten und andere Tierarten bot. Das heute viel diskutierte Artensterben war damals noch kein Thema. Die britische Schmetterlingsforscherin Margaret Fountaine (1862–1940) berichtete in ihren Reiseaufzeichnungen sogar von regelrechten „Schmetterlingswolken“.
An diese historischen Strukturen knüpft die naturnahe Grünpflege des Gartenbauamts an. Zwar lassen sich die einstige Artenvielfalt sowie die Menge und Qualität der Lebensräume nicht vollständig wiederherstellen, dennoch zeigen sich bereits sichtbare Erfolge. In den bewusst nicht gemähten Wieseninseln und -streifen wurden in diesem Frühjahr zahlreiche Heuschreckenlarven, Wildbienen, Käfer, Libellen, Wanzen und Schwebfliegen gesichtet.
Die ungemähten Bereiche dienen den Insekten und Kleinsttieren als vorübergehende Überlebensinseln. Sie bieten Schutz und Nahrung, bis sich auf den gemähten Flächen erneut Blütenpflanzen entwickeln können. Diese profitieren davon, dass sie nach dem Schnitt nicht mehr vom dichten Erstaufwuchs der Gräser verdrängt werden und so bessere Entwicklungschancen erhalten.
Mit dieser Form der Grünpflege leistet die Stadt Karlsruhe einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt im urbanen Raum und schafft wertvolle Lebensbedingungen für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.
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Fakten
- Die naturnahe Grünpflege des Gartenbauamts der Stadt Karlsruhe schafft wichtige Rückzugsräume für Insekten und andere Kleintiere.
- Die Wieseninseln und -streifen entsteht eine abwechslungsreiche Landschaft mit unterschiedlich hohem Bewuchs.
- Die naturnahe Grünpflege orientiert sich an früheren Bewirtschaftungsformen und bietet vielen Tieren und Pflanzen wertvolle Lebensräume.
- Vor mehr als 200 Jahren wurden Wiesen selten vollständig auf einmal gemäht.
- Die Flächen waren kleiner, die Nutzung erfolgte individuell und zeitlich versetzt.
- Zudem wurden Weidetiere zu unterschiedlichen Zeiten auf die Flächen geführt.
- Das heute viel diskutierte Artensterben war damals noch kein Thema.
- Margaret Fountaine berichtete in ihren Reiseaufzeichnungen sogar von regelrechten Schmetterlingswolken.
- Die naturnahe Grünpflege des Gartenbauamts knüpft an diese historischen Strukturen an.
- In den bewusst nicht gemähten Wieseninseln und -streifen wurden in diesem Frühjahr zahlreiche Heuschreckenlarven, Wildbienen, Käfer, Libellen, Wanzen und Schwebfliegen gesichtet.
- Die ungemähten Bereiche dienen den Insekten und Kleinsttieren als vorübergehende Überlebensinseln.
- Diese bieten Schutz und Nahrung, bis sich auf den gemähten Flächen erneut Blütenpflanzen entwickeln können.
- Die Stadt Karlsruhe leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt im urbanen Raum und schafft wertvolle Lebensbedingungen für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.
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