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FW Dresden: Anhaltende Hitze sorgt erneut für hohe Belastung von Rettungsdienst, Feuerwehr und Leitstelle
Dresden (ots) - Auch am gestrigen Sonntag hat die anhaltende Hitzewelle Feuerwehr, Rettungsdienst und die Integrierte Regionalleitstelle Dresden stark gefordert. Zwar lag die Zahl der Rettungsdiensteinsätze mit 278 Einsätzen unter dem Rekordwert ...
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Fakten
- Die Hitzewelle sorgt erneut für hohe Belastung von Rettungsdienst, Feuerwehr und Leitstelle in Dresden.
- In den frühen Morgenstunden des 29. Juni zog ein Gewitter über den Leitstellenbereich der Integrierten Regionalleitstelle Dresden.
- Die Feuerwehr rückte zu drei wetterbedingten Einsätzen aus, dabei mussten Gefahren durch entwurzelte Bäume sowie eine überflutete Fahrbahn in Dresden-Weißig beseitigt werden.
- Im Stadtgebiet von Dresden blieb die Lage weitgehend ruhig.
- In den vergangenen 24 Stunden wurden 278 Rettungsdiensteinsätze disponiert.
- In 87 Fällen kam zusätzlich ein Notarzt zum Einsatz.
- Der Rettungshubschrauber wurde fünfmal alarmiert.
- Zwei Intensivverlegungen sowie 31 qualifizierte Krankentransporte wurden durchgeführt.
- Im Bereich der Feuerwehr rückten die Einsatzkräfte zu sieben Brandeinsätzen, 30 technischen Hilfeleistungen sowie sieben Einsätze aufgrund ausgelöster automatischer Brandmeldeanlagen aus.
- Anhand des Meldebildes wurden im gesamten Leitstellenbereich der Integrierten Regionalleitstelle Dresden 63 Rettungsdiensteinsätze als möglicherweise hitzebedingt eingestuft.
- Gegenüber dem Vortag hat sich die Zahl dieser Einsätze in Dresden mehr als verdoppelt.
- Die Einordnung basiert auf den Angaben der Anrufenden im Rahmen der Notrufabfrage.
- Besonders gefordert waren erneut die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Integrierten Regionalleitstelle Dresden.
- Vor allem die zahlreichen Feld- und Vegetationsbrände im Landkreis Meißen führten über Stunden zu einem außergewöhnlich hohen Anrufaufkommen.
- Bereits gegen 12:00 Uhr gingen innerhalb einer Stunde rund 50 Notrufe ein.
- Dieses hohe Niveau hielt bis etwa 16:30 Uhr an und erreichte gegen 16:00 Uhr mit 65 Notrufen innerhalb einer Stunde seinen Höchststand.
- Im Zeitraum von 06:30 Uhr bis 23:00 Uhr bearbeitete die Leitstelle insgesamt 1.881 Anrufe, darunter 634 Notrufe.
- Zur Bewältigung der außergewöhnlichen Lage mussten erneut fünf zusätzliche Kolleginnen und Kollegen aus den Feuer- und Rettungswachen der Berufsfeuerwehr zur Unterstützung in die Leitstelle entsandt werden.
- Zu den prägenden Einsätzen des Tages gehörte gegen 12:57 Uhr ein Vegetationsbrand in der Dresdner Heide.
- Auf einer Fläche von etwa 30 × 10 Metern brannte Waldboden entlang eines Weges.
- Durch den schnellen Löschangriff mit drei Strahlrohren konnte eine weitere Ausbreitung verhindert werden.
- Die Wasserversorgung wurde im Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen sichergestellt.
- Gegen 19:30 Uhr erfolgte eine Nachkontrolle der Einsatzstelle.
- Bereits um 11:46 Uhr wurden Feuerwehr und Rettungsdienst zu einer Personenrettung aus einem Aufzug im Bereich Moränenende alarmiert.
- Sechs Personen waren in einer Aufzugskabine eingeschlossen, die sich aufgrund der hohen Außentemperaturen stark aufgeheizt hatte.
- Eine Person war bereits kollabiert.
- Nachdem eine zerstörungsfreie Öffnung nicht möglich war, verschafften sich die Einsatzkräfte gewaltsam Zugang zur Kabine und setzten einen Hochleistungslüfter ein, um die Eingeschlossenen mit Frischluft zu versorgen.
- Alle Personen konnten gerettet und dem Rettungsdienst übergeben werden.
- Zwei Personen wurden zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert.
- Am Abend unterstützte die Feuerwehr zudem den Rettungsdienst bei einem medizinischen Notfall in einer stark aufgeheizten Dachgeschosswohnung im Stadtteil Striesen.
- Eine Patientin mit Kreislaufproblemen sowie ihre drei Kleinkinder wurden durch die Einsatzkräfte betreut.
- Die Wohnung wurde belüftet, die Patientin mit kühlen Tüchern versorgt und bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes medizinisch betreut.
- Die zwischenzeitlich nachgeforderte zusätzliche Rettungswagenbesatzung für die Betreuung der Kinder konnte nach dem Eintreffen einer Angehörigen wieder abbestellt werden.
- Feuerwehrsprecher Michael Klahre: 'Wir appellieren an die Bevölkerung, die anhaltende Hitze ernst zu nehmen und sich entsprechend zu verhalten.'
- Ausreichendes Trinken, das Meiden körperlicher Anstrengungen während der Mittagshitze sowie besondere Aufmerksamkeit für ältere Menschen, Kinder und gesundheitlich vorbelastete Personen können helfen, medizinische Notfälle zu vermeiden.
- Ebenso muss im Wald und auf Freiflächen konsequent auf offenes Feuer sowie andere mögliche Zündquellen verzichtet werden.
- Die vergangenen Tage haben eindrucksvoll gezeigt, wie stark die anhaltende Hitze nicht nur die Bevölkerung, sondern auch die Einsatzkräfte belastet.
- Feuerwehr, Rettungsdienst und Leitstelle leisten auch bei hochsommerlichen Temperaturen rund um die Uhr Hilfe.
- Gleichzeitig unterstützen zahlreiche Einsatzkräfte überörtliche Großschadenslagen - wie derzeit beim Waldbrand in der Gohrischheide -, bei denen sie über viele Stunden unter extremen Witterungsbedingungen arbeiten.
- Umsichtiges Verhalten hilft deshalb doppelt: Es schützt Menschen und Umwelt, verhindert vermeidbare Notfälle und Brände und trägt dazu bei, die Einsatzkräfte für die Bewältigung unvermeidbarer Notlagen verfügbar zu halten.
- Die Stadt Dresden liegt in Sachsen, Deutschland.