Zehn Jahre Rettungsdienstträgerschaft bei der Berufsfeuerwehr
Der Magistrat entschied 2016, den Rettungsdienst und die Medizinische Gefahrenabwehr organisatorisch mit der Feuerwehr zu vereinen. Bis dahin lag die Trägerschaft des Rettungsdienstes beim Gesundheitsamt. Die Aufgaben waren damit zwei unterschiedlichen Dezernaten zugeordnet.
„Damals wurde intensiv diskutiert, ob die Bündelung von Feuerwehr und Rettungsdienst der richtige Weg ist. Heute können wir sagen: Diese Entscheidung war richtig. Das Ziel war nie eine reine Organisationsänderung. Das Ziel war und ist eine leistungsfähige, moderne und zukunftsfähige Notfallversorgung für die Menschen in Wiesbaden. Und mit dieser Zusammenlegung wurde der Weg dafür geebnet", sagte Oberbürgermeister Mende.
Im Rahmen der Veranstaltung nannte Mende verschiedene gelungene Projekte: So wurde beispielsweise in Zusammenarbeit mit dem Bereich „Selbstständiges Leben im Alter” des Amtes für Soziales ein standardisiertes Verfahren entwickelt. Damit können Einsatzkräfte des Rettungsdienstes festgestellte soziale Bedarfe ihrer Patientinnen und Patienten an das Sozialamt melden. Darüber hinaus wurde mit der App „Mobile Retter” ein Ersthelfersystem eingeführt. Es alarmiert bei Verdacht auf einen Herz-Kreislauf-Stillstand die nächstgelegene qualifizierte Ersthelferin oder den nächstgelegenen Ersthelfer in der Nähe. Diese können schon vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes Erste Hilfe leisten. Im Sommer dieses Jahres startet das Projekt „Hebamme vor Ort", das die Versorgungssicherheit für werdende Mütter verbessern soll. Auch im Bereich der Hochleistungsmedizin wurden Impulse gesetzt. Durch das Intensivtransportfahrzeug und die Möglichkeit, gemeinsam mit der Helios HSK ein mobiles ECMO-Team einzusetzen, wird eine mobile und flexible medizinische Spitzenversorgung ermöglicht. Die Extrakorporale Membranoxygenierung, kurz ECMO, ist eine technische Methode, das Blut eines Patienten mit einer Lungenkrankheit oder einem Lungenversagen oder bei kardialem Versagen mittels einer externen Maschine künstlich zu oxygenieren und die Kreislauffunktion zeitweise zu übernehmen.
„Besonders in außergewöhnlichen Lagen zeigt sich die Stärke der integrierten Strukturen. Ob Großschadensereignisse, Pandemie oder komplexe Einsatzlagen: Eingespielte Abläufe, kurze Entscheidungswege und ein gemeinsames Lageverständnis sind in solchen Situationen von unschätzbarem Wert“, sagte Norbert Hagner, Leiter des Sachgebiets Rettungsdienst/Medizinische Gefahrenabwehr.
Sichtbar wird die Zusammenarbeit auch im äußeren Erscheinungsbild: Ein einheitliches Fahrzeugdesign aller Rettungsmittel im Stadtgebiet, einheitliche Rückenschilder der Einsatzkräfte und das gemeinsame Logo „Rettungsdienst Wiesbaden“. Ziel des einheitlichen Auftritts ist es, Wiedererkennung, Vertrauen und Identifikation zu stärken.
„Mein Dank gilt allen, die zu dieser Entwicklung beigetragen haben – den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rettungsdienst, bei der Feuerwehr, in der Zentralen Leitstelle, in der Verwaltung, in den Kliniken und bei allen Partnerorganisationen. Ihr Engagement, ihre Kompetenz und ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, sind das Fundament dieses Erfolges – im Sinne der Gesundheit und Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger Wiesbadens", sagte Oberbürgermeister Mende abschließend.
Herausgeber dieser Pressemitteilung ist das Pressereferat der Landeshauptstadt Wiesbaden, Schlossplatz 6, 65183 Wiesbaden, pressereferatwiesbadende. Bürgerinnen und Bürger können sich bei Fragen an das zuständige Dezernat oder Amt wenden.
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Fakten
- Der Magistrat entschied 2016, den Rettungsdienst und die Medizinische Gefahrenabwehr organisatorisch mit der Feuerwehr zu vereinen.
- Die Aufgaben waren damit zwei unterschiedlichen Dezernaten zugeordnet.
- Oberbürgermeister Mende sagte: „Diese Entscheidung war richtig. Das Ziel war nie eine reine Organisationsänderung. Das Ziel war und ist eine leistungsfähige, moderne und zukunftsfähige Notfallversorgung für die Menschen in Wiesbaden.“
- Oberbürgermeister Mende nannte verschiedene gelungene Projekte wie ein standardisiertes Verfahren mit dem Bereich „Selbstständiges Leben im Alter“ des Amtes für Soziales.
- Ein standardisiertes Verfahren wurde entwickelt, damit Einsatzkräfte des Rettungsdienstes festgestellte soziale Bedarfe ihrer Patientinnen und Patienten an das Sozialamt melden können.
- Mit der App „Mobile Retter“ ein Ersthelfersystem eingeführt, das bei Verdacht auf einen Herz-Kreislauf-Stillstand die nächstgelegene qualifizierte Ersthelferin oder den nächstgelegenen Ersthelfer in der Nähe alarmiert.
- Das Projekt „Hebamme vor Ort“ startet im Sommer dieses Jahres, um die Versorgungssicherheit für werdende Mütter zu verbessern.
- Durch das Intensivtransportfahrzeug und die Möglichkeit, gemeinsam mit der Helios HSK ein mobiles ECMO-Team einzusetzen, wird eine mobile und flexible medizinische Spitzenversorgung ermöglicht.
- Die Extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) ist eine technische Methode, das Blut eines Patienten mit einer Lungenkrankheit oder einem Lungenversagen oder bei kardialem Versagen mittels einer externen Maschine künstlich zu oxygenieren und die Kreislauffunktion zeitweise zu übernehmen.
- Die Zusammenarbeit zeigt sich auch im äußeren Erscheinungsbild: Ein einheitliches Fahrzeugdesign aller Rettungsmittel im Stadtgebiet, einheitliche Rückenschilder der Einsatzkräfte und das gemeinsame Logo „Rettungsdienst Wiesbaden“.
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