Datenschutzeinstellungen Breite Unterstützung für StudiumPlus in Kassel
Nach intensiven Gesprächen und Austausch der beteiligten Akteure besteht Einigkeit darüber, dass am Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Kassel ein zusätzlicher Bedarf an praxisintegrierten Studienangeboten besteht. In der gestrigen Sitzung haben die Gesellschafter der Wirtschaftsförderung Region Kassel (WFG) deshalb jetzt die gemeinsame Unterstützung für das Vorhaben vor Ort verabredet und die WFG beauftragt, die Planungen kurzfristig zu konkretisieren und finalisieren.
StudiumPlus, das duale Studienangebot der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) und des CompetenceCenter Duale Hochschulstudien - StudiumPlus e.V. (CCD), ist in Nordhessen bereits seit 2009 aktiv und soll die bestehende Hochschullandschaft in Kassel gezielt ergänzen. Es richtet sich agn Studieninteressierte, die eine besonders enge Verzahnung von Studium und betrieblicher Praxis suchen, und erweitert das Studienangebot um einen zusätzlichen Bildungsweg. In der Bedarfsermittlung von IHK Kassel-Marburg und VhU Nordhessen wurde der Wunsch nach praxisintegrierten dualen Bachelor-Studiengängen in den Bereichen Ingenieurwesen Elektrotechnik/Maschinenbau, Softwaretechnologie sowie Wirtschaftsingenieurwesen Maschinenbau deutlich. Auch ein aufbauender dualer Master wurde genannt.
„Kassel verfügt mit der Universität über einen starken Hochschulstandort mit einem breiten und leistungsfähigen Studienangebot. Gleichzeitig haben die Gespräche mit Unternehmen und weiteren Partnern gezeigt, dass es darüber hinaus einen Bedarf an praxisintegrierten Studienmöglichkeiten gibt“, sagt Oberbürgermeister Sven Schoeller. „StudiumPlus kann hier eine sinnvolle Ergänzung sein. Mir war wichtig, alle relevanten Akteure frühzeitig an einen Tisch zu bringen und gemeinsam auszuloten, wie wir unseren Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort weiter stärken können. Dass dieser Weg nun von den Partnern unterstützt wird, ist ein wichtiges Signal für die Region.“
„Kassel ist ein bedeutender Hochschulstandort mit einer starken Universität. Gleichzeitig müssen wir die unterschiedlichen Bedürfnisse von Studierenden und Unternehmen im Blick behalten“, sagt Hessens Wissenschaftsminister Timon Gremmels. „Es besteht ein zusätzlicher Bedarf an praxisintegrierten Studienangeboten, den wir mit den dualen Studiengängen von StudiumPlus sinnvoll decken wollen. Das Vorhaben verstehen wir ausdrücklich als Ergänzung des bestehenden Studienangebots der Universität Kassel. Insgesamt erwarten wir, dass die neuen dualen Studiengänge zusätzliche Studierende an den Wissenschaftsstandort Kassel ziehen werden.“
Warum soll StudiumPlus nach Kassel kommen?
In den vergangenen Monaten hatten Vertreterinnen und Vertreter aus Stadt, Land, Landkreis, Wirtschaft und Wissenschaft die Bedarfe für zusätzliche Studienangebote in der Region erörtert. Dabei wurde deutlich, dass das bestehende Hochschulangebot zwar ein breites Spektrum akademischer Ausbildung abdeckt, zugleich aber eine Nachfrage nach stärker praxisintegrierten Studienmodellen besteht. StudiumPlus soll diese Lücke schließen und insbesondere jene Zielgruppe ansprechen, die von Beginn an eine enge Verbindung zwischen Studium und Unternehmen sucht.
„Für die Zukunftsfähigkeit unserer Region ist die Sicherung qualifizierter Fachkräfte von zentraler Bedeutung“, betont Landrat Andreas Siebert. „Praxisintegrierte Studienangebote schaffen eine enge Bindung zwischen Studierenden und Unternehmen und können dazu beitragen, junge Talente langfristig in Nordhessen zu halten.“
„Die Unternehmen der Region haben den Wunsch nach zusätzlichen praxisintegrierten Studienangeboten wiederholt formuliert“, erörtert Kai-Lorenz Wittrock als Geschäftsführer der WfG. „StudiumPlus eröffnet hier einen weiteren Bildungsweg und stärkt die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Kassel und Nordhessen.“
Auch die über 1000 im Trägerverein CompetenceCenter Duale Hochschulstudien - StudiumPlus e.V. organisierten Arbeitgeber unterstützen die weiteren Planungen. „Unternehmen benötigen gut ausgebildete Fachkräfte und wünschen sich zugleich Studienmodelle mit einem sehr hohen Praxisbezug“, teilt Uwe Hainbach mit, Vorstandsvorsitzender des CCD. „Mit StudiumPlus können wir jungen Menschen, welche ein praxisintegriertes Studium bei Ihren Unternehmen anstreben, das Angebot machen, auch die Studienbestandteile in der Region zu absolvieren.“
Für die Technische Hochschule Mittelhessen sagt Präsident Prof. Dr. Matthias Willems: „StudiumPlus verbindet seit 25 Jahren erfolgreich wissenschaftliches Studium und betriebliche Praxis. Wir freuen uns über das große Interesse in Kassel und sehen gute Voraussetzungen, gemeinsam mit den Partnern vor Ort ein Angebot zu entwickeln, das den Bedürfnissen von Studierenden und Unternehmen gleichermaßen gerecht wird.“
Welche Fragen werden nun geklärt?
Mit der grundsätzlichen Unterstützung des Vorhabens und der Übertragung der Aufgabe zur weiteren Konzeptionierung an die WFG ist der nächste Schritt eingeleitet. In den kommenden Monaten sollen die organisatorischen und finanziellen Rahmenbedingungen konkretisiert werden. Als Standort für die Außenstelle von StudiumPlus werden Räumlichkeiten im FiDT Technologie‐ und Gründerzentrum geprüft.
Was ist das gemeinsame Ziel?
Ziel aller Beteiligten ist es, den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Kassel weiter zu stärken und zusätzliche Fachkräftepotenziale für die Region zu erschließen. StudiumPlus soll dabei die bestehende Hochschullandschaft nicht ersetzen, sondern als ergänzendes Angebot die Studienmöglichkeiten in Kassel erweitern.
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