Wie Naturschutzflächen mit Wasserbüffeln gepflegt werden
Am Dienstag, dem 30. Juni, 17 Uhr lädt das Umweltamt der Stadt Chemnitz Interessierte zu einer Exkursion ein, die über die erfolgreiche Pflege von Naturschutzflächen mit Wasserbüffeln und die positiven Auswirkungen auf die Insekten- und Vogelwelt aufklärt.
Treffpunkt ist auf dem Parkplatz Eubaer Straße gegenüber der Talsperre Euba, von dort sind es circa 15 Minuten Fußweg bis zu einer ehemaligen militärischen Liegenschaft der GUS-Streitkräfte an der Eubaer Straße nahe der Talsperre. Diese beweidet der Landwirtschaftsbetrieb Büschelhof Eibenberg in Kooperation mit der Naturschutzstation Chemnitz des Umweltamtes der Stadt Chemnitz seit 2022 mit Wasserbüffeln und Schottischen Hochlandrindern extensiv. Halboffene Biotope sollen bestehen bleiben und die Verbuschung zurückgedrängt werden, um den Lebensraum seltener Pflanzen, Tiere und Pilze zu erhalten. Durch ihre an Wasserlebensräume angepassten Klauen werden Wasserbüffel vornehmlich zur Biotoppflege von Feucht- und Sumpfstandorten eingesetzt.
Die Exkursion dauert circa zwei Stunden und soll exemplarisch zeigen, wie sich Landschaftspflege durch extensive, naturschonende Beweidung positiv auf den Gebietscharakter auswirkt und wie Insekten und Vögel davon profitieren. Zudem wird aufgezeigt, wie Landwirtschaft und Naturschutz miteinander funktionieren können. Fragen beantworten die Betreiber des Büschelhofs, Antje und Tim Winkler, sowie Jens Börner von der Unteren Naturschutzbehörde Chemnitz.
Offene und halboffene Landschaften wie dieses Gebiet lassen sich durch Beweidung effektiver und kostengünstiger erhalten und fördern als durch mechanische Maßnahmen. Denn anders als beim Mähen grasen die Weidetiere aufgrund der geringen Besatzdichte die Flächen selektiv Stück für Stück ab. Somit entsteht ein naturschutzfachlich hochwertiges Mosaik in der Landschaft, das auch immer genügend Restbestände für heimische Insekten zur Verfügung stellt.
Robuste Rassen wie der Wasserbüffel verwerten außerdem minderwertiges Futter wie Schilf, Rohrkolben und auch das dort dominante Landreitgras und eignen sich daher besonders gut für die Pflege dieser Fläche.
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Fakten
- Die Exkursion findet am Dienstag, dem 30. Juni, um 17 Uhr statt.
- Der Treffpunkt ist auf dem Parkplatz Eubaer Straße gegenüber der Talsperre Euba.
- Die Naturschutzstation Chemnitz des Umweltamtes der Stadt Chemnitz pflegt seit 2022 mit Wasserbüffeln und Schottischen Hochlandrindern extensiv.
- Halboffene Biotope sollen bestehen bleiben und die Verbuschung zurückgedrängt werden, um den Lebensraum seltener Pflanzen, Tiere und Pilze zu erhalten.
- Die Wasserbüffel werden vornehmlich zur Biotoppflege von Feucht- und Sumpfstandorten eingesetzt.
- Die Exkursion dauert circa zwei Stunden und soll exemplarisch zeigen, wie sich Landschaftspflege durch extensive, naturschonende Beweidung positiv auf den Gebietscharakter auswirkt.
- Landwirtschaft und Naturschutz können miteinander funktionieren.
- Offene und halboffene Landschaften lassen sich effektiver und kostengünstiger erhalten und fördern als durch mechanische Maßnahmen.
- Die Weidetiere selektiv Stück für Stück die Flächen abgrasen, was ein naturschutzfachlich hochwertiges Mosaik in der Landschaft ergibt.
- Robuste Rassen wie der Wasserbüffel verwerten minderwertiges Futter und eignen sich daher besonders gut für die Pflege dieser Fläche.
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