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Straßenbaumaßnahmen in Glauchau

Derzeit gibt es in der Stadt Glauchau viele Baustellen im öffentlichen Verkehrsraum, die Geduld und Verständnis erfordern.
Die Stadt Glauchau besitzt insgesamt rund 145 km gewidmete Straßen (Gemeindeverbindungs- und Ortsstraßen) sowie rund 23 km sonstige gewidmete Straßen und Wege zuzüglich der Gehweganlagen. Außerdem gehören der Stadt unter anderem 59 Brücken, verschiedene Stützwände, Treppenanlagen, Durchlässe und Straßenentwässerungseinrichtungen. Städtische Straßen stellen die Lebensadern für die Infrastruktur einer Kommune dar. Nur durch eine konsequente Bereitstellung finanzieller Mittel kann der Zustand der Straßen, der den heutigen Verkehrsanforderungen standhält, ordnungsgemäß gesichert werden.
Da die Kommunen vielfältige Pflichtaufgaben haben und auch freiwillige Aufgaben umsetzen, reichen die Mittel zur Straßenunterhaltung in der Regel nicht aus. Eine Prioritätensetzung ist daher unabdingbar. Dafür erstellte die Stadt Glauchau im Jahr 2008 auf Grundlage des Beschlusses 2007/009 einen Masterplan für die Verkehrsinfrastruktur. Die Fortschreibung des Planes erfolgte 2013 und wurde dem Stadtrat mit der Vorlage 2013/023 zur Kenntnis gegeben. Diese dient als Basis für die mittelfristige Finanzplanung.
Bereits seit Jahren ist die Verwaltung bestrebt, die weitere Sanierung des Stadtrings im Haushalt der Stadt Glauchau zu verankern. Erst mit dem Doppelhaushalt 2023/2024 und dem dazugehörigen mittelfristigen Finanzplan konnte das Projekt „Ausbau Pestalozzistraße“ mit einem ersten Bauabschnitt aufgenommen werden.
Seit dem Jahr 2023 erhält die Stadt Glauchau vom Freistaat Sachsen nunmehr pauschale Zuweisungen nach dem Sächsischen Finanzausgleichsgesetz (§ 20b SächsFAG) in Verbindung mit der Verwaltungsvorschrift „Zuweisungen für Umbau, Ausbau, Neubau, Instandsetzung und Erneuerung von Straßenverkehrsanlagen in kommunaler Baulast“ (VwV Kommunale Straßenbaubudget). Der Verteilerschlüssel der Zuweisung erfolgt im Landkreis Zwickau über die anteiligen Straßenlängen der Städte und Gemeinden. Für den Zeitraum 2023-2026 erhält die Stadt Glauchau so pro Jahr rund 450.000 Euro als Zuweisung bei einer Fördermittelquote von ca. 50 %. Für den Zeitraum 2023-2026 entspricht dies einer Gesamtzuweisung von rund 1,8 Mio. Euro. Die Stadt Glauchau hat im Rahmen der Inanspruchnahme der Zuweisungen einen Eigenanteil von 50 % der veranschlagten Gesamtkosten zu erbringen, sodass sich dadurch Gesamtausgabeansätze für Straßen- und Brückenbaumaßnahmen von rund 3,6 Mio. Euro ergaben.
Somit konnte endlich der erste Bauabschnitt des grundhaften
von der Wettiner Straße bis zur Dr.-Heinrich-von-Wolffersdorff-Straße in Angriff genommen werden. An der Maßnahme beteiligen sich auch die Westsächsische Abwasserentsorgungs- und Dienstleistungsgesellschaft mbH (WAD GmbH) und die Stadtwerke Glauchau Dienstleistungsgesellschaft mbH (Stadtwerke) mit der Erneuerung ihrer Anlagen. Die Vergabe des städtischen Anteils erfolgte im März 2025 für rund 1,6 Mio. Euro an die Firma Strabag AG aus Glauchau. Damit das Glauchauer Klinikum immer erreichbar ist, werden die Arbeiten in zwei Abschnitten umgesetzt. Der erste Abschnitt bis zur Virchowstraße kann bereits genutzt werden; der zweite Abschnitt soll bis zum Jahresende 2026 fertiggestellt sein. Neu hergestellt werden hierbei auch die Gehwege, Bushaltestellen und das Straßenbegleitgrün.
Ausbaus der Pestalozzistraße
Der nächste geplante Bauabschnitt von der Dr.-Heinrich-von-Wolffersdorff-Straße bis zum Chemnitzer Platz wird vorerst zugunsten der
zurückgestellt. Dieser wichtige Zubringer zum Stadtring ist durch die aktuellen Umleitungsführungen stark beansprucht.
Rudolf-Breitscheid-Straße
Im Jahr 2027 soll der Abschnitt von der
instandgesetzt werden, da der Stadtring für die Umleitungsführung beim Ausbau der Wehrstraße (Kreisstraße, K 7310) dringend benötigt wird. Die Überschneidung der beiden großen Baumaßnahmen Pestalozzistraße und Wehrstraße in der Zeit von Juli bis voraussichtlich November 2026 wird von allen Verkehrsteilnehmern viel Verständnis, Geduld und Rücksichtnahme erfordern.
August-Bebel-Straße bis zur Chemnitzer Straße
Die Sanierung der
ist ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Landkreis Zwickau, der als Straßenbaulastträger für die Straße zuständig ist. In städtischer Verantwortung stehen dabei die Nebenanlagen, also die Gehwege und Parkplatzflächen. Für den städtischen Anteil der Baumaßnahme hat der Stadtrat hat Ende Mai 2026 Ausgaben in Höhe von rund 506.000 Euro beschlossen. Die Umsetzung der Baumaßnahme erfolgt durch die Firma Phönix-Bau GmbH aus Aue-Bad Schlema. An der koordinierten Maßnahme beteiligen sich neben dem Landkreis Zwickau und der Stadt Glauchau, die WAD GmbH, der Regionale Zweckverband Wasserversorgung Bereich Lugau-Glauchau (RZV), die Stadtwerke und die eins energie in sachsen GmbH & Co. KG. Insgesamt werden über 3,1 Mio. Euro in den Straßenbau und die koordinierte Medienauswechslung investiert.
Wehrstraße
Durch die noch bis Ende September 2026 laufenden Baumaßnahmen am zweiten Bauabschnitt in der
wird die Situation der Umleitungsführung noch verschärft. An dieser Maßnahme sind ebenfalls die Versorgungsunternehmen RZV, WAD GmbH und Stadtwerke beteiligt. Der Auftragsvergabe von über 150.000 Euro an die STRATA Bau GmbH aus Meerane stimmte der Technische Ausschuss vor einem Jahr zu.
Sonnenstraße
Ebenfalls eine dringende Erneuerung benötigt die
. Diese Fahrbahn soll in drei Abschnitten saniert werden. Der erste Abschnitt von der Kopernikusstraße bis zur Lessingstraße begann bereits im März und wird den städtischen Haushalt mit über 400.000 Euro belasten. Auch hier konnte eine Beteiligung der Versorgungsunternehmen WAD GmbH und RZV erreicht werden, welche vorab ihre Leitungen erneuern. Weitere Abschnitte sind ab dem Jahr 2027 in Vorbereitung.
Schlachthofstraße
Eine etwas kleinere, aber vor allem für die Anwohner wichtige Baumaßnahme ist die Ertüchtigung der Fahrbahn im unteren Abschnitt der Straße
. Der bisherige Zustand dieses Straßenabschnittes sorgte immer wieder für Verärgerung bei Anwohnern und erzeugte jedes Jahr einen hohen Instandsetzungsbedarf durch den städtischen Bauhof. Das soll nun bald der Vergangenheit angehören. Die Baustelle ist im vollen Gange und auch hier sind die WAD GmbH und Stadtwerke beteiligt. Die Firma HTR GmbH, Hoch-, Tief- und Rohrleitungsbauunternehmen aus Lugau wird dort im Auftrag der Stadt über 200.000 Euro verbauen.
Am Trützschler
Im Gewerbegebiet Nord-West wird es ebenfalls zu Behinderungen kommen. Im Juni 2026 wird die Fahrbahn der
im Bereich des Bahnüberganges für über 100.000 Euro durch die Meeraner Firma STRATA Bau GmbH erneuert. Dieses Bauvorhaben ist jetzt möglich, da durch die Stadt Glauchau mittlerweile eine zweite Ausfahrt aus dem stark frequentierten Gewerbestandort geschaffen wurde.
Boschstraße
Für das Jahr 2027 sind, zusätzlich zur Instandsetzung der Rudolf-Breitscheid-Straße, unter anderem auch die Fahrbahnerneuerung der
zwischen Schlachthofstraße und Lungwitzer Straße in Vorbereitung. Das Vorhaben wird in mehreren Bauabschnitten realisiert. Den dazugehörigen Baubeschluss hat der Technische Ausschuss bereits Anfang 2026 gefasst. Derzeit erfolgen die Abstimmungen zu den Bedarfen der Versorgungsunternehmen in diesem Bereich.
Talstraße
Die Stadt Glauchau bereitet zudem weitere Investitionen im Bereich der Infrastruktur vor. Eine wichtige Verkehrsader in der Innenstadt wird durch den notwendigen Ersatzneubau der
nicht nutzbar sein. Am Bauwerk, das den Inneren Stadtgraben überspannt, wird die Neubaumaßnahme voraussichtlich im Jahr 2028 beginnen, unter dem Vorbehalt, dass die Finanzierung im Haushalt der Stadt Glauchau sichergestellt werden kann.
Nicolaibrücke
Der abschnittsweise grundhafte Ausbau der
im neuen Städtebauförderprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung – Programmteil Aufwertung“ (WEP) sowie der Bau eines
im Städtebaufördergebiet „Scherberg-nördliche Innenstadt“ (alt SSP-soziale Stadt; neu SZP-sozialer Zusammenhalt) werden aktuell für den mittelfristigen Finanzplan bis 2030 vorbereitet und sollen noch in diesem Jahr planungsseitig vorgestellt werden.
Auestraße
Kreisverkehrs am Scherbergplatz
Darüber hinaus wirft eine weitere große Baumaßnahme ihren Schatten voraus. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr informierte Ende Mai 2026, dass der Zuschlag für den Ersatzneubau der
an die bauausführende Firma erteilt wurde. Der Baubeginn ist im August 2026 geplant. Die Stadt Glauchau ist an der Maßnahme mit den Nebenanlagen und einem Teil der Auestraße involviert. Der Ersatzneubau wird neben der bisherigen Brücke errichtet.
Brücke der B 175 über die Flutrinne
Die Instandhaltung der Infrastruktur im Glauchauer Stadtgebiet bleibt eine wichtige und herausfordernde Aufgabe. Alle Aufgabenträger, wie zum Beispiel die Versorgungsunternehmen, müssen ihre Anlagen instandsetzen und erneuern. Im Vorfeld von Baumaßnahmen sind daher immer wieder aufwendige Abstimmungen und Koordinierungen zwischen der Stadt Glauchau und anderen Aufgabenträgern notwendig, um die Beeinträchtigung im öffentlichen Straßenverkehr für alle Beteiligten so gering wie möglich zu halten. Aus unterschiedlichen Gründen heraus, lassen sich jedoch Überschneidungen von Baumaßnahmen und die damit einhergehenden Verkehrseinschränkungen nicht immer vermeiden. Diesbezüglich bitten wir alle Bürgerinnen und Bürger um Verständnis.

Fakten

  • Die Stadt Glauchau besitzt insgesamt rund 145 km gewidmete Straßen (Gemeindeverbindungs- und Ortsstraßen) sowie rund 23 km sonstige gewidmete Straßen und Wege zuzüglich der Gehweganlagen.
  • Die Stadt Glauchau hat im Jahr 2008 einen Masterplan für die Verkehrsinfrastruktur erstellt, der 2013 fortgeschrieben wurde.
  • Die Stadt Glauchau erhält von 2023 bis 2026 pauschale Zuweisungen nach dem Sächsischen Finanzausgleichsgesetz (§ 20b SächsFAG) in Verbindung mit der Verwaltungsvorschrift "Zuweisungen für Umbau, Ausbau, Neubau, Instandsetzung und Erneuerung von Straßenverkehrsanlagen in kommunaler Baulast" (VwV Kommunale Straßenbaubudget).
  • Die Stadt Glauchau erhält jährlich rund 450.000 Euro als Zuweisung bei einer Fördermittelquote von ca. 50 %.
  • Die Stadt Glauchau hat im Rahmen der Inanspruchnahme der Zuweisungen einen Eigenanteil von 50 % der veranschlagten Gesamtkosten zu erbringen, sodass sich dadurch Gesamtausgabeansätze für Straßen- und Brückenbaumaßnahmen von rund 3,6 Mio. Euro ergaben.
  • Die Stadt Glauchau liegt in Sachsen, Deutschland.
  • Der erste Bauabschnitt des grundhaften von der Wettiner Straße bis zur Dr.-Heinrich-von-Wolffersdorff-Straße wurde im Jahr 2025 aufgenommen.
  • Die Stadt Glauchau hat ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Landkreis Zwickau, um die Sanierung der August-Bebel-Straße bis zur Chemnitzer Straße durchzuführen.
  • Die Stadt Glauchau investiert über 3,1 Mio. Euro in den Straßenbau und die koordinierte Medienauswechslung.
  • Der Bauabschnitt von der Rudolf-Breitscheid-Straße bis zum Chemnitzer Platz wird vorerst zugunsten der zurückgestellten Baumaßnahme ausgesetzt.
  • Die Stadt Glauchau bereitet zudem weitere Investitionen im Bereich der Infrastruktur vor, wie den Ersatzneubau des Inneren Stadtgraben.
  • Der Bauabschnitt von der Auestraße wird für den mittelfristigen Finanzplan bis 2030 vorgestellt.
  • Die Stadt Glauchau ist an der Maßnahme mit den Nebenanlagen und einem Teil der Auestraße involviert.
  • Der Ersatzneubau der Brücke der B 175 über die Flutrinne wird im August 2026 geplant.
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