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Neue Gedenkstele erinnert an Marwa El-Sherbini

Mit einer öffentlichen Gedenkveranstaltung erinnern die Landeshauptstadt Dresden, das Sächsische Staatsministerium der Justiz und der Initiativkreis „Gedenken.Erinnern.Mahnen“ (Dem Initiativkreis „Gedenken.Erinnern.Mahnen" gehören verschiedene Einrichtungen und Vereine wie der Ausländerrat Dresden e. V., die Regionale Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie e. V. (RAA - Sachsen e.V.) AFROPA e. V. und der Integrations- und Ausländerbeirat an.) am Mittwoch, 1. Juli 2026, um 17.30 Uhr in dem nach Marwa El-Sherbini benannten Park vor dem Landgericht Dresden gemeinsam an die junge Frau. Seit dem heutigen Montag, 22. Juni 2026, erinnert vor Ort eine Gedenkstele an den rassistischen und islamfeindlichen Mord im Jahr 2009. Die Stele entstand in Zusammenarbeit mit der Glasgestalterin Marion Hempel und dem Metallkünstler Uwe Hempel.
Zum Gedenken sprechen Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch, der Amtschef des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz Till Pietzcker, Lara Arabi vom Integrations- und Ausländerbeirat der Landeshauptstadt Dresden sowie Afsana Ahmadi (Afghanistan) und Joud Alhasan Aljassem (Syrien), beide vom Frauentreff des Ausländerrat Dresden e. V. Die gegenwärtige Marwa-El-Sherbini-Stipendiatin Svitlana Kovalchuk moderiert die Veranstaltung. Anschließend gibt es die Möglichkeit, Blumen niederzulegen.
Die 1977 in der ägyptischen Stadt Alexandria geborene Marwa El-Sherbini war Sportlerin und Pharmakologin. Sie lebte mit ihrer Familie in Dresden. Am 1. Juli 2009 wurde sie im Landgericht Dresden von einem rechtsextremen Gewalttäter ermordet, als sie gegen diesen als Zeugin aussagte. Er wurde am 11. November 2009 vom Landgericht Dresden wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt, wobei die besondere Schwere der Schuld festgestellt wurde. Des antimuslimisch motivierten, rassistischen Mordes an Marwa El-Sherbini wird am 1. Juli eines jeden Jahres gedacht.
Thematische Begleitveranstaltungen
Am Donnerstag, 25. Juni 2026, zeigt der Frauentreff des Ausländerrat Dresden e. V. den Film „Es brennt“ von Regisseur Erol Afºin aus dem Jahr 2023. Der Mord an Marwa El-Sherbini diente als Vorlage für Afºins Spielfilmdebüt, in dem er konsequent die Perspektive der betroffenen Familie einnimmt. Start ist 17 Uhr im Johannstädter Kulturtreff, Pfeifferhannsstraße 11.
Ebenfalls am 25. Juni, um 19.30 Uhr, ist im Kleinen Haus des Staatsschauspiel Dresden die Vorstellung „You came, you saw – Ein No Escape Room“ der Regisseurin Ayºe Güvendiren zu sehen. In einer Inszenierung aus dem Jahr 2019 hat sich die Regisseurin intensiv mit dem Mord an Marwa El-Sherbini beschäftigt. In ihrer aktuellen Produktion lässt sie Betroffene und Opfer rechtsextremer Gewalt zu Wort kommen.
Am Sonnabend, 4. Juli, veranstalten das Kick-Racism-Orga-Team und der Dresdner Sportclub 1898 e. V. das antirassistische Fußballturnier „Kick Racism“. Das Turnier findet seit 2012 jährlich im Sportpark Ostra statt. In diesem Jahr spielen 20 Teams um den Marwa-El-Sherbini-Cup. Verschiedene Infostände bieten antirassistischen und gesellschaftlich engagierten Vereinen und Projekten eine Plattform. Der Gewinn des Turniers und des Aftershow-Konzerts wird vollständig an Mission Lifeline, eine Seenotrettungsorganisation aus Dresden, gespendet.

Fakten

  • Die Gedenkveranstaltung findet am Mittwoch, 1. Juli 2026, um 17.30 Uhr in dem nach Marwa El-Sherbini benannten Park vor dem Landgericht Dresden statt.
  • Marwa El-Sherbini wurde am 22. Juni 1977 in der ägyptischen Stadt Alexandria geboren.
  • Sie lebte mit ihrer Familie in Dresden und war Sportlerin und Pharmakologin.
  • Am 1. Juli 2009 wurde sie im Landgericht Dresden von einem rechtsextremen Gewalttäter ermordet, als sie gegen diesen als Zeugin aussagte.
  • Der Mord an Marwa El-Sherbini diente als Vorlage für den Film „Es brennt“ von Regisseur Erol Afºin aus dem Jahr 2023.
  • Die Gedenkstele entstand in Zusammenarbeit mit der Glasgestalterin Marion Hempel und dem Metallkünstler Uwe Hempel.
  • Die Veranstaltung wird von Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch, dem Amtschef des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz Till Pietzcker, Lara Arabi vom Integrations- und Ausländerbeirat der Landeshauptstadt Dresden sowie Afsana Ahmadi (Afghanistan) und Joud Alhasan Aljassem (Syrien) moderiert.
  • Die Gedenkveranstaltung findet im Park vor dem Landgericht Dresden in Dresden statt.
  • Das antirassistische Fußballturnier „Kick Racism“ findet seit 2012 jährlich im Sportpark Ostra statt.
  • Der Gewinn des Turniers und des Aftershow-Konzerts wird vollständig an Mission Lifeline, eine Seenotrettungsorganisation aus Dresden, gespendet.