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Microsoft stellt Copilot Cowork bereit – samt nutzungsbasierter Preise

Copilot Cowork wird mit nutzungsbasierter Abrechnung angeboten.Microsoft



Nach drei Monaten Preview für Frontier-Kunden macht Microsoft nun Copilot Cowork allgemein verfügbar – samt nutzungsbasierter Abrechnung. Bei der Vorstellung des Tools im März  beschrieb das Unternehmen es als KI-Agenten, der eigenständig langwierigen, mehrstufigen Aufgaben ausführt – sogar, wenn der Computer des Nutzers ausgeschaltet ist.



Copilot Cowork basiert auf derselben Technologie wie auch Claude Cowork: Während Anthropics KI aber direkt mit Dateien und Anwendungen auf dem Computer des Nutzers interagieren kann, läuft die Variante von Microsoft in der Cloud-Umgebung von Microsoft und arbeitet mit Dokumenten, die sich im Microsoft-365-Tenant des Kunden befinden.



Vier Faktoren für den Preis



Wie Microsoft bekannt gab, wird es eine nutzungsbasierte Abrechnung geben, zusätzlich zur Lizenz für Microsoft 365 Copilot. Diese kostet 30 Dollar pro Nutzer und Monat für Großunternehmen vor Rabatten, beziehungsweise 20 Dollar für Microsoft 365 Copilot for Business.



Die nutzungsbasierte Preisgestaltung berechnet sich laut Microsoft aus den vier Komponenten Modellnutzung, Kontextabruf, Tool-Aufrufe und Laufzeit. In der Praxis bedeutet dies, dass ressourcenintensivere Aufgaben, die mehrere Quellen einbeziehen, Deep Reasoning nutzen und zwei oder mehr Ergebnisse liefern, zu höheren Kosten führen – ausgedrückt in Copilot-Credits.



Gezahlt werden kann auf zwei Arten:




Pay-as-you-go – zum Preis von einem Cent pro Credit und



P3, wobei sich Kunden im Voraus auf ein bestimmtes Nutzungsvolumen festlegen und einen Rabatt erhalten.




Cowork ist standardmäßig deaktiviert. IT-Administratoren können festlegen, wann die Funktion bereitgestellt wird und welche Mitarbeiter Zugriff darauf haben. Zudem sind sie in der Lage, Ausgabenlimits auf Mandanten-, Gruppen- und Benutzerebene festzulegen. Auch Benachrichtigungen, wenn die Ausgaben einen bestimmten Schwellenwert erreichen, können eingestellt werden.



Zusätzlich sollen Nutzer in Zukunft sehen können, wie viele Credits die einzelnen Aufgaben kosten – laut Microsoft „kurz nach der allgemeinen Markteinführung“.



DeepSeek und noch viel mehr



Kunden von Copilot Cowork können aus mehreren KI-Modellen wählen, darunter Anthropic Opus 4.8 und Sonnet 4.6. Teilnehmer des Frontier-Programms, Microsoft Early-Access-Programm Copilot haben zudem Zugriff auf OpenAI GPT 5.5 sowie das Modell Cowork 1 von Microsoft.



Die Redmonder scheinen zudem zu erörtern, eine Version der Open-Source-Modelle von DeepSeek zu hosten. „Wir prüfen derzeit aktiv verschiedene Optionen, die diesen Anforderungen entsprechen, und DeepSeek ist eines von mehreren Modellen, die in die engere Wahl kommen. Nähere Einzelheiten zum zugrundeliegenden Modell werden wir kurz vor der Veröffentlichung bekannt geben“, erklärte ein Microsoft-Sprecher.



Darüber hinaus kündigte Microsoft neue Integrationen mit Drittanbieter-Apps wie Miro und Monday.com an. Weitere Programme, darunter Adobe, Box und Canva, sollen in Kürze folgen. (tf)