Datenschutzeinstellungen Stadt Kassel und freie Szene überarbeiten Tanzförderung
Ausgeschrieben sind eine mehrjährige Konzeptionsförderung, eine Produktionsförderung sowie eine Kleinprojektförderung. Förderfähig sind damit langfristige künstlerische Entwicklungen über größere Tanzproduktionen bis hin zu Recherche-, Weiterbildungs- und Qualifizierungsprojekten.
Wurde die Tanzszene bei der Weiterentwicklung beteiligt?
Der Weiterentwicklung der Tanzförderung ging ein mehrstufiger Beteiligungsprozess in enger Zusammenarbeit mit der Kasseler Tanzszene und dem Dachverband Tanz Deutschland voraus. Grundlage waren Gespräche mit Tanzakteurinnen und Tanzakteuren, Workshops sowie eine fachliche Bestandsaufnahme der bestehenden Förderstrukturen. Die neuen Förderinstrumente greifen die Empfehlungen dieses gemeinsamen Entwicklungsprozesses auf. „Ich freue mich, dass der konstruktive und intensive Austausch zwischen der Stadt und den Tanzakteurinnen und -akteuren zu einem praxisnahen neuen Förderkonzept geführt hat und danke allen an dem Prozess Beteiligten. Gemeinsam ist es gelungen, zeitgemäße Förderinstrumente zu entwickeln, die künstlerische Qualität, faire Arbeitsbedingungen und nachhaltige Strukturen für die Stadt Kassel stärken“, betont Oberbürgermeister Sven Schoeller.
Warum wurde die Tanzszene als Pilotbereich ausgewählt?
Die Weiterentwicklung der Tanzförderung ist Teil eines umfassenderen Prozesses zur Modernisierung der Projektförderung der Stadt Kassel. Die Kulturkonzeption 2030 empfiehlt, Förderinstrumente und ‐verfahren zeitgemäß weiterzuentwickeln und stärker an den aktuellen Anforderungen von Kunst, Kultur und Gesellschaft auszurichten.
Vor diesem Hintergrund hat das Kulturamt 2024 die Tanzförderung als Pilotbereich für die Erprobung neuer Förderstrukturen ausgewählt. Die Freie Tanzszene in Kassel bietet aufgrund ihrer überschaubaren Größe und ihrer besonderen Produktionsbedingungen gute Voraussetzungen, um neue Fördermodelle gemeinsam zu entwickeln und zu erproben. Die dabei gewonnenen Erfahrungen sollen perspektivisch auch Impulse für die Weiterentwicklung weiterer Bereiche der städtischen Kulturförderung geben.
Wer entscheidet über die Tanzförderung?
Über die Vergabe der Fördermittel berät erstmals eine unabhängige Fachjury. Sie setzt sich aus einer Vertreterin der Kasseler Tanzszene, einer überregionalen Fachperson sowie einer Vertretung des Kulturamts der Stadt Kassel zusammen. Die Jury soll Transparenz, fachliche Qualität sowie eine nachvollziehbare und an den Bedarfen der freien Tanzszene orientierte Förderpraxis gewährleisten. Die Mitglieder werden jeweils für einen Zeitraum von drei Jahren berufen.
Für die erste Amtszeit von August 2026 bis Juli 2029 gehören der Jury die Performerin, Choreografin und Tanzvermittlerin Ilana Reynolds als Vertreterin der Kasseler Tanzszene sowie die Kuratorin und Kulturmanagerin Eva-Maria Hoerster als überregionale Fachperson an. Das Kulturamt Kassel wird durch Marco Krummenacher vertreten, der seit vielen Jahren die freie Szene im Kulturhaus Dock 4 begleitet und im Bereich Kulturförderung und -beratung tätig ist.
Wie kann ich mich für eine Förderung bewerben?
Die Antragstellung sowie weiterführende Informationen zu den Förderinstrumenten, den -voraussetzungen sowie die vollständigen Vergabegrundlagen stehen unter folgendem Link bereit: www.kasselkultur.de/tanzfoerderung (Öffnet in einem neuen Tab) . Zur Unterstützung bei der Antragstellung bietet das Kulturamt Kassel zudem eine telefonische Beratung an.
Hier finden Sie den kompletten Artikel:
Fakten
- Die Stadt Kassel und die freie Szene überarbeiten die Tanzförderung.
- Eine mehrjährige Konzeptionsförderung, eine Produktionsförderung sowie eine Kleinprojektförderung sind ausgeschrieben.
- Förderfähig sind langfristige künstlerische Entwicklungen über größere Tanzproduktionen bis hin zu Recherche-, Weiterbildungs- und Qualifizierungsprojekten.
- Die Weiterentwicklung der Tanzförderung ging ein mehrstufiger Beteiligungsprozess in enger Zusammenarbeit mit der Kasseler Tanzszene und dem Dachverband Tanz Deutschland voraus.
- Grundlage waren Gespräche mit Tanzakteurinnen und Tanzakteuren, Workshops sowie eine fachliche Bestandsaufnahme der bestehenden Förderstrukturen.
- Die neuen Förderinstrumente greifen die Empfehlungen dieses gemeinsamen Entwicklungsprozesses auf.
- Der Pilotbereich für die Erprobung neuer Förderstrukturen ist die Freie Tanzszene in Kassel.
- Die Freie Tanzszene bietet gute Voraussetzungen, um neue Fördermodelle gemeinsam zu entwickeln und zu erproben.
- Die Vergabe der Fördermittel wird von einer unabhängigen Fachjury entschieden.
- Die Jury setzt sich aus einer Vertreterin der Kasseler Tanzszene, einer überregionalen Fachperson sowie einer Vertretung des Kulturamts der Stadt Kassel zusammen.
- Die Mitglieder werden jeweils für einen Zeitraum von drei Jahren berufen.
- Die erste Amtszeit der Jury beginnt im August 2026 und endet im Juli 2029.
- Die Antragstellung sowie weitere Informationen zu den Förderinstrumenten, -voraussetzungen sowie die vollständigen Vergabegrundlagen stehen unter www.kasselkultur.de/tanzfoerderung bereit.
- Das Kulturamt Kassel bietet zudem eine telefonische Beratung an.
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