Startschuss für das Projekt „Digitalisierung von Lieferzonen“
Liefern, Laden und Leisten in der Altstadt und der Isarvorstadt wird digitaler. Oberbürgermeister Dominik Krause und Mobilitätsreferent Georg Dunkel haben gemeinsam mit Annette Hilpert, Referatsleiterin für Stadt- und Regionalentwicklung bei der IHK für München und Oberbayern, den Startschuss für die öffentliche Testphase eines Pilotprojekts gegeben. Dabei werden 21 ausgewählte Lieferzonen in der Altstadt und in den an die Fraunhoferstraße angrenzenden Straßen mit Sensoren ausgestattet. Die Sensoren senden Echtzeit-Informationen über die Belegung der Flächen direkt an die eigens dafür bereitgestellte, kostenfreie App „mo2B“. Neben der Ausstattung der Flächen mit Sensorik wurde an ausgewählten Zonen in der Altstadt die Markierung mit dem Schriftzug „Lieferzone“ zur besseren Erkennbarkeit auf dem Asphalt ergänzt. So sollen die Fehlbelegung der Flächen und der Parksuchverkehr reduziert sowie der innerstädtische (Wirtschafts-)Verkehr entlastet werden.
Ausgewählt wurden für das Pilotprojekt sowohl Zonen für Liefern, Laden und Leisten, die sogenannten 3L-Zonen, als auch reine Liefer- und Ladezonen (2L-Zonen). Zusätzlich zur Anzeige der digitalisierten Lieferzonen werden in der App auch alle weiteren 2L- und 3L-Zonen im Stadtgebiet angezeigt. Über die Routingfunktion können sich die Nutzenden schnell und einfach zur gewünschten Lieferzone navigieren lassen.
Oberbürgermeister Dominik Krause: „Ich freue mich sehr, dass wir heute eine große Erleichterung für den Wirtschaftsverkehr vorstellen können. Mit der Anbringung von Sensoren und der Bereitstellung von Echtzeitinformationen können wir gerade in der engen Altstadt eine Verbesserung für den Wirtschaftsverkehr erreichen. Die Digitalisierung von Mobilitätsangeboten bietet einen großen Mehrwert für die Münchner*innen und speziell den Liefer- und Handwerksverkehr.“
Mobilitätsreferent Georg Dunkel: „Mit dem Pilotprojekt zur Digitalisierung von Lieferzonen wollen wir vor allem die Nutzung und Auslastung der Zonen verbessern. Wir sehen aktuell gerade in der Altstadt einen hohen Parkdruck und eine hohe Fehlbelegung der Flächen. Durch die Sensoren und die Informationen in Echtzeit ermöglichen wir es Handwerker*innen, Pflegediensten und Lieferant*innen, freie Haltemöglichkeiten schneller zu finden, zudem kann einer falschen Beparkung so einfacher entgegengewirkt werden. Neben dem Wirtschaftsverkehr können auch Anwohner*innen und Menschen mit einem Behindertenparkausweis von der Digitalisierung der Flächen beziehungsweise der App profitieren.“
Möglich wurde das Pilotprojekt dank des EU-Förderprojekts „metaC-CAZE“. Darin setzt die Stadt innovative Lösungen für den Wirtschaftsverkehr und die Digitalisierung der Mobilität um, die von anderen Städten repliziert werden können. Gemeinsam mit Vertreter*innen von Kammern und Wirtschaftsverbänden wurden für das Pilotprojekt besonders relevante Lieferzonen in der Altstadt und im Umgriff der Fraunhoferstraße zur Anbringung der Sensoren ausgewählt. Das Projekt soll unter anderem aufzeigen, welche Nutzergruppen das Angebot annehme und für welche Gruppen es gegebenenfalls noch andere, weitergehende Lösungen braucht. Verantwortlich für die Umsetzung des Projekts sind neben der Stadt die Projektpartner Smart City Systems (Bereitstellung und Betrieb der Sensoren), Stadtraum (Bereitstellung und Betrieb der App „mo2B“), DB Schenker (Erprobung und Logistikanwendungen) und die Technische Universität München (Evaluation des Pilotprojekts) .
Mit dem Pilotprojekt geht das Mobilitätsreferat einen weiteren Schritt zur Optimierung der Flächen für den Wirtschaftsverkehr. Insgesamt sollen bis 2035 1.000 Lieferzonen im Stadtgebiet angeordnet sein. Die 3L-Zonen sind als eingeschränkte Haltverbote beschildert und können zum Be- und Entladen genutzt werden. Nutzergruppen mit Sonderparkausweisen wie Handwerker oder Pflegedienste können während der Dauer des Einsatzes auch dort parken. In der „blauen Zone“ in der Altstadt sind die 3L-Zonen orange markiert, ergänzt um den Schriftzug „Lieferzone“. In der Regel sind diese 3L-Zonen in den Tagesrandzeiten, meist zwischen 19 und 8 Uhr, für das Anwohnerparken freigegeben, um den knappen öffentlichen Raum effizient zu nutzen. Menschen mit einem Behindertenparkausweis können dort jederzeit für bis zu drei Stunden parken.
Zukünftig sollen stadtweit auch Sonderparkplätze – wie Behindertenparkplätze, Parkplätze mit Ladesäulen, Carsharing-Parkplätze und Parkplätze für den Wirtschaftsverkehr – mit Sensoren ausgestattet werden. Ziel ist es, deren Belegungsstatus beziehungsweise ihre Verfügbarkeit in Echtzeit zu übermitteln.
Startschuss für das Projekt „Digitalisierung von Lieferzonen“ mit (v.l.) Annette Hilpert (IHK für München und Oberbayern), OB Dominik Krause, Benoît Blaser (Vorsitzender Bezirksausschuss 2), Andrea Stadler-Bachmaier (Vorsitzende Bezirksausschuss 1) und Mobilitätsreferent Georg Dunkel.
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Fakten
- Der Startschuss für das Projekt „Digitalisierung von Lieferzonen“ wurde in München gegeben.
- Die Stadt München plant, bis 2035 1.000 Lieferzonen im Stadtgebiet anzusiedeln.
- Das Pilotprojekt zur Digitalisierung von Lieferzonen wird in der Altstadt und in den an die Fraunhoferstraße angrenzenden Straßen mit Sensoren ausgestattet.
- Die Sensoren senden Echtzeit-Informationen über die Belegung der Flächen direkt an die eigens dafür bereitgestellte, kostenfreie App „mo2B“.
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