Fachtage der Integrierten Jugendarbeit: Jugendliche enger in die Gestaltung der Innenstadt einbinden
Im Mittelpunkt der ersten „Fachtage der Integrierten Jugendarbeit“ stand die Frage, wie junge Menschen in der Nutzung, Gestaltung und Entwicklung öffentlicher Räume in der Innenstadt beteiligt werden können. Die Teilnehmenden aus Verwaltung, Jugendhilfe, Kultur, Stadtplanung, Sicherheit, Wissenschaft und der Nachtökonomie (Wirtschaftszweige, die in den Nachtstunden aktiv sind) befassten sich in Vorträgen und Workshops mit neuen Ansätzen. Themen waren unter anderem eine jugendgerechte Stadtplanung, die gemeinsame Erhebung von Daten sowie der Aufbau einer „Urban Sports Area“ – einem frei zugänglichen Bereich für Sport und Bewegung im öffentlichen Raum.
Die Integrierte Jugendarbeit ist ein vernetztes Konzept und ein Strukturmodell zugleich – Jugendgerechtigkeit stellt dabei ein Grundprinzip dar. Dies eröffnet einer Stadt wie Stuttgart Perspektiven für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung. Ausgangspunkt für das Netzwerk Integrierte Jugendarbeit war die gemeinsame, ressortübergreifende Reaktion auf die Ausschreitungen in der Nacht vom 20. auf den 21. Juni 2020 in der Innenstadt Stuttgarts. Seitdem hat sich das Netzwerk dynamisch entwickelt. Für junge Menschen stellt die Innenstadt einen Aufenthaltsort, einen Raum für Inszenierung, einen Freizeit- und Lebensmittelpunkt dar. Neu entstandene Formate gestalten die Innenstadt jugendgerechter.
Isabel Fezer, Bürgermeisterin für Jugend und Bildung, betonte in ihrem Grußwort den Stellenwert der Kooperation: „Das Ziel einer jugendgerechten Innenstadt können wir nur gemeinsam erreichen – im Schulterschluss von Verwaltung, freien Trägern, Zivilgesellschaft und vielen weiteren Verbündeten. Die Integrierte Jugendarbeit Innenstadt ist dabei ein Vorbild für Organisationsentwicklung, für Kooperation und für eine moderne, vernetzte Jugendhilfe.“
Andreas Hofer, Intendant der Internationalen Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart (IBA’27), verwies auf den langfristigen Nutzen der Jugendbeteiligung: „Kinder und Jugendliche sind keine Akteure bei langfristigen und kapitalintensiven Bauprojekten, aber sie werden die neuen Stadträume und Gebäude in ihrer Lebenszeit nutzen und begleiten. Wer sich auf die Bedürfnisse und die Kreativität junger Menschen bei der Raumaneignung einlässt, erfährt eine neue wertvolle Sicht auf die Stadt, die inspirierend für ihre weitere Entwicklung sein kann. Dies erlebten wir im IBA-Prozess bei der Auseinandersetzung mit der Umgebung des Züblin-Parkhauses in der Leonhardsvorstadt und beim Circuleum in Stuttgart-Vaihingen.“
Wie eine jugendgerechte Innenstadt aussehen kann, zeigen drei bestehende Formate:
Weiterführende Informationen zur Jugendhilfeplanung und den Angeboten für Jugendliche gibt es unter:
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Die Behördennummer 115 ist in der Regel zum Festnetztarif und damit kostenlos über Flatrates erreichbar. Viele Mobilfunkanbieter haben ihre Preise an die Festnetztarife angepasst. Die Mitarbeitenden erreichen Sie von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr.
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Fakten
- Die erste 'Fachtage der Integrierten Jugendarbeit' fand in Stuttgart statt.
- Das Ziel einer jugendgerechten Innenstadt können wir nur gemeinsam erreichen – im Schulterschluss von Verwaltung, freien Trägern, Zivilgesellschaft und vielen weiteren Verbündeten.
- Kinder und Jugendliche sind keine Akteure bei langfristigen und kapitalintensiven Bauprojekten, aber sie werden die neuen Stadträume und Gebäude in ihrer Lebenszeit nutzen und begleiten.
- Die Integrierte Jugendarbeit ist ein vernetztes Konzept und ein Strukturmodell zugleich – Jugendgerechtigkeit stellt dabei ein Grundprinzip dar.
- Die Innenstadt Stuttgarts war Ausgangspunkt für das Netzwerk Integrierte Jugendarbeit.
- Die Stadt Stuttgart bietet eine kostenlose Behördennummer 115, die von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr erreichbar ist.
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