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10. City Dialog im Rathaus: Zukunft der unteren Königstraße im Fokus

Rund 30 Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Wirtschaft und Interessensverbänden diskutierten gemeinsam über die Entwicklung der Stuttgarter Innenstadt. Neben einem Rückblick auf die Geschichte der Königstraße richtete sich der Blick insbesondere auf die Zukunft der unteren Königstraße, des Arnulf-Klett-Platzes sowie des Platzes vor dem ehemaligen Hindenburgbau.
Zum Auftakt gab Florian Waller, Partner bei Behnisch Architekten Partnerschaft mbB, einen Einblick in die Entwicklung der Königstraße. Das ehemalige Büro Behnisch & Partner war bereits Mitte der 1970er Jahre mit deren Neugestaltung betraut und prägte die Transformation zur heutigen Fußgängerzone maßgeblich mit. Spätere Sanierungsmaßnahmen und die Umgestaltung des Rotebühlplatzes wurden durch das Büro begleitet. Im Rahmen des City Dialogs begrüßte Florian Waller die aktuellen Überlegungen zur Weiterentwicklung der unteren Königstraße ausdrücklich und betonte die Bedeutung einer zeitgemäßen Weiterentwicklung des öffentlichen Raums.
Anschließend informierten die City-Initiative Stuttgart e.V. und die Landeshauptstadt Stuttgart über die geplanten Maßnahmen zur interimistischen Aufwertung des Bereichs rund um den Hauptbahnhof. Vorgestellt wurden dabei erste Gestaltungs- und Projektideen für die weitere Entwicklung des Bereichs. Im Mittelpunkt sollen Maßnahmen aus den Bereichen Begrünung, Beleuchtung, Stadtmobiliar, Kunst und Kultur, Soziales sowie Klima- und Aufenthaltsqualität stehen. Die Ideen sollen in den nächsten Monaten weiter konkretisiert werden, damit ab Herbst mit der Umsetzung der Maßnahmen begonnen werden kann.
Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper betonte die Bedeutung einer interimistischen Aufwertung der unteren Königstraße: „Wir wollen gemeinsam mit allen Innenstadt-Akteuren das Erscheinungsbild und die Aufenthaltsqualität im Umfeld des Bahnhofs und in der unteren Königstraße spürbar verbessern. Dies soll in der Übergangsphase bis zur Modernisierung des Arnulf-Klett-Platzes geschehen. Da wegen der Verzögerungen von Stuttgart 21 die Interimszeit wohl fünf Jahre länger andauert, gewinnt diese Maßnahme noch mehr an Bedeutung.“
Auch die City-Initiative Stuttgart e.V. sieht dringenden Handlungsbedarf. „Die Situation auf der unteren Königstraße beschäftigt unsere Mitgliedsbetriebe seit vielen Jahren“, sagte Holger Siegle, City-Manager und Geschäftsführer der City-Initiative Stuttgart e.V. „Umso wichtiger ist es, dass wir die Zeit bis zur Fertigstellung des neuen Bahnhofs aktiv nutzen und sichtbare Verbesserungen schaffen. Die geplanten Maßnahmen sind unabhängig davon sinnvoll, wann Stuttgart 21 letztlich in Betrieb geht.“
Für die Umsetzung der Maßnahmen stehen der City-Initiative Stuttgart e.V. Mittel in Höhe von 2,05 Millionen Euro aus dem Doppelhaushalt 2026/2027 zur Verfügung. Erste sichtbare Veränderungen im öffentlichen Raum sollen bereits im Frühjahr 2027 erfolgen. Ergänzend erhält das Tiefbauamt weitere 500.000 Euro für Maßnahmen am Arnulf-Klett-Platz sowie am Platz vor dem ehemaligen Hindenburgbau. Vorgesehen sind dort unter anderem die Erneuerung beschädigter Belagsflächen, die durch die sogenannte Stuttgarter Platte ersetzt werden sollen, sowie eine Neuordnung des Stadtmobiliars. Dazu zählen beispielsweise Flächen für E-Scooter, Sitzmöglichkeiten und Fahrradabstellanlagen. Ziel ist es, die Bereiche funktionaler zu gestalten und zugleich eine saubere und einladende Atmosphäre zu schaffen.
City-Manager Holger Siegle hob die konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung hervor: „Die bisherigen Gespräche und insbesondere die beiden Workshops haben gezeigt, dass die Aufwertung der unteren Königstraße als gemeinsame Aufgabe verstanden wird, bei der alle an einem Strang ziehen möchten. Die große Bereitschaft aller beteiligten Ämter, dieses Projekt aktiv zu unterstützen, ist ein starkes Signal für die Innenstadt. Wir möchten einen Raum schaffen, in dem alle sich wohl und sicher fühlen.“
Im Rahmen des City Dialogs wurde zudem deutlich, dass sich die Stuttgarter Innenstadt weiterhin in einer dynamischen Entwicklungsphase befindet. Neben den geplanten Maßnahmen im Bahnhofsumfeld prägen zahlreiche öffentliche und private Investitionen die Zukunft der City. Dazu zählen das Schlossgartenquartier am Hauptbahnhof, die Büro- und Geschäftshäuser Central One (Eberhardstraße,) und Patio (Ecke Königstraße/Schulstraße) sowie das geplante Stuttgart Media and Innovation Center (SMIC) am Leonhardsplatz.
Der City Dialog ist ein regelmäßiges Austauschformat, das Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper im Jahr 2021 gemeinsam mit der City-Initiative Stuttgart e.V. und der städtischen Wirtschaftsförderung ins Leben rief. Unter dem damaligen Namen „City-Gipfel“ gestartet, findet der City Dialog heute bis zu zweimal jährlich im Stuttgarter Rathaus statt. Ziel des Formats ist es, zentrale Akteurinnen und Akteure der Innenstadtentwicklung an einen Tisch zu bringen, Informationen transparent zu teilen, aktuelle Entwicklungen frühzeitig zu diskutieren und gemeinsame Impulse für die Weiterentwicklung der Innenstadt zu setzen.
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Fakten

  • Der City Dialog im Rathaus ist ein regelmäßiges Austauschformat, das Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper im Jahr 2021 gemeinsam mit der City-Initiative Stuttgart e.V. und der städtischen Wirtschaftsförderung ins Leben rief.
  • Das Format findet bis zu zweimal jährlich im Stuttgarter Rathaus statt.
  • Das Ziel des Formats ist es, zentrale Akteurinnen und Akteure der Innenstadtentwicklung an einen Tisch zu bringen, Informationen transparent zu teilen, aktuelle Entwicklungen frühzeitig zu diskutieren und gemeinsame Impulse für die Weiterentwicklung der Innenstadt zu setzen.
  • Die geplanten Maßnahmen zur interimsatischen Aufwertung des Bereichs rund um den Hauptbahnhof sollen in den nächsten Monaten weiter konkretisiert werden, damit ab Herbst mit der Umsetzung der Maßnahmen begonnen werden kann.
  • Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper betonte die Bedeutung einer interimsatischen Aufwertung der unteren Königstraße: 'Wir wollen gemeinsam mit allen Innenstadt-Akteuren das Erscheinungsbild und die Aufenthaltsqualität im Umfeld des Bahnhofs und in der unteren Königstraße spürbar verbessern.'
  • Die Stadt Stuttgart hat 2,05 Millionen Euro für die Umsetzung der Maßnahmen zur interimsatischen Aufwertung des Bereichs rund um den Hauptbahnhof bereitgestellt.
  • Das Tiefbauamt erhält weitere 500.000 Euro für Maßnahmen am Arnulf-Klett-Platz sowie am Platz vor dem ehemaligen Hindenburgbau.
  • Die geplanten Maßnahmen sollen in den Bereichen Begrünung, Beleuchtung, Stadtmobiliar, Kunst und Kultur, Soziales sowie Klima- und Aufenthaltsqualität stehen.
  • Die Stadt Stuttgart liegt in Deutschland.
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