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Warum ich nie mehr ein Android-Handy gekauft habe

HCD



Mit dem HTC Desire gab es 2010 endlich ein Android-Smartphone, das mit dem seit 2007 erhältlichen iPhone auf Augenhöhe war. Ich war lange Zeit begeisterter und stolzer Besitzer eines solchen Desire. Bis ich die damaligen Nachteile der Android-Welt zu spüren bekam. Und zum iPhone wechselte.



Sofort nach Verfügbarkeit 2010 kaufte ich mir das HTC Desire und packte gleich noch etwas Zubehör dazu: Brodit-Autohalterung mit Ladekabel und eine Handytasche. Schließlich sollte mein neuer Schatz immer gut geschützt sein, und ich benutze das HTC Desire zusammen mit Google Maps immer öfter als Ersatz für mein bisheriges Tomtom-Navigationsgerät.


HTC Desire erste Generation FrontseiteHCD



Das Desire wurde rasch zu meinem unverzichtbaren täglichen Begleiter. Zwar gab es 2010 noch nicht so viele Apps wie heute und viele der vorhandenen Android-Apps waren schlecht programmiert oder nur umständlich bedienbar. Doch insgesamt glänzte das Android-Smartphone als zuverlässige und leistungsfähige Arbeitsmaschine. Ich war glücklich, zumal das Desire ein echter Handschmeichler war und sich sehr komfortabel anfühlte. Mit meiner Begeisterung für das Desire war ich nicht allein, wie man hier nachlesen kann.



Mit großem Enthusiasmus sammelte ich damals die besten Tipps und Tricks für Android und stellte diese auch auf Youtube vor:



Ich verteidigte Googles mobiles Betriebssystem sogar im TV-Duell gegen meinen Kollegen, der für das iPhone einstand (bei der Auswertung hätte ich sogar gewonnen, wenn sich die Moderatorin nicht verzählt hätte):



Meine Zufriedenheit hielt lange an. Für das ab Werk auf meinem Desire installierte Android 2.1 erschien sogar noch Android 2.2. Doch danach war Schluss, Android 2.3 ließ sich nur unter großen Verrenkungen installieren. Zudem musste ich danach auf einige Apps verzichten, weil der Speicher auf dem Desire zu knapp war. Damit war die Benutzbarkeit und Alltagstauglichkeit deutlich eingeschränkt. Das Desire fühlte sich auch zunehmend langsamer an.



Die ursprüngliche Begeisterung litt darunter gewaltig. Immer öfter musste ich erleben, dass ich eine wichtige App nicht installieren konnte, während meine Freunde und Kollegen auf ihren in etwa genauso alten iPhones weiterhin jede App nutzen konnten, die sie wollten. Ständig war der Speicherplatz zu knapp, ich war genervt. So kam unvermeidlich der Zeitpunkt, an dem ich über den Kauf eines neuen Smartphones nachdachte.



Eigentlich war ich mit dem Desire lange Zeit sehr zufrieden gewesen. Also doch wieder ein neues HTC-Smartphone kaufen? HTC hatte die Desire-Familie zu diesem Zeitpunkt aber ausufernd wachsen lassen, das Angebot an Desires wurde langsam unübersichtlich. Also vielleicht doch ein Android-Smartphone eines anderen Herstellers? Vielleicht ein Samsung-Smartphone? Von Samsung hatte ich ja schon das Galaxy Tab – mit dem ich anfangs auch sehr zufrieden war, bis es zu einem Unglück kam.



Doch dann ergab es sich, dass ich günstig ein iPhone 5 bekommen konnte. Es war Liebe auf den ersten Blick. Das iPhone lag, obwohl anders geformt, ebenfalls auf Anhieb gut in der Hand – damals baute Apple noch keine gigantisch großen Ziegel wie heute. Und jede App lief schnell und ruckelfrei auf dem iPhone 5. Und das blieb auch so, das iPhone wurde nicht merklich langsamer und Updates kamen zuverlässig. Der Speicher wurde auch nie zu knapp. Es gab einfach keine Probleme mehr.



Mittlerweile bin ich beim iPhone 15 Pro angekommen. Alle paar Jahre gönne ich mir aus Technikbegeisterung ein neues Modell, doch wirklich nötig wäre das nicht. Alle Apps laufen immer zuverlässig, auch wenn das iPhone schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat. Meine Frau nutzt ohne Probleme sogar noch ein iPhone 12 mini – das Apple 2020 vorgestellt hat.



Natürlich hat sich bei Android mittlerweile viel geändert, die meisten Android-Smartphones bekommen über viele Jahre neue Android-Versionen. Doch mich hat Android damals verloren – trotz der überzeugenden Hardware des ersten HTC Desire.



(PC-Welt)