Amazon senkt Wasserverbrauch in Rechenzentren – auf 9,5 Milliarden Liter
width="2500" height="1406" sizes="auto, (max-width: 2500px) 100vw, 2500px">Mit der Senkung des Wasserverbrauchs spart Amazon auch Strom.dotshock/Shutterstock.com
Für die Kühlung der riesigen Rechenzentren, die derzeit weltweit errichtet werden, braucht es enorme Mengen Wasser. Gleichzeitig arbeiten die Betreiber intensiv an verschiedenen Lösungen, um den Verbrauch zu senken.
Eines der Unternehmen, das seine Fortschritte hervorhebt, ist Amazon. Das Unternehmen gibt an, seinen Wasserverbrauch auf 0,12 Liter pro Kilowattstunde reduziert zu haben. Das entspreche etwa einem Siebtel des Branchendurchschnitts, der bei 0,84 Litern pro Kilowattstunde liege.
Wie Amazon seine Rechenzentren kühlt
Etwa 90 Prozent der Zeit nutzen Amazons Rechenzentren die sogenannte freie Luftkühlung (Free Air Cooling), erklärt Joern Tinnemeyer, Leiter im Bereich Rechenzentrumsentwicklung bei Amazon. Dabei wird Außenluft angesaugt, an den Servern vorbeigeleitet, um die Wärme aufzunehmen, und anschließend wieder nach draußen abgeführt – ganz ohne Wasserverbrauch.
Werden Temperatur und Luftfeuchtigkeit jedoch zu hoch, um die Server allein mit Außenluft effektiv zu kühlen, kommt Verdunstungskühlung zum Einsatz. Dabei wird Wasser auf ein absorbierendes Material gesprüht, das Amazons Wasserspezialist Beau Schilz als „einen hochentwickelten, riesigen Schwamm“ beschreibt. „Das funktioniert ähnlich wie Schwitzen“, erklärt Schilz. „Durch die Verdunstung wird Ihrem Körper Wärme entzogen, sodass Sie nicht überhitzen.“
Außerdem hat Amazon in den vergangenen Jahren die Betriebstemperatur der Rechenzentren schrittweise angehoben und seine Server so ausgelegt, dass sie höhere Temperaturen tolerieren können. Inzwischen werde Wasser zur Kühlung der einströmenden Luft nur noch dann eingesetzt, wenn die Umgebungstemperatur etwa 29,5 Grad Celsius überschreitet.
Ziel: Wasserpositiv bis 2030
Dank dieser Methoden wird heute nur noch halb so viel Wasser wie vor fünf Jahren verbraucht, erklärt Amazon. Das Ziel des Unternehmens ist es, bis 2030 wasserpositiv zu werden. „Das bedeutet, dass wir für jeden Liter Wasser, den wir in unseren Rechenzentrumsbetrieben verbrauchen, mehr als einen Liter Wasser an die Gemeinden zurückgeben werden, in denen wir tätig sind“, schreibt das Unternehmen. Drei Viertel des Weges dorthin seien bereits geschafft.
Im Jahr 2025 verringerte Amazon seinen Wasserverbrauch gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent auf weltweit 9,5 Milliarden Liter, heißt es in der Pressemitteilung.
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