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30 Jahre ViaThea – Die Welt zu Gast in Görlitz und Zgorzelec vom 2. bis 4. Juli 2026

Seit drei Jahrzehnten gehört das Internationale Straßentheaterfestival ViaThea zu den kulturellen Markenzeichen der Europastadt Görlitz/Zgorzelec. Was 1995 als außergewöhnliches Kulturprojekt begann, hat sich zu einem der bekanntesten Straßentheaterfestivals Deutschlands entwickelt. Vom 2. bis 4. Juli 2026 feiert das Festival nun seine 30. Ausgabe und lädt dazu ein, die Stadt erneut als offenen Kulturraum zu erleben.
Während Theateraufführungen üblicherweise in geschlossenen Häusern stattfinden, verlegt das ViaThea die Kunst seit jeher in den öffentlichen Raum. Straßen, Plätze, Parks und Fassaden werden zu Bühnen, auf denen internationale und regionale Künstlerinnen und Künstler mit Theater, Tanz, Musik, Nouveau Cirque und Performancekunst neue Perspektiven auf die Stadt eröffnen. Gerade diese unmittelbare Begegnung zwischen Publikum und Kunst macht den besonderen Charakter des Festivals aus. Ohne räumliche Distanz entstehen Momente des Staunens, der Begegnung und des gemeinsamen Erlebens, die das ViaThea seit 30 Jahren prägen.
Die Jubiläumsausgabe bietet zugleich Anlass, auf die Entwicklung des Festivals zurückzublicken. Über Generationen hinweg hat das ViaThea das kulturelle Leben der Stadt mitgestaltet und die Wahrnehmung von Görlitz als Kulturstandort weit über die Region hinaus geprägt. Sichtbarer Ausdruck dieser Geschichte ist die Übergabe von Werbe- und Dokumentationsmaterial aus 29 Festivaljahren an das Görlitzer Ratsarchiv. Plakate, Programmhefte, Fotografien und weitere Zeitzeugnisse dokumentieren die Entwicklung des Festivals und bewahren seine Geschichte für kommende Generationen.
Dass das ViaThea weit mehr ist als eine Kulturveranstaltung, zeigt auch die Auszeichnung mit dem Ehrentitel „Für Verdienste um die Europastadt Görlitz/Zgorzelec“. Seit vielen Jahren verbindet das Festival Menschen aus unterschiedlichen Ländern, Kulturen und Generationen und steht damit beispielhaft für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Görlitz und Zgorzelec.
Auch das Jubiläumsprogramm spiegelt diese Vielfalt wider. Erstmals ist die international renommierte Straßentheatergruppe Theater Titanick beim ViaThea zu Gast. Mit ihrer Produktion „CREATURES“ bevölkern geheimnisvolle, mit Erdkrusten bedeckte Wesen die Straßen der Stadt. Die Figuren bewegen sich durch den öffentlichen Raum, treten mit Passantinnen und Passanten in Kontakt und eröffnen ungewohnte Blickwinkel auf die urbane Umgebung. In die Inszenierung werden zudem Menschen aus der Region eingebunden, die sich in Workshops auf ihre Mitwirkung vorbereitet haben. Möglich wird diese besondere Verbindung von internationaler Theaterkunst und regionalem Engagement durch die Förderung der Niederschlesischen Theaterstiftung.
Einen völlig anderen künstlerischen Ansatz verfolgt die spanische Compagnia Manolo Alcántara mit ihrer Produktion „MAÑA“. Aus schweren Kisten, Seilen und einfachen Werkzeugen entsteht vor den Augen des Publikums ein imposanter Bogen. Die Aufführung verbindet traditionelle Handwerkskunst mit Artistik und erzählt von Erfahrung, Geschicklichkeit und Kreativität. Dabei wird sichtbar, wie aus handwerklichem Wissen Kunst entstehen kann.
Neben diesen Produktionen erwarten die Besucherinnen und Besucher ein breit gefächertes Programm mit internationalen Ensembles sowie zahlreichen regionalen Künstlerinnen und Künstlern. Theater, Musik, Akrobatik, Clownerie und zeitgenössischer Zirkus verwandeln die Europastadt für mehrere Tage in einen lebendigen Ort kultureller Begegnung.
Ein besonderer Höhepunkt des Jubiläumswochenendes wird die große ViaThea-Parade am Samstag, dem 4. Juli, sein. Unter dem Motto „Vorhang auf, wir feiern drauf“ ziehen internationale Künstlerinnen und Künstler gemeinsam mit Vereinen, Kulturinitiativen, Unternehmen, Sportgruppen und vielen engagierten Bürgerinnen und Bürgern durch die Görlitzer Innenstadt. Die Parade macht sichtbar, was das Festival seit drei Jahrzehnten auszeichnet: Offenheit, Kreativität und das gemeinsame Gestalten des öffentlichen Raums.
Mit einer eigens entwickelten ViaThea-App geht das Festival zudem neue Wege. Sie ergänzt erstmals das klassische Programmheft und bietet Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, sich digital über Spielorte, Aufführungen und Künstlergruppen zu informieren. Damit verbindet das Festival seine langjährige Tradition mit zeitgemäßen Angeboten.
Wenn sich Anfang Juli wieder Straßen und Plätze in Bühnen verwandeln, feiert die Europastadt nicht nur ein Festivaljubiläum. Sie feiert auch ein Stück ihrer eigenen Kulturgeschichte. Seit 30 Jahren bringt das ViaThea Menschen zusammen, schafft Begegnungen über Grenzen hinweg und zeigt, wie lebendig und vielfältig öffentlicher Raum sein kann.
Mehr dazu unter:
http://www.viathea.de

Fakten

  • Das Internationale Straßentheaterfestival ViaThea gehört zu den kulturellen Markenzeichen der Europastadt Görlitz/Zgorzelec.
  • Das Festival wurde 1995 als außergewöhnliches Kulturprojekt begonnen und hat sich seitdem zu einem der bekanntesten Straßentheaterfestivals Deutschlands entwickelt.
  • Das ViaThea feiert seine 30. Ausgabe vom 2. bis 4. Juli 2026.
  • Die Stadt Görlitz/Zgorzelec ist die Location des Festivals.
  • Das Festival verlegt die Kunst seit jeher in den öffentlichen Raum.
  • Die Jubiläumsausgabe bietet zugleich Anlass, auf die Entwicklung des Festivals zurückzublicken.
  • Das ViaThea hat das kulturelle Leben der Stadt mitgestaltet und die Wahrnehmung von Görlitz als Kulturstandort weit über die Region hinaus geprägt.
  • Die Übergabe von Werbe- und Dokumentationsmaterial aus 29 Festivaljahren an das Görlitzer Ratsarchiv ist ein sichtbarer Ausdruck dieser Geschichte.
  • Das ViaThea verbindet Menschen aus unterschiedlichen Ländern, Kulturen und Generationen und steht damit beispielhaft für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Görlitz und Zgorzelec.
  • Die internationale Straßentheatergruppe Theater Titanick ist erstmals bei dem ViaThea zu Gast.
  • Das Festival verbindet traditionelle Handwerkskunst mit Artistik und erzählt von Erfahrung, Geschicklichkeit und Kreativität.
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