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Allacher Tunnel – Anpassung LKW-Maut

Antrag Stadtrats-Mitglieder Alexandra Gaßmann, Hans Hammer, Heike Kainz, Winfried Kaum, Hans-Peter Mehling und Veronika Mirlach (Stadtratsfraktion der CSU mit FREIE WÄHLER) vom 3.11.2025
Allacher Tunnel – Anpassung LKW-Maut
Antwort Mobilitätsreferent Georg Dunkel:
In Ihrem oben genannten Antrag fordern Sie folgendes:
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„Der Oberbürgermeister wird gebeten, sich beim zuständigen Bundesministerium für Verkehr dafür einzusetzen, dass die Grundlage für eine regional bzw. in Abhängigkeit von aktuellen Baustellen unterschiedlich hohe LKW-Maut geschaffen wird. Während der Sanierung des Allacher Tunnels soll für diesen Bereich der Autobahn dann eine entsprechend höhere LKW- Maut angesetzt werden, um einen Anreiz zu schaffen, dass auf alternative Routen München großräumig umfahren wird“
Das Mobilitätsreferat hat bereits – der Intention Ihres Antrages entsprechend – im Rahmen der Initiative Mobile Zukunft München (MZM) den Austausch mit Schlüsselakteur*innen verfolgt.
Allerdings ist nicht die Landeshauptstadt München für den Betrieb der Bundesautobahnen im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr zuständig, sondern die Autobahn GmbH des Bundes.
Ihr Einverständnis vorausgesetzt, teilen wir Ihnen auf diesem Wege zu Ihrem Antrag Folgendes mit:
Im Rahmen der Initiative „Mobile Zukunft München“ (MZM) erfolgte durch den Freistaat Bayern die Finanzierung des Projektes „Verkehrsmanagement Sanierung Tunnel Allach“. Die Beauftragung erfolgte durch die Landesbaudirektion Bayern, die Projektkoordination übernahm die Landeshauptstadt München.
Einführung:
In der Zeit von Mai 2024 bis November 2025 wurden im Rahmen des
projektbegleitenden Arbeitskreises der MZM zum Projekt „Verkehrsmanagement Sanierung Tunnel Allach“ Maßnahmen zur Minimierung der Auswirkungen durch die verkehrlichen Einschränkungen vorgeschlagen und diskutiert. In der Folge wurden die Maßnahmen durch die Gutachter USP Projekte GmbH und gevas Humberg & Partner GmbH auch modellgestützt untersucht.Diskutiert wurden insgesamt mehr als 50 mögliche Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation während der Baumaßnahme, darunter Maßnahmen wie die Bepreisung des fließenden Kfz-Verkehrs und Radstationen am Langwieder See. Insgesamt 22 Maßnahmen wurden vertieft untersucht. Davon wurden durch die Gutachter insgesamt 12 Maßnahmen mit relevanter verkehrlicher Wirkung zur Umsetzung empfohlen, da sie im Wirkungsbereich der Projektpartner liegen und eine Verbesserung der Verkehrssituation erreichen können.
Als Ergebnis des Projektes wurde im November 2025 durch den Lenkungskreis der MZM ein Maßnahmenbündel von 10 Maßnahmen aus den Bereichen Mobilitätsmanagement, Kfz-Verkehr und Umweltverbund beschlossen.
Des Weiteren wurden für diese 10 vom MZM-Lenkungskreis beschlossenen Projekte am 18.11.2025 die jeweils Zuständigen gefunden/festgelegt.
Die von der MZM zum Allacher Tunnel beschlossenen Projekte und die jeweils Zuständigen sind die folgenden:
1. Kommunikation (Autobahn GmbH)
2. Optimierung der Verkehrsinformationen zur erwarteten Verkehrslage durch Korridormanagement und Navi-Dienstleister (Autobahn GmbH)
3. Betriebliches Mobilitätsmanagement (IHK/RAW)
4. Anpassung von Arbeitszeitmodellen und Abstimmung von Schichtzeiten (betroffene Unternehmen)
5. Spezifisches Störfallmanagement im Tunnel und im Wirkungsbereich (Autobahn GmbH)
6. Koordination von Baustellen (intermodal) (Regierung von Oberbayern, MVG, MVV)
7. Ausgestaltung der B 471 als Alternativroute zum Tunnel Allach (Autobahn GmbH, Regierung von Oberbayern, StBA Freising, LRA Dachau
und Freising)
8. Ride-Sharing App und Online-Informationen (MVV)
9. Verkehrsberuhigung im Bereich von Eschenried, Gröbenried und dem westlichen Bereich von Karlsfeld (LRA Dachau)
10. Umsetzung Priorisierungskonzept und Ausbau Buslinien 172 und 710 (MVV)
Das MZM-Projekt zum Tunnel Allach wurde mit dem MZM-Beschluss im November 2025 abgeschlossen. Es gilt für die Zuständigen, die Projektedetailliert auszugestalten, die Finanzierung zu sichern und die Projekte umzusetzen.
Die Autobahn GmbH des Bundes ist zuständig für den Betrieb der Bundesautobahnen im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr. Entsprechend fällt auch die Baustelle am Tunnel Allach in deren Zuständigkeitsbereich. Die Autobahn GmbH des Bundes war als Gast zu den Sitzungen des
MZM-Projektes „Verkehrsmanagement Sanierung Tunnel Allach“ geladen und hat sich hier auch aktiv bei der Entwicklung, Diskussion und Bewertung von Projekten zur Verringerung der negativen Verkehrsverlagerungen durch die Baustelle am Tunnel Allach eingebracht.
Zu Ihrem konkreten Anliegen:
Für die Beantwortung dieses Stadtratsantrags wurde die Autobahn GmbH des Bundes um eine Stellungnahme zur Einführung einer Grundlage für eine regional bzw. in Abhängigkeit von aktuellen Baustellen unterschiedlich hohe LKW-Maut gebeten.
Zum Zeitpunkt der Beantwortung dieses Stadtratsantrages lag noch kein Antwortschreiben der Autobahn GmbH des Bundes vor. Sobald eine Antwort zu der Bitte um Stellungnahme vorliegt, wird diese nachgereicht.
Grundsätzlich liegt jedoch derzeit für die Anordnung einer regionalen und in Abhängigkeit von Baustellenlagen gestaffelten Lkw-Maut keine gesetzliche Grundlage vor. Auch die mögliche Überwachung einer solchen Maßnahme ist derzeit noch nicht geregelt. Das Thema wurde daher im Rahmen des MZM-Projektes „Verkehrsmanagement Sanierung Tunnel Allach“ nicht weiterverfolgt.
Die Autobahn GmbH des Bundes ist für die Wegweisung auf Bundesautobahnen während der Baumaßnahme am Tunnel Allach zuständig und wird großräumige Umfahrungen der Baustelle auf der A 99 durchführen und empfehlen. Eine zusätzliche, regionale und gestaffelte, Lkw-Maut erscheint daher aus der Sicht des Mobilitätsreferates der Landeshauptstadt München auch nicht erforderlich.
Um Kenntnisnahme von den vorstehenden Ausführungen wird gebeten. Wir gehen davon aus, dass die Angelegenheit damit abgeschlossen ist.

Fakten

  • Der Antrag wurde vom Stadtratsmitglied Alexandra Gaßmann, Hans Hammer, Heike Kainz, Winfried Kaum, Hans-Peter Mehling und Veronika Mirlach (Stadtratsfraktion der CSU mit FREIE WÄHLER) vom 3.11.2025 gestellt.
  • Die Autobahn GmbH des Bundes ist für den Betrieb der Bundesautobahnen im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr zuständig.
  • Das MZM-Projekt zum Tunnel Allach wurde mit dem MZM-Beschluss im November 2025 abgeschlossen.
  • Die Autobahn GmbH des Bundes war als Gast zu den Sitzungen des MZM-Projektes „Verkehrsmanagement Sanierung Tunnel Allach“ geladen und hat sich hier aktiv bei der Entwicklung, Diskussion und Bewertung von Projekten zur Verringerung der negativen Verkehrsverlagerungen durch die Baustelle am Tunnel Allach eingebracht.
  • Grundsätzlich liegt für die Anordnung einer regionalen und in Abhängigkeit von Baustellenlagen gestaffelten Lkw-Maut keine gesetzliche Grundlage vor.
  • Das Thema wurde daher im Rahmen des MZM-Projektes „Verkehrsmanagement Sanierung Tunnel Allach“ nicht weiterverfolgt.
  • Die Baustelle am Tunnel Allach liegt in München (Bayern).
  • Die Autobahn GmbH des Bundes ist für die Wegweisung auf Bundesautobahnen während der Baumaßnahme am Tunnel Allach zuständig und wird großräumige Umfahrungen der Baustelle auf der A 99 durchführen und empfehlen.
  • Eine zusätzliche, regionale und gestaffelte, Lkw-Maut erscheint daher aus der Sicht des Mobilitätsreferates der Landeshauptstadt München auch nicht erforderlich.
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